25. Oktober 2017

Warum weinen wir?

Gabriela Bonin beantwortet Kinderfragen. Diesmal will Dimitri (9) aus Miège VS wissen, warum wir weinen, wenn wir uns weh getan haben.

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Warum weinen wir?

Du fällst, schlägst dir die Hand auf, sie blutet, aua! Der Schmerz rast durch dich hindurch, schon schiessen dir die Tränen hoch – wie auf dieser Zeichnung.

Tränen sind wie Feuerlöscher. Sie können helfen, das Brennen des Schmerzes zu lindern. Daher sagen die einen Forscher, dass wir weinen, um Stress und Schmerz oder auch Trauer und Wut abzubauen. Viele Menschen fühlen sich erleichtert und «gereinigt», nachdem sie geweint haben. Andere reagieren umgekehrt: Sie sind danach erst recht gestresst. Darum gibt es Forscher, die sagen, die Theorie der ersten Forschergruppe sei falsch.

Es gibt viele Erklärungen über das Weinen, und keine ist vollständig bewiesen. So heisst es auch, dass Tränen ein Signal für die Mitmenschen seien: Wenn wir weinen, zeigen wir, dass wir Hilfe brauchen. Oft wird uns dann auch geholfen.

Ob man weint, hängt auch davon ab, wie man erzogen wurde. Als unsere Grossväter noch Buben waren, schimpfte man sie Weichlinge, wenn sie weinten. Sie mussten lernen, ihre Tränen zu unterdrücken und hart mich sich selbst zu sein. Das tut mir leid für sie, weil ihnen diese Härte nicht guttut.

Heute sehe ich dafür oft Kinder, die schon beim kleinsten «Bobo» übertrieben herumheulen. Das tut mir ebenfalls leid. Etwas mehr Tapferkeit würde ihnen besserstehen – und ihnen auch besser durchs Leben helfen. 

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