26. Juni 2018

Wie findet man die Work-Life-Balance?

Wir wollen eine flexible Arbeitsweise und trotzdem eine gesunde Work-Life-Balance. Die findet man, indem man den vermeidbaren Stress loswird.

Jemand balanciert Bücher und ein Glas auf den Füssen
Balanceakt: die gesunde Mischung finden zwischen Arbeit und Freizeit

Kürzlich habe ich mit einem pensionierten Unternehmer über seine Karriere gesprochen. Ein Satz, der mir aus dem Gespräch geblieben ist, ging etwa so: «Früher hatten wir definitiv mehr Zeit füreinander. Heute muss alles schneller gehen. Darum hat der Stress sicher zugenommen.»

Ich kann das ja nicht direkt beurteilen, weil ich früher nicht gelebt habe. Aber es stimmt wohl schon: Die Gesellschaft rennt in einem immer schneller drehenden Hamsterrad und versucht, dabei die Orientierung zu behalten. Irgendwann gehts vielleicht nicht mehr schneller, und das Rad fällt auseinander. Um dem entgegenzuwirken, finde ich es wichtig, für sich selbst zu definieren, welchen Stress man vielleicht reduzieren kann, um seine perfekte Work-Life-Balance zu finden.

Denn ganz ehrlich: Es gibt den Stress, der strukturbedingt ist – wenn ich heute eine Deadline habe, muss ich sie einhalten, daran lässt sich nicht viel ändern. Aber dann gibt es auch den Stress, den ich mir selbst mache.

Weil ich am Freitag eine leere To-do-Liste haben will, obwohl einiges davon auch problemlos eine Woche später gemacht werden könnte. Oder weil ich abends um zehn meine E-Mails checke, obwohl es auch am nächsten Morgen ginge. Sehe ich dann etwas Dringendes, muss ich darauf reagieren, was mich stresst und mich manchmal auch nervt. Aber ich kann nicht anders und muss es dann doch irgendwie noch erledigen. Ein erholsamer Abend sieht definitiv anders aus.

Dieses 24/7-Onlinesein ist wohl einer der grössten Stressfaktoren für mich. Und den mache ich mir komplett selbst: Niemand gibt mir vor, spätabends E-Mails zu lesen. Weder das Gesetz noch mein Arbeitgeber. Warum also nicht einfach den Mailaccount vom Smartphone löschen? Geht eben nicht so einfach, es würde sich anfühlen, als ob ich die Kontrolle abgäbe. Trotzdem habe ich mir vorgenommen, während meinen Sommerferien den Mailaccount vom Handy zu löschen, damit ich nicht so ende:

Mal schauen, ob das klappt. Und falls jemand von euch einen Tipp hat, wie es gelingt, bitte her damit!

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