21. August 2018

Warum werden wir wütend?

Journalistin Gabriela Bonin beantwortet Kinderfragen. Diesmal möchte Tiara Sol (4) aus Zug wissen, warum wir wütend werden.

Schriftsatz: Warum werden wir wütend?
Lesezeit 2 Minuten

Das kennen wohl alle: Wir wollen etwas basteln, aber es will und will uns nicht gelingen. Oder jemand ärgert uns mit Absicht. Oder wir warten endlos auf etwas und verlieren so langsam die Geduld ... Wer kann da noch voll entspannt bleiben?! Wie das Wasser im Kochtopf ist man zuerst noch ruhig, dann aber steigen erste Blasen auf – so ähnlich wie bei uns der Ärger. Wir spannen die Muskeln an. In uns beginnt es zu brodeln. Eine Kraft ergreift uns. Und plötzlich bricht die Wut aus uns heraus: mit Geschimpfe und Groll, Wuttränen und blitzenden Augen. Wut macht uns kampfstark und wagemutig. Zugleich will sie, dass wir blind um uns schlagen.

Wut entsteht, weil wir uns zum Beispiel ohnmächtig oder unverstanden vorkommen, dumm oder verraten fühlen. Es ist okay, wenn wir sie an einem Kissen oder Fussball auslassen. Oder sie allein im eigenen Zimmer herausbrüllen. Wenn wir die Wut aber anderen Menschen entgegenschleudern, gibts meist richtig Ärger. Zudem schaden wir uns selbst. Wut ist nämlich wie ein glühend heisses Kohlestück: Willst du es jemandem um die Ohren hauen, nimmst du es in die Hand – und verbrennst dich selbst daran.

Das Gegenmittel zur Wut ist die Gelassenheit. Diese Ruhe liegt wie ein Schatz in dir drin verborgen. Du kommst ihr näher, wenn du tief und ruhig atmest. Denke dabei an etwas Schönes – so lange, bis du lächeln musst.

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