31. Januar 2018

Prima: Primeli!

Mit ihren knalligen Farben zaubern Primeln den Frühling in die warme Stube. Und mit etwas Glück blüht ihnen sogar ein zweites Leben im Garten.

Primeln in allen Farben
Welche Farbe solls denn sein? Egal, im Garten ausgesetzt, werden sie alle verblassen.
Lesezeit 2 Minuten

Als ich gestern Morgen in die Migros meines Vertrauens kam, waren sie schon da: die Kissenprimeln oder Primula vulgaris. Zuhauf und in allen Farben, eine knalliger als die andere. Ehrlich gesagt bin ich erst einmal ein bitzeli zusammengezuckt: jetzt schon Primeli? Schliesslich stehen bei mir zu Hause noch diverse Weihnachtssterne rum, wie regelmässige Leser dieser Kolumne wissen.

Nichtsdestotrotz habe ich mir rasch überlegt, welche Farbkombination sich gut auf unserem Esszimmertisch machen könnte. Ein Töpfli allein wäre nämlich etwas gar «schmürzelig», wennschon gehören mindestens drei, vier, fünf Primeli zusammengepflanzt, wie ich finde.

Ich habs mir dann aber trotzdem verklemmt, mein Poschtiwägeli mit drei, vier, fünf Töpfli zu bestücken. Denn – wie gesagt – da sind ja noch die Weihnachtssterne. Und die Skiferien, während denen sich die Haus- und Gartenhüter meines Vertrauens schon um genügend Grünzeug kümmern müssen. Vor allem aber: Es ist immer noch Januar und damit tiefster Winter!

Zumindest in der Theorie. Als ich dann nämlich nachmittags ein paar Erdöpfel für den Znacht ausbuddeln wollte (tiefster Winter, das ich nicht lache!), waren sie schon wieder da: die Kissenprimeln oder Primula vulgaris. Ebenfalls zuhauf, aber diesmal ausschliesslich in hellgelb und hellrosa.

Primeln im Garten
30. Januar 2018: prima Primeli im Bohnebluescht-Garten

Hellgelb und hellrosa darum, weil im Garten ausgepflanzte Primeln innert Jahresfrist ihre knalligen Farben zu verlieren pflegen. Was Sinn macht, wenn man weiss, dass sie nicht von Bienen, sondern von Nachtfaltern bestäubt werden. Und die stehen nun einmal auf helle Blüten, da sie diese nachts besser finden.

Aus diesem Grund ist es eigentlich egal, für welche Farben man sich entscheidet. Ab dem Moment, wo die Primeln im Garten ausgepflanzt sind, übernimmt die Natur. Nach den Skiferien werde ich nichtsdestotrotz in der Migros-Filiale meines Vertrauens vor den knallbunten Primeli stehen und mir überlegen, welche Farbkombination sich gut in unserem Esszimmer machen könnte. Denn wie gesagt: Ein Töpfli allein wäre etwas gar «schmürzelig», wennschon gehören mindestens drei, vier, fünf Primeli auf den Tisch. Und anschliessend in den Garten!


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