29. November 2018

Was hilft bei Fusspilz?

Man merkt es meist, wenn es längst zu spät ist, denn eine Fusspilzansteckung geschieht unbemerkt. Wie man die hartnäckige Infektionskrankheit wieder loswird und wie man einer Ansteckung vorbeugt.

Fussabdruck
Fusspilz – wissenschaftlich «Tinea pedis» – ist hierzulande eine der häufigsten Infektionskrankheiten. Fast ein Viertel der Bevölkerung leidet darunter. (Bild: iStock)

Symptome

Meistens ist Fusspilz an Rissen und einer Schuppung der Haut zwischen den Zehen zu erkennen. Die damit verbundene Entzündung kann sehr schwach oder sogar inexistent sein. Aber je nachdem, welche Stelle befallen ist, sind die Symptome unterschiedlich: Jucken, Rötung, feuchtes Aufweichen der Haut, kleine Bläschen, vermehrte Hornhautbildung (vor allem an den Fersen).

Ursachen

Für rund 75 Prozent aller Fusspilzerkrankungen zeichnet ein Fadenpilz namens Trichophyton rubrum verantwortlich. Neben Fadenpilzen können Hefe- oder Sprosspilze sowie Schimmelpilze zu Fusspilz führen, wenn auch wesentlich seltener.

Pilze verfügen über diverse Mechanismen, um sich in der Haut einzunisten. Die Angriffe können einer gesunden Haut in der Regel nichts anhaben. Denn ihr Säureschutzmantel und eine schützende Schicht aus Bakterien (Hautflora) bewirken, dass Pilzsporen unverzüglich vernichtet werden. Ist die Haut geschädigt oder das Immunsystem geschwächt, können die Pilze jedoch Fuss fassen.

Risikofaktoren

Zu den Risikogruppen gehören insbesondere Sportler. In der warmen und feuchten Umgebung von Garderoben, Saunas oder Duschen von Schwimmbädern vermehren sich die zur Infektion führenden Pilze besonders gut. Da die Krankheit sehr ansteckend ist und durch Bodenkontakt übertragen wird, ist das Tragen von Badesandalen zu empfehlen. Dasselbe gilt für Hotelzimmer, vor allem für solche mit Spannteppichen, auf denen viele Leute barfuss gehen.

Zu enge Schuhe sind ebenfalls ein Risikofaktor: Die Haut kann durch Druckstellen geschädigt werden, was eine Pilzinfektion begünstigt. Einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt ist schliesslich, wer an Diabetes, Fussfehlstellungen, einer Kreislaufkrankheit oder an einem geschwächten Immunsystem leidet.

Vorbeugen

Um die Ansteckung mit Fusspilz zu vermeiden, sollte man an öffentlichen Orten nicht barfuss gehen und darauf achten, dass die Zehenzwischenräume trocken bleiben. Beim Verlassen des Schwimmbads ist es deshalb wichtig, die Füsse zu trocknen.

Therapie

Treten Anzeichen von Fusspilz auf, kann die Stelle mit Salben, Cremen oder Tinkturen lokal bekämpft werden. Bei einer hartnäckigen, vom Arzt diagnostizierten mykotischen Entzündung ist es manchmal nötig, eine Behandlung mit spezifischen Tabletten durchzuführen. Die Behandlung dauert etwa drei bis vier Wochen.

Aber Achtung!

Unabhängig von der gewählten Therapie muss man die Schuhe desinfizieren, damit der Pilz die Füsse nicht trotz der Behandlungen von Neuem befällt. Rückfälle kommen bei Fusspilz häufig vor. Man muss ihn jedoch immer behandeln, denn die Infektion kann auch die Nägel befallen und sich verschlimmern. Unbehandelt wird die Hautverletzung zur Eintrittspforte für Viren und Bakterien (etwa Streptokokken).

In Zusammenarbeit mit Medbase

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