20. September 2017

Pupsalarm!

Dicke Luft im Bohneblueschtgarten: Eine Horde Wanzen verdirbt die Freude an den letzten Herbsthimbeeren.

Beeren- oder auch Schildwanzen auf Himbeeren
Mehr lästig als schädlich: Beeren- oder auch Schildwanzen
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In der milden Herbstsonne geben die Himbeeren nochmals richtig Gas: Tag für Tag könnte ich mir auf dem Weg zum Hühnerstall ein Hämpfeli der süssen Früchte direkt in den Mund stecken. Könnte. Denn Gas geben leider nicht nur die Himbeeren, sondern auch die unzähligen Wanzen, die sich auf ihnen tummeln. Und zwar im wahrsten Sinn des Wortes:

Stört man die Viecher nämlich beim Sünnele, dann pupsen sie. Und zwar hemmungslos und äusserst penetrant. Die Himbis kann ich dann jeweils grad den Hühnern zum Frass vorwerfen (die sehen das nicht so eng) und die Hände mit Seife und Bürste schrubben – will ich nicht riskieren, den Resttag naserümpfenden Mitmenschen zu begegnen.

Übel wirds auch, wenn man sich versehentlich ein von einem Pups kontaminiertes Beeri in den Mund steckt. Und ganz übel, wenn auf besagtem Beeri auch noch eine Wanze sitzt. Alles schon passiert.

Drum versuch ich nun Tag für Tag aufs Neue, die Wanzen so von den Himbis zu lotsen, dass anschliessend keine grossräumige Detoxifikation fällig wird.

Die Wanzen entferne ich, indem ich mich möglichst erschütterungsfrei und ohne verdächtigen Schattenwurf an die Himbi-Staude ranschleiche und die Viecher mit einem kräftigen «Pust» sozusagen ins Out katapultiere. Dort können sie dann soviel pupsen wie sie wollen. Und mit ein wenig Glück kommt grad auch noch ein Huhn vorbei und löst das Problem auf seine Weise.

Gemein, findest Du? Ich serviere dir gern mal ein paar Himbis aus meinem Garten – und zwar ohne zu pusten.

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