27. Oktober 2018

«This is Halloween!»

Für unsere Stadt-Land-Kolumnistin sind Halloween und der Europapark quasi untrennbar. Ein bittersüsser Ausflug.

Kürbis
Unsere Kolumnistin ist vom bösen Halloween-Zauber infiziert. (Bild: unsplash.com)
Lesezeit 2 Minuten

So gross die Unterschiede in unserem Land zwischen Städtern und Dörflern und allen Auswüchsen dazwischen auch sind – etwas haben wir Schweizerinnen und Schweizer gemeinsam: In unregelmässigen Abständen packen wir voller Vorfreude Proviant in unsere Rucksäckli und fahren los in Richtung Europapark in Rust. Dort gehts dann einen Tag lang drunter und drüber, rückwärts und im Looping. Wir essen Flammkuchen in Frankreich, Donuts in Luxemburg, trinken ein Bier im Bayrisch-Badischen Biergarten.

Angst und Freude, Hunger und Übersättigung – nirgendwo sonst folgen die Gegensätze des menschlichen Befindens so schnell aufeinander. Denke ich an den Europapark, kommt mir immer auch Halloween in den Sinn. Der Zufall will es, dass ich bis jetzt fast ausschliesslich im Herbst in Rust war. Und dort gilt offensichtlich: Herbst gleich Halloween. Schon vom Parkplatz aus höre ich jeweils den furchteinflössend hohen Gesang, zu dem die Besucher den Park betreten. «This is Halloween, this is Halloween!», verfolgen einen die Stimmen. Vom ersten Moment an bin ich infiziert. Ausserhalb des Europaparks kann ich mit dem importierten Feiertag nicht viel anfangen. Aber zwischen Gruselkabinetten und Achterbahnen, die als übergrosse Kürbisse verkleidet sind, kann ich mich dem bösen Zauber nicht entziehen.

Zombies auf Stelzen lauern hinter den Ecken, Skelette hocken auf Strohballen, ausgehöhlte Kürbisköpfe funkeln. Ich bin begeistert von den geschminkten Gesichtern und gruseligen Melodien: Es ist ein Traum, gefangen im Albtraum! Daraus erwache ich, sobald ich auf dem Heimweg bin. Das Halloween-Fieber ist für dieses Jahr gestillt.

Und jetzt? Brauche ich neue Christbaumkugeln!

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