28. Oktober 2019

Ran an die Töpfe!

Was passiert, wenn man 50 Kochbegeisterte in eine umgebaute Fabrikhalle steckt, damit sie gemeinsam kochen? Der Kitcheria-Koch-Club-Event von Migusto bot Anschauungsunterricht.

Eine Gruppe von Menschen sitzt in einer Fabrikhalle am Tisch und isst
Nach dem gemeinsamen Kochen gehts ans gemeinsame Geniessen: Sie bunten Speisen bleiben nicht lange auf dem Tisch.
Lesezeit 3 Minuten

Bunte Pfeile weisen den Weg auf dem farblosen Fabrikgelände. Das Ziel: die Kitcheria von Migusto. Fünf Gruppen von Freunden treffen sich zu diesem Event, um gemeinsam zu kochen, zu essen und Spass zu haben. Dafür stehen Migusto-Koch Marco, Migusto-Rezepte und moderne Küchen bereit.

In der ehemaligen SBB-Werkstätte in Zürich stehen reichlich Zimmerpflanzen und Holzmöbel in Pastelltönen. Gepaart mit dem authentischen Industrial Chic, verleihen sie der Backsteinhalle eine warme Atmosphäre.

Menschen stehen in einer Fabrikhalle um eine Kochinsel
Sobald die Koch-Jobs verteilt sind, macht sich die Gruppe ans kochen.

Heute ist jeder Koch, und trotz der vielen Köche verdirbt kein Brei. Die Rezeptkarten und Infos zum Ablauf zeigen klar, wer wann was machen muss. So bleibt genug Zeit für einen Schwatz oder um in anderen Gruppen über den Gang der Dinge zu plaudern.

Nicht alle kochen nach denselben Rezepten: Zur Auswahl stehen die mediterrane, die orientalische und die Schweizer Küche.

Noch riecht es ein bisschen nach Fabrik, aber bald sorgen der Duft von Rosmarin-Ricotta und angedünsteten Zwiebeln zusammen mit den rhythmischen Schneidegeräuschen für den richtigen Küchengroove.

Beifall für Kochkünste und leere Teller

«Es ist fast wie in einer Fernsehküche, nur besser: stilvoll kochen ohne Zuschauer», hört man. Die einen schätzen die gemütliche Runde mit Freunden, die anderen haben Ambitionen: zum ersten Mal selbst Pasta machen oder eine ganze Dorade im Ofen zubereiten, wie Julian Banjavcic (19): «Im Sommer habe ich meinem Vater in Kroatien dabei zugeschaut, jetzt will ich es selbst probieren.»

Porträt Julian Banjavcic
Julian Banjavcic bereitet zum ersten Mal eine ganze Dorade im Ofen zu.

Die Migusto-Rezepte lassen Raum für Interpretationen. Braucht man Hilfe, ist der Migusto-Koch zur Stelle. Mit geübten Handgriffen zeigt er, wie man den Fisch aufschneidet oder die Pasta durch die Maschine drückt.

Ein Mann bereitet auf einem Backblech Doraden für den Backofen vor
Julian Banjavcic bereitet die Dorade im Backofen vor.

Schon nach kurzer Zeit ertönt Beifall – eine Gruppe hat offenbar ein Koch-Highlight erlebt – und Jubel erfüllt die Halle, als alle ihre Speisen angerichtet haben. Stefanie Sell (39) freut sich: «Ich habe die Kitcheria-Tickets gewonnen und mein Team von der Arbeit mitgebracht. Unter ihnen verstecken sich Kochtalente.»

Porträt Stefanie Sell
Stefanie Sell ist überrascht über die Kochtalente ihres Teams.

Die Pasta mit Pesto dampft, die Dorade glänzt mit den Granatapfelkernen um die Wette, der Hackbraten brutzelt noch leise weiter. Die Gerichte sehen fast aus wie auf den Rezeptfotos.

«Den Safranreis mit Kruste und das Kurkuma-Knoblauch-Poulet werde ich zu Hause ausprobieren», schwärmt Heike Margot (33). Die Teller leeren sich schnell – weil es schmeckt und weil für Reste Migusto-Boxen zum Mitnehmen bereitstehen.

Porträt Heike Margot
Heike Margot ist von den neuen Rezepten begeistert und will sie auch gleich zu Hause ausprobieren.

Und der Abwasch? Den erledigt bei der Kitcheria das Migusto-Team. Derweil geniessen die Gäste eine süsse Überraschung aus der Küche – das Sahnehäubchen eines gelungenen Kochabends.

Tisch mit orientalischen Gerichten und einem Glas Rotwein
Die Speisen werden auf schönen Tellern angerichtet – aber schon bald sind diese leer.

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