29. Januar 2018

Was hilft gegen ein Motivationsloch?

Wenn die Motivation weg ist, helfen kleine Tricks und Belohnungen. Ich habe mir mal ein paar notiert.

Ein Schreibtisch mit einem Motivatonsspruch
Statt lange zu überlegen und sich über die bevorstehende Aufgabe zu ärgern, sollte man einfach loslegen.
Lesezeit 3 Minuten

Das Januarloch ist fast geschafft. Mein Thema heute handelt denn auch von einem anderen Loch: dem Motivationsloch. Es ist weit weniger zuverlässig als das Januarloch, denn es tritt nicht immer im selben Moment auf. Viel eher ist es furchtbar unzuverlässig, kommt im dümmsten Moment und saugt dir die ganze Energie aus.

Zum Beispiel so: Im Moment, in dem ich die Idee habe für diese Kolumne, bin ich in einem Motivationshoch. Meiner Arbeitskollegin gebe ich Tipps, wie sie eine leidige Arbeit erledigen könnte. Als ich dann aber – einige Tage später – die Kolumne schreiben will – puff! –, ist die Motivation weg. Zuerst finde ich das natürlich blöd, aber eigentlich ist es genau richtig, um meine verschiedenen Motivationstricks zu testen. Also los gehts:

Belohnung: Ich funktioniere nach Schema X. Sehe ich am Ende einer Aufgabe eine Belohnung, erledige ich diese schneller, besser, mit weniger Missmut. Ich überlege mir also, was ich mir heute gönne, nachdem die Kolumne geschrieben ist: einen feinen Znacht und eine Folge «The Crown» (mein aktueller Binge-Hit).

Eine Belohnung hilft fast gegen jedes Motivationsproblem (Bild: Charles Eteroma via unsplash.com).

Kaffeepause: Braucht nicht viel Zeit, lüftet den Kopf, birgt die Möglichkeit, sich kurz auszutauschen. Und das Beste: funktioniert auch mit Tee ☺

Mini-Walk: Auch wenn man denkt, dafür sei keine Zeit: Während ich antriebslos am Schreibtisch sitze und darüber nachdenke, was ich noch alles zu erledigen habe und wie mir die Zeit davonrennt, würde ich besser kurz an die frische Luft gehen und fünf bis zehn Minuten spazieren. So kann ich richtig durchatmen, komme auf andere Gedanken und bin – zurück am Schreibtisch – wieder sehr viel energetischer als vorher.

Kurze Verschnaufpause gefällig? (Bild: Rodion Kutsaev via unsplash.com)

Häppchen: Manchmal erscheint die zu bewältigende Arbeit wie ein riesiger Klumpen, der über meinem Kopf schwebt und mich zu erschlagen droht. Da hilft mir ein Tipp meines Vaters: Häppchen machen. Die einzelnen Arbeiten also trennen, visuell auflisten (zum Beispiel mit einem Wochenplan oder einer To-do-Liste) und dann jeweils am Morgen bereits sagen, was man an einem Tag erledigen möchte. Am Abend kann man zurückblicken und sehen, dass man zwar nicht alles, aber immerhin einen Teil der Aufgaben erledigen konnte. Dieses Erfolgsgefühl liefert mir enorm viel Bestätigung. Gerade in der Prüfungsphase an der Uni hat mir diese Technik viel geholfen.

To-do-Liste: Mein persönlicher Favorit, obwohl er alles andere als neu ist. Wer die Liste noch nie angewendet hat, dem empfehle ich sie wärmstens. Beim Erstellen der Liste achtet man am besten darauf, dass die einzelnen Dos unterschiedlich aufwendig sind. So bringt man Rhythmus in die Erledigungen. Und nichts ist befriedigender, als den Bleistift zu nehmen und genüsslich ein Kreuz hinter jede Aufgabe zu setzen.

Die To-do-Liste hilft fast immer. (Bild: Glenn Carstens-Peters via unsplash.com)

Termin setzen: Wenn man eine unliebsame Arbeit vor sich hat, setzt man sich einen Termin, wann sie erledigt werden soll. Den Termin sollte man dann unbedingt einhalten. Aber: Bis dahin ist man frei, sollte also auch nicht mehr über die Arbeit nachdenken und kann sich positiveren Dingen widmen. Dieser Tipp stammt von Dr. Verena Steiner .

Und ihr, mit welchen Tricks bewältigt ihr Motivationslöcher?

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