11. Juli 2016

Nicole Jäger hat ihr Gewicht halbiert

Nicole Jäger (34) wiegt 168 Kilo, und es waren mal doppelt so viele. Heute berät sie Menschen mit Essstörungen und tourt mit einer Show durchs Land. Schonungslos spricht sie über Beschimpfungen, die Strapazen des Abnehmens und den Humor, den es dafür braucht.

Nicole Jäger, die «Fettlöserin»
Nicole Jäger, die «Fettlöserin»

Nicole Jäger, Sie wiegen etwa halb so viel wie vor acht Jahren. Wie hat sich Ihr Leben verändert?

Vorher wars kein Leben. Jetzt ists eins. Das ist die Veränderung.

Was war das schlimmste am Dicksein?

Dass es eben kein Leben war. Ich konnte das Haus nicht mehr verlassen. Ich habe den ganzen Tag nichts gemacht. Ich hatte Schmerzen und fühlte mich unwohl von früh bis spät. Essen war das superdominant vorherrschende Thema. Alles drehte sich um die Frage: Wann gibt es etwas zu essen und was? Das ist eine lebensfüllende Aufgabe.

Warum kamen Sie nicht mehr aus dem Haus?

Weil man mit 340 Kilo nicht mehr durch die Gegend läuft. Die eigenen Knochen tragen einen nicht mehr. Dazu kamen Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen, sehr viele und starke.

Sie mussten sich in der Öffentlichkeit ja auch unschöne Bemerkungen anhören.

Ja klar, dauernd. Ich halte es zwar für ein Glück, dass in Deutschland die freie Meinungsäusserung gilt. Nur haben viele Leute vergessen, dass man seine Meinung nicht unbedingt äussern muss. Also beschimpfen einen die Menschen, wenn man dick ist – mit den übelsten, gemeinsten Worten, immer unter der Gürtellinie


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«Oh Schreck, sie hat es gesagt!»Wenn Nicole Jäger sich selber fett nennt, reagiert das Umfeld entsetzt
«Oh Schreck, sie hat es gesagt!»Wenn Nicole Jäger sich selber fett nennt, reagiert das Umfeld entsetzt.

Sie nehmen kein Blatt vor den Mund, nennen sich auch selber fett. Ist das wichtig für Ihre Botschaft?

Wenn ich «fett» sage, beschreibe ich nur einen Körper. Die Reaktion ist oft so: «Oh Schreck, sie hat das Wort fett benutzt! Sie hat es gesagt!» Gerade so, als hätte ich gesagt «Übrigens, ich esse total gern Hundebabys». Ich bin fett. Wie ich eine kurzsichtige Frau bin. Eine blonde Frau. Oder eine, die gern Rot trägt. Man muss auch sagen dürfen, dass Abnehmen nicht nur geil ist. Das ist Scheisse, das ist echt schwer und macht keinen Spass. Und es ist übrigens auch nicht toll, übergewichtig zu sein. Da gibts Probleme, und ich finde: «Lasst uns mal darüber reden.»

Wer schaut sich die Show an?

Überwiegend Frauen. Und einige sind überdurchschnittlich hoch übergewichtig. Die trauen sich sonst nicht in solche Theater. Deshalb guck ich mir die Location auch immer im Vorfeld an, und wenn die Stühle nicht breit genug sind, müssen wir was ändern. Ich weiss ja, wie das ist, wenn man irgendwo hinwill und nicht in den Stuhl passt. Es hat also dicke Mädels und Jungs im Publikum. Aber auch schlanke, gepflegte, und dies von allen Altersgruppen. Inzwischen kommen auch mehr Männer.

Warum schauen sich diese Menschen eine Show übers Dicksein an?

Körperlichkeit spricht jeden an, denn wir haben alle einen Körper. Ich kenne keine Frau, die nicht schon mal vor dem Spiegel stand und sagte: «Ich bin zu dick. Meine Hüften sind zu breit, und meine Brüste zu klein.» In meiner Show darf man übers Dicksein lachen. Das ist sonst nicht korrekt. Und ich finde, ich darf die Witze machen, ich bin selber dick.

Sind übergewichtige Menschen gezielt lustig, um gemocht zu werden?

Dicke sind nicht automatisch lustig. Das ist ein Gerücht.

Aber oft treten sie so auf.

Es gibt humorvolle Dicke und humorvolle Schlanke.

Und Sie? Kam der Humor mit den Kilos?

Der gehört zu mir und ist mein rhetorisches Mittel. Humor ist heilsam. Bevor ich meinen verliere, verlier ich die Hoffnung.

In ihrem Blog, den Sie seit siebeneinhalb Jahren führen, kann man auch von Tränen und Frust lesen.

Klar, es ist ja auch ein düsteres Thema. Ich wäre an meinem Gewicht fast gestorben. Wenn ich nichts unternommen hätte, hätte ich zum Dreissigsten einen Sarg bekommen – wegen Herzinfarkts oder Multiorganversagens. Eines Morgens dachte ich tatsächlich, ich würde sterben. Abgesehen davon wog ich so viel wie zwei Elefanten. Es musste etwas passieren.

Wie kam es dazu, dass Sie 340 Kilos auf die Waage brachten?

Ich war schon als Kind dick und wurde mit fünf zum ersten Mal zum Abnehmen geschickt. Von da an gab man mir permanent das Gefühl: Du bist nicht okay. Also ass ich, um mich besser zu fühlen. Und je mehr ich wog, desto mehr ass ich. Bis ich 340 Kilo auf die Waage brachte.

Da gingen Sie also zum Arzt.

Ja, zu einer Ärztin. Die hat gesagt: «Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tod. Und wenn Sie bitte nicht mehr kommen würden, Sie belästigen die anderen Patienten im Wartezimmer.»

Na toll.

Das ist mir immer wieder passiert. Irgendwann dachte ich, jetzt hab ichs, ich lass mir dieses Magenband einsetzen. Man legt sich unters Messer, und nach zwei Wochen ist man schlank. Geil, oder? Dann sah ich eine Dokumentation. Dort sagte ein Adipositasexperte, knapp zwei Prozent der Menschen mit einem BMI von 45 schafften es aus eigener Kraft abzunehmen. Mein BMI war damals 111.

Nicole Jäger war überzeugt, auch ohne Magenband von 340 Kilos runterzukommen. Es funktionierte.
Nicole Jäger war überzeugt, auch ohne Magenband von 340 Kilos runterzukommen. Es funktionierte.

Schlechte Aussichten.

Für mich wars aber eine gute Nachricht, denn ich hatte bis da immer gedacht, die Chancen seien gleich null. Dann sind zwei Prozent echt viel. Ich hatte 20 Jahre Diät hinter mir und habe immer gesagt bekommen: «Du machst alles falsch.» Aber keiner wusste, wies richtig gewesen wäre. Es ist halt nicht so, dass wir alle im Leben schon auf 300 Kilos waren. Etwa 50 Menschen auf der Welt kannten sich damit aus. Das Magenband war jedenfalls vom Tisch.

Wie haben Sies geschafft, Gewicht zu verlieren?

Ich bin nicht eines Morgens aufgestanden und habe gesagt: «Jetzt nehm ich mal eben schnell 200 Kilo ab.» Sondern ich fasste zunächst den Entschluss, nicht sterben zu wollen, und stellte mir Fragen: Was esse ich eigentlich, was wiege ich? Was fühl ich denn? Was halte ich von mir selber? Lauter Gedanken, die ich bis dahin weggegessen habe, statt darüber nachzudenken. Aber dann hab ich mich hingestellt und gesagt: «Mein Name ist Nicole Jäger, und ich bin übergewichtig.»

Sich das einzugestehen, ist das der Anfang?

Ja. Bei mir begann es ungefähr mit «Hm, ich glaub, ich bin zu dick. Und ich hab damit auch so ein bisschen ein Problem, vielleicht.» Da ging ich schon an Stöcken und sah aus wie ein Berg Pudding. Und wie alle dachte ich, ich könne mit Essen aufhören, jederzeit. Eines Abends sagte ich dann zu meinem Lebensgefährten: «Ich habe zwei Waagen gekauft und weiss jetzt, dass ich 340 Kilo wiege.» Er sagte nur «Ja.» Ich fragte «Verlässt du mich jetzt?» Er antwortete: «Klar, weil mir bis jetzt noch nicht aufgefallen ist, dass du übergewichtig bist.» Für mich wars ein Riesending, mal über alles zu reden.

Und dann? Haben Sie einfach weniger gegessen?

Ich hab mich vor den Spiegel gestellt und mir gesagt: «So gehts nicht weiter.» Aber ich pfeife auf Ernährungspläne. Wir wissen alle, welche Dinge uns nicht guttun. Ich esse gern Pizza, aber wenn ich das jeden Abend mache, ist das nicht so toll. Es geht ja nicht darum, es nicht zu tun, sondern darum, von Eskalation zu Eskalation möglichst viel Zeit verstreichen zu lassen.

Hatten Sie den Blick in den Spiegel bis dahin vermieden?

Natürlich. Irgendwann hab ich mich nur noch bis zur Brust oder zur Taille angeschaut – denn danach uferte es aus. Darum dachte ich jeweils: Geht ja noch. Aber das stimmte nicht. Ich kam bereits zu Fuss nicht mehr in den vierten Stock rauf. Erst wenn ich mich auf Fotos sah, dachte ich: Ach du Scheisse.

Wie kamen Sie auf die Idee mit dem Blog?

Ich wollte Gefühle nicht mehr mit Essen kompensieren, und eines Tages, nachdem ich schon dreimal in die Küche gelaufen war, weil ich unbedingt etwas essen wollte, dachte ich: Bevor ich Teller zerschlage, weil ich dem nicht nachgeben will, schreibe ich lieber. Ich fühlte mich so allein mit meinem Thema und musste mich jemandem mitteilen.

Wie waren die Erfahrungen?

Sprache ist mein Medium, und Schreiben krieg ich hin. Mit dem Blog hab ich mich auch gleich selber unter Druck gesetzt. Denn wenn jemand zuguckt und mitliest, bemühe ich mich auch. Schon bald kamen Feedbacks wie: «Hi, mir gehts genau gleich.» Und «Hey, komm, das schaffst du. Jetzt heul mal nicht hier rum!».

Hat das geholfen dranzubleiben?

Zuerst hat es vor allem irritiert. Ich dachte: Wo kommt ihr plötzlich her, wo wart ihr alle? Und jetzt, wo mein Buch erschienen ist, bekomme ich Hunderte von Zuschriften von Menschen, die sagen: «Endlich trau ich mich wieder ins Schwimmbad» oder «Ich habe wieder Sex!». Und ich habe gedacht, ich sei allein mit dem Thema.


Mit ganz kleinen Schritten hat Nicole Jäger angefangen, sich wieder zu bewegen.
Mit ganz kleinen Schritten hat Nicole Jäger angefangen, sich wieder zu bewegen.

Und Sie haben angefangen, Sport zu machen.

(Lacht) Sport, na ja. Ganz am Anfang habe ich einen Stuhl ins Treppenhaus geschoben – nachts, damit mich meine Nachbarn nicht sehen konnten. Von dort aus bin ich mal drei Stufen runter- und wieder raufgegangen. Dann habe ich auf dem Stuhl verschnauft und mir gesagt: Ich weiss, dass es geht. Die meisten Menschen schaffen es nicht, 10 Kilo abzunehmen, und ich musste mehr als 100 loswerden. Da sind zunächst mal ganz kleine Schritte gefragt, nicht fünfmal die Woche Fitness gleich vom ersten Tag an.

Das Fitnessstudio war ja auch nicht gerade the place to be.

An Fitnesscentern bin ich fast verzweifelt. Alle sagen, mach doch mal Sport. Aber wenn man dann da ist, sagen die Leute «Guck mal da, die Fette!» Da hat man zu Recht keinen Bock mehr. Heute gehe ich anders damit um. Ich lasse es nicht mehr zu, dass die Meinung anderer Menschen mein Leben bestimmt. Ich sehe Scheisse aus im Badeanzug, ja, aber es wird nie besser, wenn ich nicht schwimmen gehe.

Was ist das A und O beim Abnehmen, Disziplin?

Zuerst muss man rausfinden, welcher Typ man ist. Ich zum Beispiel habe den ganzen Tag nur Milchkaffee getrunken und bin abends eskaliert. Ich habe gemerkt, wenn ich tagsüber esse, hab ich abends keinen Hunger. Aha!

Wie viele Kalorien haben Sie zu dieser Zeit geschafft?

7000 Kalorien an einem Tag. Das entspricht einem Kilo Fett. Eine Bestellpizza hat 3000.

Manchmal haben Sie zwei Pizzen bestellt und so getan, als wären die für mehrere Personen.

Ja. Ich rief dann in die Wohnung: «Kinder, holt das Besteck, Pizza ist da!» Um mich nicht ganz so Scheisse zu fühlen. Ich hab auch nie draussen oder in Gesellschaft gegessen. Dabei war es ja offensichtlich, dass ich ass.

Sagen Sie deshalb, für erfolgreiches Abnehmen brauche es Ehrlichkeit?

Gnadenlose Ehrlichkeit sich selber gegenüber ist super heilsam. Die anderen sind ehrlich genug, und das sollte man auch akzeptieren. Also wenn der Partner sagt: «Du bist gut, wie du bist», sollte man nicht antworten: «Nein, bin ich nicht.» Damit spricht man ihm die Intelligenz ab, das zu beurteilen.

Jetzt geben Sie als Ernährungsberaterin Ihr Wissen an Menschen mit Essstörungen weiter. Wissen die, wer Sie sind?

Ja. Man kommt nur über meine Website zu mir. Es hat noch nie jemand gesagt: «Huch, du bist ja dick!» Von Magersüchtigen bis 300 Kilo hab ich alles hier in der Praxis. Wenn man dadurch im Leben eingeschränkt ist und die Körperlichkeit einen traurig macht, sollte man das ändern. Und wenn das jemand will, ist die Chance enorm gross, egal, ob man mit 35 oder mit 300 Kilos an den Start geht.

Aber einfach ist es nicht.

Abnehmen ist kein Durchmarsch. Ich selber habe jeden Montag keinen Bock drauf. Auch ich bin nicht der Abnehmgott. Ich falle hin, mache Rückschritte. Es ist sehr schwer, es allein zu schaffen. Ich hätte damals auch gern jemanden an meiner Seite gehabt.

Wie war das mit dem damaligen Partner?

Er hat das gesagt, was Partner und Freunde sagen sollten: «Wenn du Hilfe möchtest, sags mir. Wenn du keine Hilfe willst, ist das auch in Ordnung. Ich liebe dich, wie du bist.» Hilfe anzunehmen, musste ich hart lernen. Wir sind dann auseinandergegangen, aber nicht wegen meines Gewichts. Und wir sind immer noch gute Freunde.

Gejammere, sagen Sie, geht Ihnen auf die Nerven.

Ich glaube an Verantwortung fürs eigene Leben. Auf dem Sofa sitzen, sich nicht bewegen und eine Änderung erwarten, das geht nicht. Man muss dem Ziel eine Chance geben. Jammern und allen anderen die Schuld geben, das nervt.

Wem geben Übergewichtige die Schuld?

Der Gesundheit, den Ärzten, der Schilddrüse, Freunden, der Familie, der Gesellschaft. Oder, ganz gut: der Lebensmittelindustrie. Dann denk ich immer: Dreh doch mal die Packung um, steht doch alles drauf.

Was erwarten Übergewichtige vom Umfeld?

Offenheit und Ehrlichkeit. Wenn ein Dicker fragt: «Findest du mich zu dick?», am besten antworten: «Warum fragst du? Hast du ein Problem damit?» Und dann lieber die tollen Eigenschaften dieses Menschen aufzählen. Wir machen einander viel zu selten Komplimente. Menschen zu beurteilen, ist ganz dünnes Eis.

Also nicht sagen: «Ja, ich finde dich zu dick»?

Also nicht sagen: «Ja, ich finde dich zu dick»?

Wann finden Sie sich nicht mehr zu dick?

Das nächste grosse Ziel sind 125 Kilo, einfach weil es sich schön anhört. Und irgendwann möchte ich unter 100 Kilo wiegen. Aber vor allem möchte ich Schmerzfreiheit und das Gefühl «Jetzt ist gut». Egal, wie schwer ich dann bin. Ich habe gelernt, dass Zufriedenheit nicht an einer Zahl hängt.

Kann das Abnehmen auch eine Sucht werden?

Ja. Wenn das Leben nur daraus besteht, zu wägen und zu wiegen.

Gibt es in Ihrem Leben noch andere Themen als essen und abnehmen?

Es umspannt mein Leben natürlich sehr. Aber ich stehe auch auf Filmabende, gehe gern ins Kino. Überraschenderweise koch ich ganz gern (lacht). Und ich umgebe mich sehr gern mit meinen Freunden. Die Ernährungsberatung mache ich auch mit Leib und Seele. Da kommen Menschen wieder und sagen, sie hätten abgenommen oder zugenommen oder jetzt einen Partner oder das erste Mal seit Langem ein Kleid an oder so. Diese Erfolgserlebnisse liebe ich. Das ernährt emotional alle anderen Bereiche.

Gibt es Dinge, die mit Übergewicht einfacher sind?

Tatsächlich war das Leben in einigen Bereichen leichter. Es ist ja nie etwas passiert. Grad wenn man zu Hause eingeschlossen ist, bekommt man wenig Gegenwind. Das ist bequem. Heute, wenn ich einen Raum betrete, bin ich da. Und nicht mehr in meiner Komfortzone. Manchmal, wenn ich im Hotelzimmer bin und die fünfzigste Mail lese, in der steht: «Ich find dich Scheisse, Jäger!», da frag ich mich schon, warum ich mir das alles antue.

Gibt es Menschen, denen Sie vorher lieber waren?

Ja. Man verliert Menschen auf so einem Weg.

Warum?

Weil ich vorher einfacher zu handlen war. Ich war diejenige, die es nicht auf die Reihe kriegte. Das ist nicht böse gemeint. Aber wenn in einer Runde plötzlich derjenige mit dem grössten Problem kein ganz so grosses Problem mehr hat, müssen die anderen sich vielleicht auch mal mit ihren eigenen auseinandersetzen. Und Abnehmen verändert einen. Weil man sein Leben ändert.

Ist die Veränderung so toll, wie Sie erwartet haben?

Nun, mit Übergewicht dachte ich natürlich immer: «Wenn ich mal schlank bin, wird alles besser.» Ich musste lernen, dass das nicht stimmt. Erst muss man das Leben ändern, dann kann man abnehmen. Es ist nicht automatisch alles gut, wenn man schlank ist, und nicht alles scheisse, wenn man dick ist. Nackt sehe ich heute immer noch genauso scheisse aus wie früher. Es macht einen nicht schöner, 170 Kilos abzunehmen. Niemlas wieder wird Nicole Jäger über 300 Kilo wiegen, da ist sie ganz sicher.

Haben Sie den Gewichtsverlust auch schon mal bereut?

Nicht einen einzigen Tag.

Besteht die Gefahr, dass Sie wieder zurückfallen in das frühere Dasein?

Da wär ich ja schön bescheuert. Keine Chance! Dummheiten, ja. Stolpern ja. Rückschläge, ja. Aber ich werde niemals wieder über 200 Kilo wiegen und auf gar keinen Fall über 300.

Warum sind Sie so sicher?

Weil sich nichts auf der Welt so geil anfühlen kann wie Leben. Und weil ich es nicht mehr will. Diese Entscheidung treffe ich jeden Morgen.

Niemlas wieder wird Nicole Jäger über 300 Kilo wiegen, da ist sie ganz sicher.
Niemlas wieder wird Nicole Jäger über 300 Kilo wiegen, da ist sie ganz sicher.

Fotograf: Christian Kerber

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