10. Juli 2019

Stressfrei Autofahren mit Kindern

Wie lautet das Geheimnis einer stressfreien Autofahrt mit Kindern? Gute Planung und verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten. Mit unseren zehn Tipps kann die Fahrt in die Ferien sogar Spass machen.

Illu: Kind in Spielzeugauto
Ein No Go: das Kind allein im Auto lassen... (Bild: iStock)
Lesezeit 3 Minuten

«Sind wir bald da?» Eltern kennen diese Frage, die Kinder vorzugsweise in einem quengeligen Ton stellen. Bloss, wer hat schon Lust, sich diesen Satz auf der ganzen Autofahrt immer wieder anzuhören? Darum ist ein Unterhaltungsprogramm für die Kinder wichtig – je länger die Ferienfahrt mit dem Auto dauert, desto mehr. Zehn Vorschläge, wie man es schafft,ohne viel Geschrei oder Ohrenstöpsel ans Ziel zu gelangen:

1. Spielmaterialien einpacken


Zahlreiche Spiele sind speziell für unterwegs im Kleinformat erhältlich. Es gibt Malbücher, die bereits mit einem Farbstiftset oder Kugelschreiber ausgestattet sind. Für Kuscheltiere, Puppen, kleine Spielfiguren und Spielzeugautos gibt es praktische Aufbewahrungstaschen, die an den Rückseiten der Vordersitze befestigt werden können. Ebenfalls nützlich ist ein Beutel mit neuen Spielsachen. So gewinnt man manchmal wertvolle Minuten bis zum nächsten Rastplatz. Achtung: Bücher und Zeitschriften für die Kleinen (und die Grossen) machen nur Sinn, wenn es einem beim Lesen nicht schlecht wird.

2. Musik in Variationen


Am besten packt man eine Auswahl an Musik ein, die für jede Altersklasse etwas bietet. Eine gute Idee ist es, Lieder und Geschichten im Voraus selber auf CD oder MP3 zusammenzustellen. Wenn sich Langeweile breitmacht, sorgt auch das Spiel «Lieder raten» für Spass.

3. Gruppenspiele


Bei Gruppenspielen ist alles möglich: Verkehrsschilder erkennen oder sich eine Bedeutung für diese ausdenken; in der Landschaft alles mit einer bestimmten Farbe finden; «Ich sehe was, was Du nicht siehst» spielen; Ratespiele machen (zum Beispiel: «Ich denke an ein Tier, das ist schwarz-weiss»); Witze erzählen oder Rätselaufgaben stellen.

4. Die Kreativität fördern


Nur weil die Kinder im Auto sitzen, heisst das nicht, dass sie sich regungslos verhalten müssen. Fenstermalstifte etwa geben den Kindern das Gefühl, sich ein bisschen zu bewegen, und die Farbe lässt sich nachher mit einem Tuch einfach wieder abwischen. Oder man gibt den Kleinen eine Wassermalmatte, auf der sie beliebig viele Kunstwerke entwerfen können.

5. Etwas Bildschirmzeit


Irgendwann kommt trotz aller Bemühungen der Moment, in dem die Erwachsenen an ihre Grenzen kommen. Bevor alle in Hysterie ausbrechen, ist es immer noch besser, den Kindern zu erlauben, auf dem Tablet zu spielen oder einen Film zu schauen. Am besten legt man dafür einen begrenzten Zeitraum fest. Es gibt übrigens kleine tragbare DVD-Player, die sich an den Kopfstützen der Vordersitze befestigen lassen.

6. Pausen machen


Pausen müssen sein! Damit sich alle die Beine vertreten, auf die Toilette gehen oder spielen können. Je nach Reisedauer sind auch längere Pausen sinnvoll, in denen ein Picknick oder ein Nickerchen Platz hat – oder sogar die Besichtigung eines interessanten Orts. Manchmal ist es auch ratsam, auf halber Strecke eine Unterkunft zu buchen und dort zu übernachten.

7. Imbisse vorbereiten


Klar, Essen und Trinken für unterwegs mitzunehmen, ist ein Muss. Schliesslich kann man auch mal in einem Stau festsitzen, was die Reise schier unendlich verlängern kann. Dabei darf die Verpackung auch mal etwas aus dem Rahmen fallen: Fruchtmus in der Tube oder Müesli- und Fruchtriegel bringen Abwechslung.

8. Auf Komfort setzen


Hohe Luftqualität ist eine Grundvoraussetzung für eine angenehme Fahrt. Rauchen ist ein ­No-Go, regelmässiges Lüften muss sein, auch wenn die Klimaanlage eingeschaltet ist. An den hinteren Fenstern befestigt man am besten ­einen Sonnenschutz. Wird es trotzdem sehr heiss im Fahrzeug, kann ein Erfrischungsspray Wunder wirken.

9. Schlafen lassen


Wenn das Kind schläft, sollte man die Pause auf später verschieben. Besser ist es, dem Nachwuchs die Erholung zu gönnen und die Stille zu geniessen.

10. Auf Sicherheit achten


Diese Sicherheitsregeln sollte man einhalten: die Kinder nach Vorschrift anschnallen; beim Verriegeln der Türen die Kindersicherung aktivieren; die Koffer sorgfältig im Kofferraum verstauen. Und, ganz wichtig: die Kinder nie alleine im Auto lassen.

Und wenn man alle Snacks gegessen, das ganze Unterhaltungsprogramm durchgespielt hat und zwei Stunden vor Ankunft immer noch Sätze wie «Wann sind wir ­endlich da?» vom Rücksitz kommen, dann hilft vielleicht das Spiel «Wer zuerst spricht, hat verloren».

Die Liste wurde mithilfe der Beratungsstelle für Unfallverhütung erstellt.

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