11. Januar 2018

Wie schädlich ist Kiffen wirklich?

Leser fragen, das Team «Sucht Schweiz» antwortet. Diesmal: «In meinem Bekanntenkreis wird immer mal wieder gekifft. Wie schädlich ist das?» – Chantal Z., Chur GR

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Wer in Situationen kifft, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern oder in denen Leistungen erbracht werden müssen, erhöht das Unfallrisiko (z. B. im Strassenverkehr) und riskiert Leistungseinbussen (z. B. in der Schule oder bei der Arbeit). Je häufiger jemand konsumiert, desto grösser sind die Risiken, abhängig zu werden oder durch das Kiffen die Atemorgane zu schädigen.

Beim Rauchen von Cannabis werden wie beim Zigarettenrauchen die Atemwege belastet. Wird Cannabis gegessen, ist das Risiko einer zu hohen Dosierung mit unangenehmen Wirkungen erhöht. Wird bei einer Konsumgelegenheit viel Wirkstoff (THC) aufgenommen, kommt es zu einem stärkeren Rausch. Je höher die Dosierung ist, desto grösser wird das Risiko für beängstigende Rauscherlebnisse.

Zu bedenken ist Folgendes: Jugendliche befinden sich noch in der Entwicklung; sie sind deshalb stärker gefährdet als Erwachsene. Menschen mit gesundheitlichen Problemen wie Asthma, Bronchitis, Bluthochdruck, Herzproblemen oder psychischen Vorbelastungen sind ebenfalls grösseren Risiken ausgesetzt.

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