17. April 2018

Nachtgespräch mit Süssigkeiten

Während ihrer Ausbildung zur Lebensmitteltechnologin bei der Chocolat Frey verbringt Lena Hoffmann viel Zeit im Internat. Dort geht sie regelmässig für drei Wochen zur Schule, diskutiert bis in die Nacht hinein und isst dazu Süssigkeiten.

Lena Hoffmann
Meine Aussicht während des Unterrichts

Die letzten drei Wochen war ich wieder in Wädenswil, in der Schule. Das hiess, ich musste jeweils am Sonntagabend meine Taschen packen. Was sich im ersten Moment etwa so anfühlt, als würde man in die Ferien fahren.

Was sich aber seit meinem letzten Blog-Beitrag verändert hat: Mit vielen aus meiner Schule verstehe ich mich nicht einfach nur gut, sondern wir haben richtig Freundschaft geschlossen, und wir treffen uns auch ausserhalb der Schule. Leicht zu organisieren ist das oft nicht, da Lisa in St. Gallen wohnt und Vanessa zum Beispiel in Glarus. Es dauert oft einige Stunden, bis sich alle am selben Ort eingefunden haben.

Was sich im Internat auch noch verändert hat: Ich habe das Zimmer gewechselt. Nicht, weil ich mich nicht mit meiner Zimmergenossin verstanden hätte. Sondern weil mein Schlafrhythmus besser mit dem von Lisa zusammenpasst, da wir beide immer lange wach bleiben und unsere ehemaligen Zimmergenossinnen beide gern etwas früher schlafen gehen.

Ich und meine neue Zimmermitbewohnerin Lisa
Ich und meine neue Zimmermitbewohnerin Lisa (rechts)

Späte, süsse Diskussionen

Lisa und ich sind immer bis 22.44 Uhr im Aufenthaltsraum, und dann müssen wir schon fast rennen, denn um 22.45 Uhr darf man uns ausserhalb des Zimmers nicht mehr sehen und nicht mehr hören.

Das heisst für uns beide aber noch lange nicht, dass wir um diese Uhrzeit schlafen gehen. Zuerst gehen wir in Ruhe duschen. Glücklicherweise haben wir eine Dusche im Zimmer. Sonst müssten wir ja auch immer bis um 22.45 Uhr geduscht haben.

Danach reden wir meistens etwa bis 1 Uhr in der Nacht. Unsere Gespräche beginnen mit dem Lästern über Internatsregeln, gehen weiter zu hübschen Jungs und zum Ausgang am Wochenende und enden beim Schweizer Schulsystem oder der Politik.

In den Schlaf reden

Was diese Gespräche besonders toll macht, ist unser Essen. Jeden Abend essen wir mindestens eine Tüte Chips und zwei Tüten Gummibärchen dazu. Der Höhepunkt war aber, als wir einmal in unseren Betten lagen und nichts zu essen hatten. Also diskutierten wir einfach übers Essen. Ob wir jetzt Lust auf eine selbstgemachte Pizza mit Broccoli hätten – Broccoli ist unser Lieblingsgemüse. Oder doch lieber ein frisches, saftiges Partyfilet. Am Ende landeten wir schliesslich bei der Stalden Crème mit Rahm. Und dann bin ich mitten im Satz eingeschlafen.

Mitternachtssnack aus Schokolade

Aber unsere Lust auf Stalden Crème verfolgte uns den ganzen nächsten Tag. So blieb uns nichts anderes übrig, als nach der Schule eine Dose davon kaufen, inklusive Sprühsahne. Das war der beste Mitternachtssnack unserer drei Schulwochen. Diskutieren macht einfach mehr Freude mit süsser Schokolade.

Unser Mitternachtssnack, die Stalden Crème
Unser Mitternachtssnack, die Stalden Crème

Leider sind diese ganzen Snacks nicht immer ganz günstig, und ich gebe während der Schule viel zu viel Geld für Essen aus. Nach jedem Schulblock nehme ich mir vor, beim nächsten etwas weniger auszugeben, was jedoch nicht ganz einfach ist. Ich hoffe, dass es mir im Juni, wenn wir das nächste Mal ins Internat ziehen, etwas besser gelingt.

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