17. Dezember 2017

Tipps für weniger Hektik in der Festtagsküche

12 Tipps, damit auch in der Küche noch etwas Festlichkeit gelebt werden kann.

12 Tipps, damit das Monster mit Namen Weihnachtsstress vor der Küchentür bleibt.
12 Tipps, damit das Monster mit Namen Weihnachtsstress vor der Küchentür bleibt.
Lesezeit 3 Minuten

Alle Jahre wieder: Mit Herannahen des Weihnachtsfests geht es nicht entspannter oder gar besinnlicher zu, sondern manch einem schnürt es die Kehle zu, wenn er an die Zubereitung des Festessens denkt. Das muss nicht sein. Hier meine Tipps für entspannte kulinarische Festtage.

  • Verabschieden Sie sich davon, eine personifizierte Reinkarnation aller Sterneköche zu sein. Die haben eine ganze Küchenbrigade hinter sich und kochen daheim meist äusserst simpel.
  • Passt der Vogel in den Ofen? Das ist kein Scherz. Mir ist das einmal mit einer grossen Bratform passiert. Das vermeintliche Schnäppchen für grosse Braten passte schlichtweg nicht in meinen Ofen in der Schweiz.
  • Plant! Und zwar entweder altmodisch mit Papier und Stift oder mit einer App. Ich bin ein grosser Fan der App Wunderlist. Dort führe ich Listen, was noch wo einzukaufen ist. Und eine Liste für den Weihnachtstag, auf der ich minutiös plane. Das mache ich auch sonst, wenn sich Besuch ankündigt und ich ein grösseres Menü plane. Ich rechne grosszügig vom Essenszeitpunkt zurück und kalkuliere. Den Plan für den Festtag mache ich auf Papier und hake kontinuierlich ab. Es gibt nichts Befriedigenderes, als die einzelnen Punkte abzuhaken und langsam fertig und festlich zu werden. Und immer dran denken: Gerade Desserts benötigen in der Zubereitung oft Kühlung über mehrere Stunden. Die muss man natürlich mit einplanen. Nicht, dass du um 17 Uhr mit der Pannacotta fertig bist und dann merkst, dass sie noch für vier Stunden in den Kühlschrank muss.
  • Alles, was sich gut lagern lässt, kauft man selbstverständlich schon mindestens zehn Tage vor dem Fest. Und vergesst nicht: Schon kurz nach Weihnachten öffnen die Läden auch schon wieder. Es wird schon keiner verhungern. Der Run auf die Geschäfte am Heiligen Abend ist unbegreiflich. Noch ein paar frische Zutaten, ok. Aber die Getränke können schon längst gut gekühlt daheim stehen.
  • Delegiere – auch um zu überleben! In keiner Restaurantküche der Welt ist eine Person verantwortlich für alle Gänge und jedes Detail. Du übernimmst die Aufgaben, die du gern machst. Du kannst ja jemanden bitten, ein bestimmtes Dessert mitzubringen. Oder bitte jemanden, beim Rüsten des Gemüses zu helfen. Verwandte mit Deko-Gen dürfen gern den Tisch decken. Wenn dabei etwas schiefgeht, bist du zumindest nicht dafür verantwortlich. Leute, die du nicht magst, bittest du, sich um den Abwasch zu kümmern (der kleine Scherz sei mir erlaubt …)
  • Es spricht nichts dagegen, zum Beispiel ein Dessert bereits am Vortag oder sogar einige Tage im Voraus zuzubereiten. Ein Parfait muss dann am Weihnachtsabend nur noch aus dem Tiefkühler genommen werden.
  • Beginne den grossen Tag mit Lachsbrötli oder einem feinen Schinkensandwich oder sonst etwas, das du besonders gern hast. Auch für dich ist Weihnachten! So bekommst du auch eine gute Grundlage für das Cüpli, das später kommt.
  • Truthahn, Ente oder Gans sind im Ofen, aber ihr bräuchtet dringend noch einen Ofen? Geduld. Sobald der Vogel fertig ist, darf er ruhen. Bis zu einer Dreiviertelstunde kann er vor dem Servieren bei Zimmertemperatur und gut abgedeckt ruhen. In der Zwischenzeit können Ofenkartoffeln oder –gemüse in den Ofen.
  • Das Mittagessen (wenn nicht gerade dazu eingeladen wurde) lasse ich gern aus. Meist frühstückt man ja weihnachtlich, und kurz nach dem Mittag stehen schon wieder Kuchen und Guetsli auf dem Tisch, bevor es dann abends das grosse Finale mit anschliessendem Völlegefühl gibt. Also: Mittagessen ausfallen lassen oder allenfalls Brot, Käse und Charcuterie bereitstellen.
  • Keine Routine beim Bewirten grösserer Gruppen? Fixfertige Produkte zu verwenden, ist keine Schande. Es gibt feine Fondue-chinoise-Saucen im Delikatessenladen, die den hausgemachten in nichts nachstehen. Aber sie sollten von bester Qualität sein. Auch Desserts gelingen so schnell: Aus frischen Früchten, einer Minischnitte eines gekauften Schokoladen-Fondant-Kuchens und einer Kugel fertigen Glaces wird ein Menügang der im Gedächtnis bleibt.
  • Wie bei jedem Kochen: Stetig gebrauchtes Geschirr oder Utensilien wegräumen bzw. abwaschen. Sonst graut einem schon im Vorfeld der heiligen Nacht vor dem nächsten Tag.
  • Last, but not least: Ich bin immer für ein wenig mehr Glitter. Nein, nicht dieser fiese Glitter, den man gut gemeint auf den Tisch streut und den man dann noch monatelang überall wiederfindet. Nein, ich meine Granatapfelkerne: Die bringen Farbe und Glanz auf Salate, Apéroplatten, Kuchen und Desserts. Man kann sie bereits fertig ausgelöst kaufen. Sie sind ein kleines Ass im Ärmel. Also: mehr Glitter!

Und nun ihr: Wie gestaltest du das Weihnachtsfest entspannter? Was kommt bei dir auf den Tisch?

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