13. Juli 2017

So gelingen deine Ferienfotos

Die sperrige Kamera gehört nicht unbedingt ins Feriengepäck. Auch mit dem Smartphone gelingen gute Aufnahmen – und attraktive Selfies sowieso.

Mit dem Tippen auf den Bildschirm lässt sich am Handy der Fokus einstellen.
Mit dem Tippen auf den Bildschirm lässt sich am Handy der Fokus einstellen.
Lesezeit 2 Minuten

Ferienerinnerungen, die mit dem Smartphone geschossen wurden, können durchaus fotobuchtauglich werden, wenn man ein paar Regeln berücksichtigt. Zwar haben die meisten Handys nur eine fixe Brennweite, also keinen optischen Zoom. Die Bilder lassen sich also nur digital vergrössern – auf Kosten der Qualität. Dafür sind Handys viel handlicher und praktischer als Spiegelreflexkameras.

Für Selfiefans interessant ist eine Studie der Universität Bamberg (D): Sie zeigt, dass Frauen attraktiver wahrgenommen werden, wenn sie ihre linke Gesichtshälfte zur Kamera drehen. Männer hingegen wirken offenbar sympathischer, wenn sie von rechts abgelichtet werden.

1. Fokus

Zunächst gilt es, auf die Bildschärfe zu achten. Dazu kann man das gewünschte Objekt auf dem Display antippen, und schon ändert sich der Fokuspunkt. Bei vielen Geräten lässt sich anschliessend die Helligkeit regulieren, indem man mit dem Finger vertikal über den Bildschirm fährt.

2. Gegenlicht

Da die Smartphone-Kamera viel Licht benötigt, um optimal zu funktionieren, sollte man in heller Umgebung fotografieren und nicht mit Gegenlicht. Die Sonne befindet sich idealerweise im Rücken des Fotografen, damit Gesichter besser ausgeleuchtet sind und der Hintergrund nicht überstrahlt wird.

3. Perspektive

Neben der Schärfe ist der Blickwinkel entscheidend. Immer geradeaus draufhalten ist langweilig. Fotografiert man zum Beispiel Kinder, sollte man nicht von oben herab fotografieren, sondern aus Augenhöhe. Aus Bodennähe können spannende Perspektiven entstehen – ebenso, wenn man das Objekt aus dem Zentrum an den Bildrand verlegt. Hilfreich ist dabei die Drittelregel, auch bekannt als «goldener Schnitt»: In Bezug auf Porträts bedeutet das etwa, dass die Augen des oder der Porträtierten im oberen Drittel des Bildes liegen sollten und nicht in der Mitte. Das ergibt eine natürlich wirkende Anordnung. Die Rasteroption hilft, das Bild entsprechend zu unterteilen.

4. Bildausschnitt

Auch der Bildausschnitt ist wichtig. Auf den digitalen Zoom sollte man aus bereits erwähntem Grund verzichten. Stattdessen empfiehlt es sich, so nah wie möglich an das Objekt heranzugehen, bis der Bildausschnitt stimmt. Auf diese Weise lassen sich auch interessante Unschärfeeffekte erzeugen.


Es braucht nicht viel, um mit dem Smartphone gute Bilder zu schiessen. Ein waches Auge und etwas Kreativität reichen. Und schliesslich gilt: variieren und ausprobieren.

Benutzer-Kommentare