27. Juli 2017

Test: New Nintendo 2DS XL

Warum es sich in Zeiten von Smartphones und Apps noch lohnt, einen Gameboy zu kaufen.

Nintendo New 2DS XL
Ideal für ein Spielchen zwischendurch: Nintendo New 2DS XL (Bild: zVg).
Lesezeit 2 Minuten

Ob zur Unterhaltung, zur Ablenkung oder einfach aus Langeweile: Ein Spielchen zwischendurch tut Jung und Alt gut. Doch seit es Smartphones gibt, ist es um Handhelds wie den altehrwürdigen Gameboy und seine zahlreichen Nachfolger ruhig geworden. Schade eigentlich, denn Hosentaschenkonsolen, wie die diese Woche erscheinende Nintendo New 2DS XL, haben durchaus ihre Vorteile gegenüber den Handys.

Hersteller Nintendo ist seit Jahrzehnten stark darin, aus leistungsschwachen (und damit entsprechend günstigen) Geräten möglichst viel herauszuholen. Der «2DS XL» kommt mit derselben Ausstattung wie sein teureres Pendent «3DS XL», allerdings ohne die – subjektiv ohnehin unnötigen – 3-D-Effekte. Das sorgt für ordentlich Tempo und Spielspass. Analog zu älteren Geräten derselben Reihe bietet der 2DS XL zwei Bildschirme, die jeweils etwas über vier Zoll gross sind. Dazu gibts ein Steuerkreuz, einen Joystick und vier Actionknöpfe. Neu lässt sich das Spielgerät zusammenklappen, um es beispielsweise in der Hosentasche zu verstauen.

Während die vielfältige Art der Bedienungsmöglichkeiten den Handheld von Smartphones abhebt, fallen die Bildschirme (deutlich) zurück. Zwar ist es spannend, wenn Spiele beide Displays nutzen und diese kombinieren, aber die Qualität der Anzeige fällt gegenüber den Möglichkeiten von Smartphones merklich zurück (zulasten der Optik, nicht des Spielspasses). Zugute kommt dies ausserdem der Akkulaufzeit des 2DS XL – allerdings zu gering: Bei einer so schwachen Displayauflösung (400 x 240 Pixel) müsste diese deutlich über den rund drei bis sechs Stunden liegen, die je nach Nutzung höchstens erreicht werden.

Punkto Spiele lässt die New Nintendo 2DS XL keine Wünsche offen. Dies vor allem weil sämtliche alten und neuen DS- und 3DS-Games kompatibel sind und sich problemlos nutzen lassen. So gibt es sowohl als Occasion wie im angeschlossenen Onlineshop genügend Möglichkeiten, für kleines Geld neue Spiele zu kaufen und diese sofort auszuprobieren.

Und wer auf das bisschen Smartness nicht verzichten kann, wird ebenfalls bedient: Mit an Bord sind ein relativ simpler Internetbrowser und ein MP3-Spieler. Typisch für Nintendo ist der Elternmodus, bei dem bestimmte Gerätebereiche für den Nachwuchs gesperrt werden können.

Fazit: Rundum gelungenes Gerät

Abgesehen von der schwachen Akkulaufzeit, gibts am New Nintendo 2DS XL nichts auszusetzen. Das Gerät bietet viele Games für wenig Geld und clevere Bedienungsmöglichkeiten für Jung und Alt – wobei die Hauptzielgruppe Nintendos, die Teenager, am meisten Freude am derzeit modernsten «Gameboy» haben dürften.


Der New Nintendo 2DS XL ist bei Melectronics.ch für 179 Franken erhältlich.

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