13. Juni 2018

Test: Fitbit Versa

Es dauert ungewöhnlich lange, bis die Fitbit Versa fertig eingerichtet und startklar ist. Lohnt sich die Wartezeit von rund einer Stunde?

Test Fitbit Versa
Geht das gut? Fitbit Versa will gleichermassen Smartwatch und Fitness-Tracker sein. (Bild: zVg)

Versa wird eingerichtet ...

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Wird synchronisiert ...

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Wird installiert ...

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Versa ist bereit. «Na endlich», entfährt es mir erleichtert. Eine geschlagene Stunde ist vergangen, seit ich die Fitbit-App auf meinem Smartphone installiert und den Einrichtungsprozess gestartet habe. Was in dieser Zeit genau passiert ist, bleibt unklar. Konkurrenzprodukte erledigen dasselbe in wenigen Minuten. Item, es ist ein einmaliger Vorgang und dementsprechend gibts Wichtigeres.

Fitbit Versa

Wichtig ist, ...

  • ... dass die Uhr bequem zu tragen ist. Das ist sie dank des leichten Gewichts und der angenehmen Unterseite selbst bei hohen Temperaturen.
  • ... dass sie sich einfach bedienen lässt. Auch das ist der Fall: Ein Schritt-für-Schritt-Tutorial erklärt, wie alles funktioniert. Schwer bis gar nicht verständlich ist bloss, wieso sich Einstellungen wie zum Beispiel die Auswahl des Zifferblatts oder das Einrichten der Bezahlfunktion nur via Fitbit-App – und nicht an der Uhr selbst – vornehmen lässt.
  • ... dass die Fitbit Versa gut aussieht. Das ist zwar subjektiv, aber mir persönlich gefällt sie, abgesehen vom relativ dicken Displayrand, gut.
  • ... dass der Tracker wasserdicht ist, damit er auch beim Schwimmen genutzt werden kann. Laut Hersteller ist dies bei der Versa bis 50 Meter gewährleistet.
  • ... dass der Fitnesstracker die Bewegungen des Trägers exakt dokumentiert und aufzeichnet. Auch hier gibts nichts zu beanstanden. Im Test wurden zurückgelegte Schritte, gestiegene Treppen und geschlafene Stunden stimmig gemessen.
  • ... dass die Uhr über ein integriertes GPS-Modul verfügt. Nur so kann ein Fitnesstracker beim Velotraining Entfernungs- oder Geschwindigkeitsangaben mitliefern. Dieses fehlt bei der Versa. Sie kompensiert das, indem sie GPS-Daten bei bestehender Bluetooth-Verbindung vom Smartphone bezieht. Das bedeutet zwar, dass das Handy beim Training dabei sein muss, dafür bietet die Uhr eine Akkulaufzeit von mehreren Tagen.
  • ... dass die Uhr eine sinnvolle Mischung aus Smartwatch und Fitnesstracker mit klarem Fokus ist. Dieser Punkt macht in meinen Augen die grösste Stärke der Fitbit Versa aus. Sie will in erster Linie ein Fitnessgerät sein und beschränkt deshalb die «smarten» Funktionen auf ein absolutes Minimum: Sie ermöglicht Musikhören via den Dienst Deezer (oder eigene MP3-Dateien), kontaktloses Bezahlen (unterstützt werden in der Schweiz u.a. Cembra Money Bank, Cornèrcard, UBS oder Viseca) und zeigt Benachrichtigungen vom gekoppelten Smartphone (anstehende Termine, neue Nachrichten etc.) – that's it. Und das ist gut so. Aufs Checken von E-Mails, Sprachsteuerung oder vom Erfassen von Notizen oder gar das Gaming kann ich nämlich getrost verzichten.

Fazit: Fit > Smart

Hersteller Fitbit will mit seiner Versa Smartwatch und Fitness-Tracker in einem sein. Ganz gelingt ihr das nicht, weil sie klassischen Smartwatches von Apple, LG oder Samsung nicht das Wasser reichen kann. Dafür überflügelt sie die Konkurrenz in anderen Bereichen: Fitbit Versa ist ein erstklassiger Fitnesstracker, der nur die nötigsten smarten Funktionen mitbringt. Das gefällt denen, die die Uhr vor allem fürs Überwachen des eigenen Trainings verwenden und für den Rest das Smartphone nutzen. Ebendieses Smartphone bleibt trotz Fitbit Versa ein treuer Begleiter, weil ihr ein GPS-Modul fehlt. Dafür stimmen Akkulaufzeit (hoch) und Preis (niedrig). Die Fitbit Versa ist eine gute Wahl – trotz langer Wartezeit beim Einrichten.


Das Testgerät wurde von Melectronics für zwei Wochen zur Verfügung gestellt. Fitbit Versa ist bei Melectronics.ch in verschiedenen Farben erhältlich.

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