04. Oktober 2018

Test: So ist das neue iPhone XS Max

Apple baut das grösste und teuerste iPhone aller Zeiten. Wir haben uns eingehend mit dem neuen Gerät beschäftigt und finden: Man spart besser auf den nächsten Wurf.

iPhone XS Max
Das neue iPhone XS Max ist vor allem eins: gross. (Bild PD)
Lesezeit 3 Minuten

Geschenkt, dass das neue iPhone XS Max das schnellste seiner Art ist und vor allem bei schwachen Lichtverhältnissen schönere Fotos schiesst als alle seine Vorgänger. Apple macht sein wichtigstes Produkt ja jedes Jahr ein Stückchen besser, das ist heuer nicht anders. Geschenkt hingegen gibts das Telefon nicht – ganz im Gegenteil: Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 1300 bis 1800 Franken ist das neue Apfeltelefon das teuerste seiner Art überhaupt. 

Besonders fies: Bei den drei angebotenen Speicherkapazitäten fehlt ausgerechnet die, die wohl am meisten gekauft würde: 128 GB. Verkauft werden nur 64, 256 und 512 GB. Warum das bei Apple System hat, ist klar: Nirgends verdient der Konzern so viel wie beim Speicher. Laut Bloomberg ist der Einkaufspreis für diese Komponente noch halb so teuer wie vor Jahresfrist. Und weil Apple diese Ersparnis nicht an die Konsumenten weitergebe, könne der Konzern mit dem «Speichertrick» die Rentabilität seiner Geräte erhöhen.

Viel Power und eine Alternative

Nun, was erhalten Käufer für das viele Geld? In der Verpackung stecken das iPhone XS Max, ein passender Kopfhörer und ein Ladekabel. Das Telefon selbst hat mit einem kristallklaren 6,5-Zoll-Bildschirm das grösste Display, das Apple je gebaut hat. Es ist so gross, dass es zwar zum Anschauen von Bildern und Videos hervorragend geeignet, aber trotz langer Finger mit einer Hand nur mühselig zu bedienen ist. Erschwerend hinzu kommt sein Gewicht von 200 Gramm. Das Gerät ist aber mit (praktisch) randlosem Bildschirm sauber, formschön und stabil verarbeitet; und dank Glasoberfläche trotz reichlich Gewicht griffig.

Wers handlicher mag, kann zum «nur» 180 Gramm schweren Bruder iPhone XS mit 5,8-Zoll-Bildschirm greifen – und dabei erst noch 100 Franken sparen. Abgesehen von den erwähnten Unterschieden und einer leicht kleineren Batterie müssen Käufer des XS keine Abstriche machen: In beiden Geräten steckt tupfgenau dieselbe Technik – ein Novum bei Apple.

Doch die Unterschiede der Neulinge zum direkten Vorgänger iPhone X sind im Alltag kaum spürbar, obwohl der Hersteller von stark verbessertem Display, Tempo, Sound und Kamera spricht. Das liegt allerdings nicht nur am iPhone XS Max, sondern auch an den Stärken des iPhone X: Dieses Gerät ist noch zu gut, um schon ersetzt zu werden. Es zeigt sich erneut, dass Apple in einem Zwischenjahr sein Pulver nicht verschiessen will. Grosse Updates gibts bei den Kaliforniern turnusgemäss nur jedes zweite Jahr.

Die erwähnten Geräte sind erhältlich bei Digitec.ch und Melectronics.ch .

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