05. Oktober 2018

Ratlos nach der Kündigung? So ist die Vorsorge gesichert

Worauf gilt es in Sachen Vorsorge zu achten, wenn das Arbeitsverhältnis unvorhergesehen endet? Die Tipps von Jeannette Schaller, Leiterin Finanzplanung bei der Migros Bank.

Ratlos nach der Kündigung
Bild: Getty Images
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Die Arbeitslosigkeit kann jede und jeden treffen. Und wenn, geht oft alles sehr schnell. Das gilt vor allem für die Pensionskasse: Diese versichert Sie nach der Kündigung nur noch 30 Tage lang gegen Invalidität und Todesfall. Gegen diese Risiken bleiben Sie geschützt, wenn Sie beim RAV und bei der Arbeitslosenversicherung (ALV) angemeldet sind und Arbeitslosentaggelder beziehen.

Weitere Vorteile der Anmeldung: Aus dem Arbeitslosentaggeld werden Ihre AHV-Beiträge weitergezahlt, sodass sich Deckungslücken vermeiden lassen. Der Bezug der Taggelder berechtigt Sie zudem, in die Säule 3a einzuzahlen. Nicht weiterführen können Sie Ihre bisherige Pensionskasse. Das dort angesparte Geld, das sogenannte Freizügigkeitskapital, müssen Sie auf das Freizügigkeitskonto einer Bank oder in die Freizügigkeitspolice einer Versicherung einzahlen. Wenn Sie Ihrer bisherigen Pensionskasse keine Angaben machen, wohin das Geld gehen soll, wird es automatisch an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG überwiesen.

Besonders komplex wird Ihre Vorsorgesituation, wenn Sie wenige Jahre vor dem AHV-Alter arbeitslos werden. Viele Pensionskassen sehen die Möglichkeit einer Frühpensionierung vor, zum Beispiel ab 58 oder 60 Jahren. Wenn Sie nach Erreichen einer solchen Grenze aus wirtschaftlichen Gründen arbeitslos werden, können Sie ergänzend zur Frührente ein gekürztes Arbeitslosentaggeld beantragen. Zudem wird die Frührente bei einer Zwangspensionierung je nach Arbeitgeber durch eine Abgangsentschädigung aufgebessert.

Wird bei der Zwangspensionierung keine grosszügige Abgangsentschädigung angeboten, mag es vorteilhafter sein, auf die Frührente zu verzichten und sich beim RAV beziehungsweise der ALV für ein volles, ungekürztes Taggeld anzumelden.

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