06. Dezember 2017

Päckli packen

Die Gartenbloggerin übt im Garten einer Freundin schon einmal für Weihnachten: Einzutüten sind zwei Rosenbäumli.

Rosenhochstämmchen im Winterschutz
Auch eine hübsche Idee: Diese zwei Päckli hat eine Gartennachbarin von mir gepackt – rote Schleifen inklusive!
Lesezeit 2 Minuten

Dieser Tage habe ich einer Freundin geholfen, gerade noch vor dem ersten, ernsthaften Schnee ihre beiden Rosenhochstämmchen in Vliessäcke zu stecken. Für mich eine ungewohnte (Garten-)Arbeit: In meinem eigenen Garten wachsen vor allem Wildrosen, die recht hart im Nehmen sind und drum hüllenlos in den Winter gehen.

Die beiden Rosenbäumli hatte meine Freundin im Frühsommer zu ihrer Hauseinweihung geschenkt bekommen, woran ich zugegebenermassen nicht ganz unschuldig war. Und da so ein Geschenk natürlich auch ein bitzeli verpflichtet, hab ich mich selbstredend bereiterklärt, beim Einpacken mit anzupacken. Ehrlich gesagt musste ich mich aber erst einmal schlaumachen, wie da am besten vorzugehen sei.

Als Erstes haben wir die sparrigen (Gärtnerlatein für seitwärts abstehend) Triebe leicht eingekürzt. Was das Verpacken merklich erleichtert.

Anschliessend haben wir einen Sack aus Vlies über die Krone gestülpt. Solche Säcke gibt es im Fachhandel in verschiedenen Grössen zu kaufen. Kleiner Tipp nebenbei: lieber eine Nummer grösser nehmen, sonst wird das Ganze zum Kampf mit den Rosendornen. Statt Vlies kann man übrigens auch Jute verwenden. Hauptsache, das Material hat genügend Luftlöcher, um Schwitzwasser zu vermeiden. Was hingegen gar nicht geht, sind Kunststofffolien: Unter diesen kann es in der Wintersonne dermassen warm werden, dass die Pflanze durch die extremen Temperaturschwankungen geschädigt wird.

Den Vliessack haben wir dann mit einem breiten Juteband am Stämmchen befestigt. Respektive damit gleich das gesamte Teil bis zum Fuss umwickelt. So ist das Stämmchen vor der Wintersonne geschützt und damit vor Rissen. Statt eines Jutebands kann man auch eine Bambusmatte oder eine alte Badestrohmatte vom letzten Strandurlaub verwenden.

Zum Schluss haben wir die Füsse der Rosenstöcke mit einer zusätzlichen, lockeren Erdschicht versehen – als Fussbodenheizung sozusagen. Statt Erde funktioniert auch Rindenmulch. Oder eine satte Schicht aus Laub. Bei Letzterer würde ich noch ein paar Reisigzweige drauflegen: So bleibt das Laub schön brav an Ort. Und nett siehts auch noch aus.

Apropos nett: Das oben stehende Foto habe ich einen Tag nach unserer Päckchenaktion bei einer meiner Gartennachbarinnen gemacht. Deren rote Schleifen sind sozusagen der i-Punkt auf den Päckli …

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