18. Dezember 2017

Ode an die Freu(n)de

Bald ist Weihnachten, und an Weihnachten geht es um Liebe und Besinnlichkeit. Darum schreibe ich über meine besten Freundinnen.

Vier Frauen bilden im Schatten das Wort Love mit ihren Armen.
Egal ob wir über Seich oder ernste Dinge reden: Wir verstehen uns.
Lesezeit 2 Minuten

Man mag der Generation Y vieles nachsagen. Dass sie utopische Vorstellungen hat zum Beispiel. Oder dass sie sich nicht festlegen kann und will. Viele dieser Vorurteile treffen auf mich zu. Ich suche mal mehr und mal weniger planlos nach meinem Platz auf der Welt, bin verdigitalisiert, verwöhnt und vernetflixt. In einem Punkt bin ich aber so gar nicht generationskonform: wenn es um meine besten Freundinnen geht. Sie sind es seit fast 20 Jahren, als wir uns im Schwimmklub kennenlernten und gemeinsam die härtesten Trainings absolvierten. Und sie werden es auch noch sein, wenn wir als Fancy Omas gemeinsam tanzen werden, wie die hier:

Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Cityjugend damit klarkommt, alle paar Monate einer neuen Clique anzugehören, 100 «Freunde» zu haben, aber keine echten. Sich nicht festlegen zu wollen, hört bei mir mit Freundschaft auf. Da brauche ich Beständigkeit.


So sehr ich es mag, neue spannende Menschen zu treffen, so sehr liebe ich es, zu meinen BFFs zurückzukehren, mit ihnen stundenlang über alte Geschichten zu sprechen, zu lachen, zu heulen, zu schweigen, zu schreien. Das funktioniert mit niemandem so gut wie mit ihnen. Und ich weiss: Wenn etwas schiefläuft, sind sie da, Tag und Nacht, ungeschminkt und durchgestylt.

Uns ist eigentlich nichts peinlich (von links): Vera, Nikolina, Riccarda und Dinah

Ich bin mir bewusst, wie privilegiert ich bin. Nicht alle haben das Glück, solche Freundschaften aufbauen zu können. Und klar: In diesen 20 Jahren haben wir uns alle weiterentwickelt, eigene Interessen gefunden und auch neue Freunde.

Unsere Meinungen gehen auseinander, wir zicken immer mal wieder, und auf längeren Shoppingtouren sagen wir hangry (hungry und angry) Dinge, die wir nicht so meinen. Wir wohnen alle in anderen Städten und müssen uns früh organisieren, damit wir uns sehen. So eine Freundschaft ist anstrengend.

Aber der Aufwand lohnt sich, weil jedes Treffen wunderbar ist. Weil wir vier einfach funktionieren zusammen. Weil wir 100% uns sein können und uns mögen, mit allen Ecken und Kanten. Egal, ob wir mit einem Schlauchboot im Sturm Schiffbruch erleiden, Pasta von Hand essen, eine Movienight planen und beim ersten Film einschlafen oder unförmige Kissen für schräge Fotoshootings nutzen (Insider).

Ich liebe euch! #jeschisforever

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