13. Juli 2017

Test: DJI Spark

Sie ist kaum grösser als eine Handfläche und zählt drum zu den kleinsten Drohnen der Welt. Gerade weil die Steuerung per Smartphone überaus knifflig ist, sollte der Flieger mit Bedacht genutzt werden. Ein Drama in sechs Akten.

Mini-Drohne DJI Spark
Die knifflige Steuerung der DJI Spark macht den Tester nass.
Lesezeit 2 Minuten

1. Akt: Die Vorbereitung

Die Minidrohne ist zackig eingerichtet. Es genügt, die zugehörige App auf das Smartphone zu installieren, eine Verbindung zur Drohne herzustellen, und schon kanns losgehen. Theoretisch. Zuerst müssen noch die ganzen Sicherheitshinweise gele... übersprungen werden, und der Nutzer muss einwilligen, nicht in Drohnenflugverbotszonen reinzufliegen. Das Ganze ist nämlich ziemlich genau reglementiert , wissen das Bundesamt für Zivilluftfahrt und ein Schweizer Technikblog .

2. Akt: Die Flugstunde

Wer will, kann vor der ersten Flugstunde ein Tutorial absolvieren, um die wichtigsten Steuerungskniffe zu lernen. Auf den ersten Blick scheint das sehr simpel: Es wird eine Art Joystick auf dem Bildschirm eingeblendet, der mit den Fingern bedient wird. Die Drohne reagiert recht zuverlässig und fliegt dahin, wo sie soll. Auf dem Display blinkts sogar warnend, wenn ich zu hoch fliege oder sonst etwas falsch mache.

3. Akt: Die Welt scheint in Ordnung

Ich werde euphorisch. Per Schieberegler weise ich die «DJI Spark» zur Landung an. Ohne weiteres Zutun kehrt das Fluggerät zu seinem Startpunkt zurück und landet auf der ausgestreckten Hand. Somit ist das Tutorial beendet, und die App meint, ich sei bereit für die freie Wildbahn, quasi. Also auf ins Gefecht ...

4. Akt: Das Unheil nimmt seinen Lauf

Plötzlich ist die Steuerung nicht mehr so einfach. Der Joystick scheint nicht mehr so feinfühlig zu reagieren wie zuvor, und die Drohne macht sich – gefühlt – mehr oder weniger selbständig. Statt geradeaus zu fliegen, steigt sie empor und dreht ihre Runden vier oder fünf Meter über unseren Köpfen. Auch landen will die «DJI Spark» nicht mehr oder zumindest nicht da, wo ich das gern hätte.

5. Akt: Der Unfall

Bei der Auswahl des Testgeländes fragte ich mich von vornherein schon, ob die Nähe zum Wasser nicht zu meiden sei. Doch als bekennender Optimist schien mir die Zürcher Limmat kein wirkliches Hindernis zu sein, das nicht zu umsteuern wäre. Aber man kann sich täuschen: Ohne dass ich es gewollt hätte, dreht die Drohne eine Runde über dem Fluss, kracht bei ihrer Rückkehr ins Geländer – und – plumpst fünf Meter nach unten. Platsch!

6. Akt: Die Rettung

Nun, was bleibt zum Schluss noch zu sagen? Die «DJI Spark» ist eine Drohne, deren Steuerung überaus knifflig ist. Sie bewegt sich recht eigenwillig und tut nicht immer, was man ihr befiehlt. Gerade weil die Behörden die Drohnenfliegerei – zu Recht – so stark beäugen, ist Vorsicht geboten. Doch wer Freude daran hat, sich viele Flugstunden gönnt, muss vielleicht nicht zu einer Rettungstat im kühlen Nass schreiten. Aber nur vielleicht.



Die DJI Spark gibts in verschiedenen Ausführungen ab ca. 600 Franken. Hier gehts zum Drohnensortiment bei melectronics.ch.

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