09. Januar 2018

Schon mal was von einem Kreuzflug gehört?

Im Blog «Migros-Lernende» schreiben vier Jugendliche jede Woche über ihr Leben während der Ausbildung und die Facetten der Berufswelt. In ihrem ersten Blog in diesem Jahr setzt sich die Hotelplan-Lernende Angéline Reichenbach mit einer etwas speziellen Reiseart auseinander – dem sogenannten Kreuzflug.

Victoriafälle an der Grenze von Sambia und Simbabwe
Die Victoriafälle an der Grenze von Sambia und Simbabwe. Einer der Höhepunkte des Kreuzflugs 2018.
Lesezeit 3 Minuten

Ich habe noch nie von einem Kreuzflug gehört, normalerweise kennt man ja nur die Kreuzfahrten. Aber jedes zweite Jahr organisiert Globus-Reisen diesen sogenannten Kreuzflug. Bei uns in den Teammeetings ist das momentan ein riesengrosses Thema. Alles wird vorbereitet und geplant. Es wird besprochen, wie man Kunden darauf aufmerksam macht und wer für was verantwortlich ist. Ich finde es ein sehr interessantes Angebot und habe deshalb, um mehr darüber zu erfahren, einige unserer «Spezialisten» über den Kreuzflug ausgefragt.

Was ist ein Kreuzflug?

Auf einem Kreuzflug ist man im Privatjet 22 Tage lang unterwegs, begleitet von einer eigenen Crew, und besucht verschiedene Destinationen. Dieses Jahr beginnt die Reise in Zürich, anschliessend gehts nach Afrika. Auf dem Programm stehen Marrakesch oder der Kilimandscharo. Dazu Besuche der iranischen Städte Isfahan oder Shiraz. Während den Aufenthalten übernachtet man in luxuriösen Hotels wie den Mövenpick-Resorts. Im Reiseprogramm stehen zudem verschiedene Ausflüge. Zum Beispiel ein Besuch der Königsstadt Persepolis im Iran oder eine Besichtigung der armenisch-apostolischen Vank-Kathedrale.

Die Reiseroute des diesjährigen Kreuzflugs

Einer der ersten Kreuzflüge

Die ersten Kreuzflüge wurden von Hotelplan organisiert. Der älteste Kreuzflug, den ich gefunden habe, startete am 7. Oktober 1963. Damals dauerte die Weltreise über Japan, Indien, Ägypten, Mexiko und andere Länder einen Monat. Ich persönlich denke, es war ein Riesenstress, die vielen Destinationen in einem Monat zu bereisen, flog man doch jeden Tag in eine andere Stadt.

Das Werbeplakat, das diese Reise von 1963 ankündete. Unten sieht man, dass das erste Datum von Hand durchgestrichen wurde.

Ein etwas neuerer Hotelplan- Kreuzflug fand 1985 im damals neuen Flugzeug, dem Extra-Jumbo der Swissair, statt. Es war ein Flug zum 50-Jahre-Jubiläum von Hotelplan. Die Reiseanbieterin wollte so ihren Kunden danken und ihnen eine besondere Reise anbieten.

Damals konnten Hotelplan-Kunden für weniger als 10 000 Franken in 21 Tagen um die Welt düsen. Nicht schlecht, wenn man diese Kosten mit heute vergleicht. Die Reise fand normalerweise in der Economy Class statt, die erste Klasse war dagegen schon um einiges teurer. Entweder gabs Pakete mit im Preis inbegriffenen Ausflügen, die Reisenden konnten sich ihre Aufenthalte und Besichtigungen aber auch selber zusammenstellen. Heute sind die Hotels dagegen viel exklusiver, und es gibt Ausflüge, die man sonst als Alleinreisender nie machen würde.

1985 gings mit der Swissair in 21 Tagen um die ganze Welt.

Unterschied damals und heute

Wie erwähnt, ist der Preisunterschied zu damals riesig. Selbst mit allen Zusatzkosten von früher kam man nie auf den heutigen Preis. Auch schon damals war alles vorgeplant, sodass man bei der Reise an nichts mehr denken musste. Doch meist war man bei den Ausflügen eher selbständig und musste sich entscheiden, was man sich ansehen möchte. Ich kann mir aber vorstellen, dass heute alles bis ins kleinste Detail geplant ist und die Reisenden an überhaupt nichts mehr denken müssen. Damit alles gut geplant ist, passiert sehr viel im Hintergrund, wobei auch die Marketingabteilung mitarbeitet.

Aufgaben des Marketings beim Kreuzflug

Mein Mitlernender arbeitet bei Travelhouse und Globus-Reisen. Somit konnte ich ihn und sein Team über den Kreuzflug ausfragen. Was klar ist, denn das Marketing leitet alle Werbekampagnen des Kreuzflugs. Wir machen Kundenmailings, Inserate in Zeitungen, drucken Flyer oder informieren übers Internet. Wir kümmern uns auch um die sogenannten «Give-aways», also kleine Geschenke, die die Reisenden erhalten. An jedem Essen werden zudem Namenskärtchen und Menükarten mit unserem Logo aufgestellt. Wir organisieren auch einen Apéro am Gate, um die Gäste willkommen zu heissen. Mein Mitlernender hat sich zudem um die Social-Media-Posts gekümmert, damit man mit dem Angebot auch möglichst viele Leute erreicht. Wobei ich persönlich denke, dass es nicht die Onlinezielgruppe ist, die solche Reisen bucht.

Ich finde, sich ein Ziel zu setzen, einmal eine solche Reise zu machen, ist ganz gut – wenn man zum Beispiel im Lotto gewinnt. Ich finde es aber auch schön, auf grössere Reisen zu sparen, dann freut man sich immer mehr und mehr darauf, und wenn es dann losgeht, kann man die Reise so richtig geniessen.

Mehr Informationen zum diesjährigen Kreuzflug von Globus-Reisen.

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