26. Februar 2020

Türkisblaue Inselträume

Von Früh-Yoga bis Sunset-Drink: Auf den Malediven spielt sich alles am oder im Wasser ab. Das Migros-Magazin hat drei neue Resorts getestet, die in Sachen Genuss und Komfort Massstäbe setzen.

Die Insel für Romantiker: Das neu eröffnete Resort You & Me Maldives.
Die Insel für Romantiker: Das neu eröffnete Resort You & Me Maldives. (Bild: Ibrahim Assad - Asad's Photograp)
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Einatmen, ausatmen. Das eigene Schnaufen im Schnorchel ist alles, was zu hören ist, unterlegt von einem leisen Rauschen. In lauwarmem Wasser schwebt der Körper schwerelos durch Schattierungen von Türkis, Hellblau und Smaragdgrün. Von oben fallen Sonnenstrahlen ins Meer und beleuchten gelbe Anemonenfische, zartviolette Barsche, Füsilierfische in Neonblau, lilafarbene Korallen. Dann erscheinen wie aus dem Nichts die Lieblinge, auf die alle gewartet haben: Delfine. Eine ganze Gruppe silbrig schimmernder Leiber gleitet elegant heran, zur Wasseroberfläche, um in einem scharfen Schlenker nach unten wieder aus dem Blickfeld zu entschwinden. So unvermittelt, wie sie da waren, sind die Tiere wieder weg.

Da erklingt der Ruf des Schnorchelguides Mohamed. Er winkt seine Gruppe zusammen, es geht zurück zum Boot. So schnell ist man in entrückte Sphären ein- und wieder aufgetaucht, wenn man vor der Inselgruppe im Indischen Ozean schnorcheln geht. Nur wenige Zentimeter trennen Aussenwelt und Paradies. Und alles, was es dazu braucht, gibt es in den Resorts zu mieten.

Die Insel für Verliebte

Im Resort You & Me ist der private Zugang zum Meer Standard.
Im Resort You & Me ist der private Zugang zum Meer Standard.

Auch im Resort You & Me ist das so. Hier braucht man aber nicht einmal eine Schnorchel- oder Tauchausrüstung, um in den Ozean einzutauchen: Für das Unterwasserrestaurant H2O steigen die Gäste sechs Meter unter die Wasseroberfläche und haben dort Meeresgetier auf dem Teller sowie – durch dicke Glasscheiben getrennt – im Blickfeld. Hie und da sieht man einen Taucher heranschwimmen, vielleicht schwenkt er eine Tafel mit der Aufschrift «Will you marry me?». Denn die Location ist auf Hochzeitspaare ausgerichtet – und auf Menschen, die es noch werden wollen. Hier lassen sich der Heiratsantrag und die Verlobung spektakulär feiern. Einige der Taucher schwimmen heran, um die Glaswände zu putzen und das Korallenwachstum zu messen. Die Daten werden dem Meeresobservatorium gemeldet und dienen als Basis für den Schutz der Inselwelt.

Auge in Auge mit Fischen, Schildkröten oder gar Delfinen: Im Unterwasserrestaurant H2O des Resorts You & Me. (Bild: zVg)

Aus dem gleichen Grund rezykliert man im You&Me-Resort Wasser und Glas und verzichtet auf PET. Einmal im Monat wird der Restmüll mit einem Boot abgeholt und zur Entsorgung in die Hauptstadt Malé gebracht. Um die Umwelt zu schonen, werden Touristen gebeten, nicht rezyklierbaren Abfall wieder von den Inseln mitzunehmen. Edelweiss Air bietet hier Hand: Auf dem Hinflug von Zürich nach Malé wird dem Fluggast ein Abfallsack angeboten, den er vor dem Rückflug beim Check-In gefüllt abgeben darf. 

1,3 Millionen Touristen besuchen die über 140 maledivischen Resorts jedes Jahr, der grösste Teil kommt wegen des Erlebnisses Ozean. Die meisten Anlagen bieten denn auch von jeder Unterkunft aus einen direkten Zugang zum Meer an.

Mit etwas Glück bekommt man beim Schnorcheln vor den maledivischen Inseln Schildkröten zu sehen.
Mit etwas Glück bekommt man beim Schnorcheln vor den maledivischen Inseln Wasserschildkröten zu sehen. (Bild: zVg)

Die Insel für Wassersportler

Auch in der Residence Maldives Dhigurah gelangt man in wenigen Schritten über eine eigene Treppe oder einen privaten Strand direkt ins glasklare Wasser. Die 173 Villen liegen inmitten eines üppigen Palmenwalds.

Inmitten eines üppigen kleinen Dschungels liegen die Villen des Residence Maldives Dhigurah.
Inmitten eines üppigen kleinen Dschungels liegen die Villen des Residence Maldives Dhigurah.

Für jeden Gast ist vor der Unterkunft ein Velo parkiert, damit gondelt man von der Villa zum Restaurant, von der Reception zum Tauchcenter oder vom Spa zum Hauptpool. Dieser wird frühmorgens zum Treffpunkt von Yogis und Yoginis: Um sieben Uhr steigen sie ins laue Wasser des Infinity-Beckens, klettern auf die wackligen Kunststoffboards und folgen den Anweisungen des Fitnesslehrers mit dem sinnigen Namen Yogesh. Dass man dabei auch mal ins Wasser plumpst, ist Programm, aber kein Problem. Das Wasser ist warm, die Luft ebenfalls, und dies schon morgens um sieben.

Fitnesslehrer Yogesh machts vor: Wer lange genug übt, sieht irgendwann beim Wasseryoga so aus.
Fitnesslehrer Yogesh machts vor: Wer lange genug übt, sieht irgendwann beim Wasseryoga so aus.

Neben allen möglichen Wasseraktivitäten von Tauchen bis Windsurfen bietet dieses Resort auch Kochkurse an, und ein ganz besonderes Picknick: Es findet auf einem winzigen Eiland aus schneeweissem Sand statt, inmitten von hellblauem, knietiefem Wasser. Ansonsten gibt es hier nichts, nur Sonnenschirme. Man sollte sich also gut überlegen, ob man sich auf die Insel chauffieren lassen will – und mit wem: Das Motorboot des Caterers setzt die Picknicker mit Decken, Kühlboxen und Bentoboxen – gefüllt mit köstlichen Salaten, Sandwiches und Obst – auf der Insel ab und holt sie frühestens nach zwei Stunden wieder ab.

Auf den Malediven lockt nicht nur das türkisfarbene Meer, sondern auch eine Fülle exotischer Pflanzen.

Schaumsuppe und Wabbelperlen

Kulinarische Erlebnisse der Sonderklasse erwarten den Gast im Resort Pullman Maamutaa. Hier herrscht ein Küchenchef mit Visionen über vier Restaurants: Phillippe Wagenführer, gebürtiger Elsässer und späterer Weltenbürger. Er hat sich nicht nur schmackhaftes Essen auf die Fahne geschrieben, sondern auch Nachhaltigkeit.

Der inseleigene Gemüsegarten liefert die Nahrung für das Hotelrestaurant.
Der inseleigene Gemüsegarten liefert Nahrung für das Hotelrestaurant.

So kommt es, dass man im Inselinnern einen Gemüsegarten antrifft, mit Tomaten, Gurken, Erbsen, Zucchetti und anderen Gemüsen sowie vielen Kräutern. Weitere Gewächse sollen folgen, unter anderem Kakaobäume. Und eine kleine Schokoladenfabrik gleich dazu, sodass die Erzeugnisse auf möglichst kurzen Wegen in die Küche des «Phat Chameleon» wandern. Das Restaurant umgibt den Garten mit einem Indoor-Teil und zahlreichen Open-Air-Tischen. In der Küche wacht Wagenführer darüber, dass die vegetarischen Menüs seinen hohen geschmacklichen und ästhetischen Ansprüchen genügen. Es sind pikante Suppen, die aus Schaum zu bestehen scheinen und erst mit einem Guss flüssiger Schokolade vor den Augen des Gastes vollendet werden. Oder wabbelige Perlen, die im Mund zunächst nach nichts schmecken, sich aber beim Draufbeissen als purer, vollaromatischer Himbeersaft entpuppen. Oder aber ein Tofu, der manchen Gast sein Fleisch glatt vergessen lässt.

Das Pullman Maamutaa ist der perfekte Ort für Geniesser: Unter anderem sorgt das üppige Frühstücksbuffet mit frischen Früchten dafür.

Für gesunde Ferien ist das Pullman Maamutaa so ideal wie für Genussmomente. Sonnenuntergänge zieht man sich bei einem Drink in der Sunset Lounge rein, Regenstunden verbringt man im lichtdurchfluteten Spa, noch vor dem «Healthy Breakfast» begrüsst man den Tag beim Früh-Yoga mit Blick auf den Sonnenaufgang. Ausatmen, einatmen.

Diese Reportage entstand auf Einladung von Maldives Marketing & PR Corporation. Infos: visitmaldives.com

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