20. Juli 2017

Test: JBL Playlist

Nur Schall und Schall. Aber sowas von richtig.

JBL Playlist
Ein kompakter Musikspieler für zu Hause.
Lesezeit 2 Minuten

Auf den ersten Blick sieht der Lautsprecher JBL Playlist nach nichts Besonderem aus: etwa so gross wie ein Kilo Ruchbrot, schlicht, ohne Fernbedienung, herausstehende Knöpfe oder Lautstärkeregler und wahlweise in Schwarz oder in Weiss gepinselt.

Hinter der Schale steckt aber keineswegs ein weicher Kern, sondern ein intelligenter. Der JBL-Musikspieler kommt mit Googles Streamingdienst Chromecast. Das hat viele Vorteile (und ein paar Nachteile) gegenüber der klassischen Drahtlosverbindung per Bluetooth.

Das spricht für Chromecast

  • «Chromecast» ist integraler Bestandteil des Google-Betriebssystems Android. So lässt sich praktisch jede Musik drahtlos an den JBL «werfen».
  • Die Musik wird nicht vom Handy abgespielt, sondern direkt vom jeweiligen Streaminganbieter, zum Beispiel Spotify, bezogen. Das bedeutet, dass trotz aktiver Verbindung zum Lautsprecher problemlos Handyvideos angesehen und sogar telefoniert werden kann.
  • Anders als bei einer Bluetoothverbindung wird die Musik nicht komprimiert – ein hörbarer Unterschied. Ausserdem reagiert der JBL pfeilschnell bei der Songwahl.

Und das ein bisschen dagegen

  • Die einzige Möglichkeit, sein Smartphone mit dem JBL zu verbinden, ist die Home-App von Google. Ausser man will die ebenfalls zur Verfügung stehende Bluetoothschnittstelle nutzen, aber das sollte man nicht tun wollen.
  • Nicht jede Musik auf dem iPhone kann abgespielt werden – der jeweilige Musikdienst muss mit «Chromecast» kompatibel sein. Spotify, Pandora, Vevo, TuneIn, Youtube und Deezer sind unter vielen anderen dabei, aber wichtige Player wie «Apple Music» oder «Amazon Prime Music» fehlen.

Damit der JBL funktioniert, benötigt er eine Verbindung zum heimischen WLAN – dieser einmalig notwendige Vorgang bringt man über die Google-Home-App zackig hinter sich. Anschliessend wird der gewünschte Streamingdienst gestartet, die Verbindung zum JBL per Fingertipp hergestellt – insgesamt benötigte Zeit: weniger als eine Minute.

So klingt der JBL Playlist

Ausschnitt aus Mozarts «Eine kleine Nachtmusik», aufgenommen mit dem iPhone 7.

Seine Soundqualität ist für die Grösse des Musikspielers überraschend gut. Klare Töne, gute Bässe, wahrnehmbare Höhen und Tiefen. Am nur 169 Franken teuren Gerät gibt es nichts auszusetzen – höchstens ein integrierter Akku hätte dem JBL Playlist gutgetan.


Der Lautsprecher «JBL Playlist» ist in schwarzer und weisser Farbe für 169 Franken bei melectronics.ch erhältlich.

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