09. Februar 2018

So lebt Luisa in Miami

In Florida besucht Luisa (15) eine Kunstschule. Sie möchte mal Filmproduzentin werden und dreht jetzt schon mit Freundinnen zusammen schräge Videoclips.

Illu: Luisa lebt in Miami

Die Kunstschule, die ich besuche, liegt in der Nähe des Kunst- und Designviertels Wynwood in Miami. Auf diesem Bild haben Kolleginnen und ich uns für eine Veranstaltung als Comic-Persönlichkeiten verkleidet. Mittags esse ich meist in der Schulmensa. Das Essen ist aber fettig und ungesund: Süsskartoffel-Chips, Lasagne, frittierte Käse-Sticks. Wir bekommen immer viele Hausaufgaben. Ich male sehr gern und drehe ab und zu mit meinen Freundinnen witzige, schräge Videofilme. Ich absolviere die Sektion «Film» an meiner Schule und möchte Filmproduzentin werden.

Luisa mit Schulfreundinnen

Als im September 2017 der Wirbelsturm «Irma» auf Miami zusteuerte, mussten auch wir uns rechtzeitig in Sicherheit bringen. Wir zogen für drei Tage zu Freunden nach Doral. Das ist ein Stadtteil von Miami. Wir hatten Glück, unser Haus wurde nicht beschädigt. Als wir zurückkehrten, hatten wir während einer Woche keinen Strom. Zu Abend essen konnten wir bei Kerzenlicht. Aber ohne Klimaanlage ist es in Florida zu stickig und heiss drinnen.

Luisa am Strand von Miami

Ich lebe gern in Miami. Die Stadt ist nicht so gefährlich, wie man denkt. Man kann in einigen Vierteln problemlos abends ausgehen. Oft geh ich asiatisch essen, und zwar mit meinen Freundinnen, die – typisch Miami – verschiedenste ethnische Wurzeln haben: Es sind Afroamerikanerinnen, Hispanics oder Latinas. Was ich vermisse: In Europa kann man einfach mal zu Fuss irgendwohin gehen – hier braucht man immer ein Auto oder einen Bus. Wenn wir in der Schweiz in den Ferien sind, mag ich Spaziergänge am Bodensee und am Rhein. Wir essen dann gern Spätzli, Fondue und das gute Schweizer Brot.

Luisa isst Sushi

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