17. Januar 2019

Steuerabzüge für Berufstätige

Bald ist es wieder so weit, Du erhältst die Steuererklärung. Ebenso wichtig wie das lückenlose Erfassen aller Einkünfte: Beim Ausfüllen gilt es, sämtliche Möglichkeiten für Steuerabzüge zu berücksichtigen.

Die Steuererklärung ausfüllen
(Bild: Getty Images)
Lesezeit 2 Minuten

Im Rahmen der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit darf man zum Beispiel folgende Abzüge tätigen:

1. Für berufsbedingte Fahrkosten mit privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln können bei der Einkommenssteuer des Bundes maximal 3000 Franken in Abzug gebracht werden. Mit Ausnahme von Basel-Stadt (3000 Franken) und Genf (500 Franken) sehen die Kantone bei ihren Einkommenssteuern höhere Limiten oder gar keine Einschränkungen vor.

2. Wenn Du mit dem Rad zur Arbeit fährst, kannst Du beim Bund und den Kantonen (ausser Genf) zusätzlich Kosten für ein Velo abziehen, meist mit einer Jahrespauschale von 700 Franken.

3. Wer sich auswärts verpflegen muss, kann einen pauschalen Abzug von 15 Franken pro Tag vornehmen. Verbilligt der Arbeitgeber das Essen, ist nur der halbe Abzug von 7.50 Franken zulässig. Achtung: Der Fiskus akzeptiert den Abzug nur, wenn die Entfernung von Wohnort zu Arbeitsort nicht zu gering und ein Mittagessen zu Hause nicht zumutbar ist. 

4. Für Berufskleider und -werkzeuge, benötigte IT-Geräte und weitere beruflich bedingte Auslagen kannst Du bei der Bundessteuer bis zu drei Prozent des Nettolohns abziehen – jedoch mindestens 2000 und höchstens 4000 Franken. Die Maximalabzüge der Kantone liegen zwischen 500 (Basel) und 7000 Franken (Nidwalden).

5. Die berufsbezogenen Aus- und Weiterbildungskosten sind dann steuerlich abzugsfähig, wenn Du das 20. Altersjahr vollendet hast und über einen ersten Abschluss auf der sogenannten Sekundarstufe II verfügst (Berufslehre, Matura, Fachmittel- oder Berufsmittelschule). Der Maximalabzug beträgt 12 000 Franken beim Bund und bei fast allen Kantonen. Ausnahmen sind die ­Kantone Basel-Stadt mit 18 000 und Tessin mit 10 000 Franken.

6. Spezielle Regeln gelten für einen Nebenerwerb. Dafür können für die Berufsauslagen beim Bund und in den meisten Kantonen pauschal 20 Prozent oder höchstens 2400 Franken abgezogen werden.

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