02. August 2017

Schildkröte: harte Schale, weicher Kern

Wir alle wissen, was eine Schildkröte ist. Weniger bekannt ist, dass es in der Schweiz frei lebende Sumpfschildkröten gibt. Früher standen sie auf dem Speisezettel. Heute sind sie sehr selten und deshalb streng geschützt.

die Schildkröte
Viel Gewächs und keine Wellen: In solchen Gewässern fühlt sich die Schildkröte wohl.

Unsere Schildkröten mögen ruhige alte Bäche oder Seen, die zugewachsen sind. Zudem ein Stück Land, um sich in der Sonne aufwärmen zu können. Man erkennt sie an ihrem olivbraunen oder schwarzen Panzer mit den vielen gelben Punkten. Ihr Schwanz ist recht lang, und zwischen ihren Zehen befinden sich Schwimmhäute. Denn sie halten sich meist im Wasser auf. Hier finden sie auch ihre Nahrung: Wasserinsekten, Schnecken, Krebse, tote Fische oder auch Wasserpflanzen.

Sogar im Winter bleiben sie im Wasser. Dann tauchen sie einfach ab und halten Winterschlaf. Weil ihr Körper dann sehr langsam arbeitet, müssen sie nicht mal zum Atmen hochkommen. Es stört sie auch nicht, wenn sich ein Eisdeckel über ihr Zuhause legt.

Im Frühling wachen die Schildkröten wieder auf und paaren sich. Das Weibchen sucht ein warmes sandiges Plätzchen und gräbt mit den Hinterbeinen ein Loch. Es legt seine Eier hinein und deckt sie zu. Im frühen Herbst öffnen die Babys die Schale mit ihrer Hornschnabelspitze und schlüpfen.
Manchmal bleiben sie gleich im Loch, manchmal überwintern sie im Wasser. 

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