26. Juli 2017

Wider das Spritzwasser

Tomaten sind Mimösli, was Wassertropfen angeht. Das gilt für die von oben wie auch jene von unten.

Tomatenstauden
Tomaten schätzen ein geschütztes Plätzli, beispielsweise an einer Hauswand.
Lesezeit 2 Minuten

Tomaten sind zwar äusserst durstig, Nass von oben mögen sie aber überhaupt nicht. Weshalb wir Hobbygärtner nördlich der Alpen möglichst um ein Dächli für das empfindliche Gemüse besorgt sein sollten. Meine Tomatenpflanzen beispielsweise wachsen Topf an Topf unter dem Glasdach auf unserer Terrasse.

Dem Wetter ausgesetzte Stauden fangen sich schnell einmal die Kraut- respektive Braunfäule ein. Diese gefürchtete Tomatenkrankheit wird durch Pilzsporen, die sich in der Erde rund um die Pflanze befinden, verursacht.

Bei starkem Regen spritzt gern Erde auf die untersten Blätter und damit besagte Pilzsporen. Die Pflanze reagiert erst mit bräunlichen Verfärbungen an Blättern und Stängeln, bei fortgeschrittenem Befall dann mit Welken und Absterben. Betroffene Früchte sind ungeniessbar.

Die Pilzsporen werden aber nicht nur durch Regen, sondern auch bei zu schwungvollem Giessen aktiviert: Tomaten sollten daher möglichst dicht am Boden gegossen werden, und zwar so süferli, dass es möglichst nicht auf die Blätter spritzt.

Dieses Jahr habe ich drum auf einen Tipp hin (Danke, Hanna!) zum ersten Mal die Blätter der untersten 20 Zentimeter Stengel ausgebrochen. Das sieht zwar etwas gewöhnungsbedürftig aus, erleichtert aber das Giessen.

Tomaten
Hochbeinig sind die Tomaten weniger anfällig auf Pilzsporen.

Und wenn wir grad schon beim Thema Kraut- respektive Braunfäule sind, hier noch ein paar weitere Tipps:

* Tomatenpflanzen sollten generell nicht zu eng nebeneinander stehen, die Blätter dürfen sich knapp berühren.

* Pflanzen im Gewächshaus müssen regelmässig mit Frischluft versorgt werden.

* Befallene Pflanzenteile sind immer sofort zu entfernen und im Hausmüll zu entsorgen.

* Wer Pflanzkübel und Tomatenstangen aus dem Vorjahr verwendet, sollte diese gründlich mit kochendem Wasser reinigen – die Pilzsporen sind wahre Überlebenskünstler!

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