24. August 2017

Test: Asus Zen AiO

Im All-in-one-Gerät von Hersteller Asus stecken – wie der Name verrät – Computer und Bildschirm zugleich. Der Test verrät Vor- und Nachteile des edlen Stücks.

Asus Zen AiO
Asus Zen AiO: Aus Computer und Bildschirm werden eins.
Lesezeit 3 Minuten

Die Schachtel, in der der «Zen AiO» von Hersteller Asus steckt, verspricht Grosses. Doch die Hälfte des Volumens ist mit Styropor und Plastik ausgefüllt, sodass man sogar ein klein wenig enttäuscht ist, wenn man das zunächst winzig anmutende Gerät, das PC, Bildschirm und Lautsprecher vereint, erstmals auf den Schreibtisch stellt.

Doch der erste Eindruck ist falsch: Die Bildschirmdiagonale von 27 Zoll ist optimal fürs Homeoffice. Gross genug, um Browserfenster, Officedokument und Outlook nebeneinander darstellen zu können, aber ohne dabei zu viel Platz wegzunehmen. Nebst dem All-in-one-Gerät selbst gehören nämlich nur noch Maus und Tastatur auf den Schreibtisch. Diese werden zwar mitgeliefert, müssen aber noch mit dem Gerät gekoppelt werden. Wie das funktioniert, ist jedoch nicht auf Anhieb verständlich: In der silbrigen Maus steckt ein daumennagelgrosser Adapter, der rausgefriemelt und in einen der sechs freien USB-Steckplätze gestöpselt werden muss. Nicht an Bord ist eine Touchfunktion – das ist aber kein Verlust, weil verschmierte Displays ohnehin keinen Mehrwert bieten.

Vorinstallierte Programme sind unnötig

Nach dem ersten Start fällt auf, dass Hersteller Asus zahlreiche Programme aufs Gerät vorinstalliert. Dazu gehören unter anderem Apps von Facebook, Netflix und Xing, die Spiele Candy Crush Soda Saga, Minecraft und March of Empires und ein Virenschützer von McAfee. Praktisch sagen die einen, bevormundend findens die anderen – zu denen ich mich selbst zähle. Unter dem Strich sind solche Kooperationen nämlich nur willkommene Einnahmequellen für Asus, die der Hersteller über einen tieferen Verkaufspreis an die Kunden weitergibt – oder auch nicht.

Die Ausstattung des Geräts ist auf den Einsatz im Home-office abgestimmt. Je nach Budget können Speicherplatz, Arbeitsspeicher und Festplattenkapazität hinzugekauft werden – doch für die gängigsten Büroarbeiten ist die Minimalausstattung ausreichend. Wer zusätzlich mit grossen Bilddateien und Videos arbeiten oder zwischendurch ein Computerspiel zocken will, sollte allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen, sich das eine oder andere GHz und GB gönnen, um punkto Performance keine Enttäuschung zu erleben. Was punkto Ausstattung heraussticht, ist der integrierte Lautsprecher von «Harman/Kardon», der satte Bässe und klare Töne liefert, und alles mitbringt, was das Musik- und auch Heimkinoherz begehrt. Für Letzteres müssen die Inhalte aber entweder gestreamt werden oder ein externes DVD-Laufwerk hinzugekauft werden.

Fazit: Fleissig und schön

Der All-in-one von Asus muss sich nicht verstecken – weder optisch noch leistungsmässig. In edles Grau gehüllt, macht er auf jedem Schreibtisch eine gute Falle. Darüber hinaus ist seine Ausstattung stimmig und bietet für einen fairen Marktpreis von unter 1300 Franken genau das, was sie in einem Homeoffice leisten muss. Was der Asus Zen AiO nicht bietet, ist Mobilität. Das Gerät ist kompromisslos auf stationäres Arbeiten ausgerichtet. Nachteilig auf die Produktivität auswirken könnte sich, besonders in gut ausgeleuchteten Räumen, nicht zuletzt das leicht spiegelnde Display, das aber zum Glück ohne Touchfunktion daherkommt.


Der Asus Zen AiO ist ab ca. 1280 Franken im Fachhandel, zum Beispiel Digitec , erhältlich. Alle Infos zum Gerät: Website des Herstellers

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