06. März 2018

Skiferien beim Wilden Kaiser

Endlich Skiferien. Endlich Pause von der Schule und dem Arbeiten. Endlich wieder einmal so richtig ausschlafen. Die Hotelplan-Lernende Angéline Reichenbach über ihre Skiferien im Tirol und das lokale Schlechtwetterprogramm.

Angéline Reichenbach mit Familie
Die Snowboarderin unter den Skifahrern. Ich und meine Familie am Wilden Kaiser.

Unsere Skiferien gingen frühmorgens Mitte Februar los. Meine Familie und ich, gut vier Stunden unterwegs bis nach Österreich, ins Tirol. «Servus», so wurden wir bei der Ankunft in Scheffau am Wilden Kaiser empfangen, nach der netten Begrüssung nisteten wir uns sogleich in unserer kleinen, aber feinen Wohnung ein.

Keine Saunagängerin

Am ersten Tag standen wir früh auf der Piste, das Wetter wunderbar und das Skigebiet «SkiWelt Brixtental» riesig. Etwa 70 Pistenrestaurants standen allein fürs Mittagessen zur Verfügung.

Nach dem ersten Tag auf den Skiern haben wir uns in der laut Einheimischen besten Après-Ski-Bar eine «Schokolade Mélange» gegönnt. Dort ist immer etwas los. Eine riesen Gaudi.

Bekannt und berüchtigt. Apès-Ski im Tirol.

Da sich das Wetter in den folgenden Tagen verschlechterte, suchten wir nach einer Ski-Alternative. Und fanden ein kleines Hallenbad mit einem heissem Aussenpool und einigen Rutschbahnen. Der Höhepunkt in diesem Bad war aber der riesige Wellnessbereich. Mit zwei verschiedenen Kräutersaunen, einer Infrarotsauna, zahlreichen Bereichen zum Chillen und einer Blocksauna in der freien Natur mit einem kalten und heissen Whirlpool. Meinem Bruder und mir passten zwar die Rutschbahnen besser, doch wir begleiteten unsere Eltern auch in den Wellnessbereich, um das Angebot zu testen. Ich bin allerdings kein Sauna-Typ. Mir ist dort viel zu heiss.

Dünne Skier und mein Gleichgewicht

Auch in Sachen Schneesport haben wir etwas Neues ausprobiert, nämlich das Langlaufen. Ganz in der Nähe unserer Wohnung gabs ein Sportgeschäft, in dem wir unsere Ausrüstung mieten konnten. So standen wir, ohne genau zu wissen, wies funktioniert, auf der Langlaufloipe und glitten los. Zuerst war es eine sehr wackelige Angelegenheit, man verlor bei den dünnen Skiern schnell das Gleichgewicht, besonders wenn man sich wie ich sonst hauptsächlich mit dem Snowboard fortbewegte. Es hatte trotzdem sehr viel Spass gemacht.

Nach dieser Probelektion gönnten wir uns am Abend ein ausgezeichnetes Chateaubriand, das beste Stück vom Rindsfilet. Dazu gabs Gemüsebeilagen und Pommes.

Das passende Nachtessen nach einem Tag auf den Skiern.

Scheffau hat zwei Nachtrodelpisten. Also nichts wie hin. Um 20 Uhr gings los: Wir fuhren mit der Gondel zur Mittelstation und sausten auf dem beleuchteten Schlittelweg hinunter. Es war sehr kräftezehrend, der Schnee klebte an den Kuven, was vor allem in den Kurven ein echtes Problem darstellte. Dennoch war es ein Erlebnis, das macht man ja nicht alle Tage … ähh … Nächte.

Glücklich trotz Wetterpech

Das Wetter besserte sich auch in den folgenden Tagen nicht, trotzdem gingen wir noch zwei Mal auf die Piste. Leider wars dort sehr neblig, und man sah dadurch fast nichts. Für mich, die als Einzige der Familie snowboardet, keine einfachen Verhältnisse, und auch die Pisten gestalteten sich eher als unpraktisch für mich. Entweder waren die Wege sehr schmal, eisig oder sehr hügelig.

So sollten Skiferien aussehen. Leider wars mit der Sonne nach einem Tag vorbei.

Auch wenn wir mit dem Wetter etwas Pech hatten, waren es im Grossen und Ganzen grossartige Ferien. Ich würde diesen Ort weiterempfehlen, da man sehr viele lustige Leute aus der ganzen Welt kennenlernt, das Essen sehr gut und günstig und das Skigebiet riesig ist, alle immer sehr freundlich sind. Teilweise bereitete es mir allerdings etwas Mühe, den österreichischen Bergdialekt zu verstehen. Einzig der Anfahrtsweg von Zürich ist mit über vier Stunden recht lang. Aber sonst passts.

Sonne, Nebel und Nachtrodeln. Unser Skiurlaub im Tirol zusammengefasst auf Video

  • master

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