16. Februar 2018

Schnürlischrift

Monica Müller meistert den Alltag mit Kindern meist mit Humor. Oft ist sie auch unschlüssig, wie sie reagieren soll. In der aktuellen Folge von «1, 2 oder 3?» fragt sie sich, ob die Schnürlischrift jedes Wort veredelt.

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Wir sind in den Ferien im Schnee. Zwei Freunde des Grossen (7) sind zu Besuch, und sie bauen eine Schlittelbahn mit Schanze. Als es dunkel wird, montieren sie Stirnlampen und rasen weiter die weisse Piste runter. Als sie später pflotschnass und rotbäckig reinkommen, hüllen sie sich in eine kuschelige Decke auf dem Sofa. Sie fragen nach den Farbstiften und Papier. Dann bitten sie uns, das Alphabet in der Schnürlischrift aufzuschreiben. Wir freuen uns, dass sie sich für die Schnürlischrift interessieren, die sie in der Schule nicht mehr lernen, und reden darüber, wie toll es doch sei, wenn ausgetobte Kinder plötzlich so handzahm sind und sich pä­dagogisch wertvoll beschäftigen. Wie im Bilderbuch. Im Vorüber­gehen werfe ich einen Blick auf sie und sehe, wie sie schwungvoll ganze Reihen von «Arschloch» schreiben.

Und jetzt?

1, 2 oder 3?

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