24. Mai 2018

Nachricht vom Smart Home

Aufmerksame Sensoren haben zu Hause ein Auge darauf, ob alles in Ordnung ist. Wenn nicht, gibts eine Nachricht aufs Smartphone.

Smart Home
Bild: Pixabay.com
Lesezeit 3 Minuten

Hat die Waschmaschine ein Leck, sind Einbrecher im Haus, oder braucht der Rasen dringend Wasser? Smarte Sensoren überwachen Haus und Garten und senden, wenn es etwas Auffälliges gibt, via Internet eine Nachricht, ein Bild oder eine SMS an das Smartphone des Nutzers - auch, wenn der gerade weit weg ist: im Büro, beim Einkaufen oder im Urlaub. Das Gute daran: Die meisten Sensoren arbeiten kabellos per Funk und brauchen auch keine Steckdose.

Vielen Nutzern geht es dabei in erster Linie um Sicherheit. So erkennen kabellose Sensoren am Tür- oder Fensterrahmen, wenn sich dort jemand Zugang ins Haus verschafft. Bemerkt der Sensor eine Erschütterung, erhält der Hausbesitzer eine Meldung auf sein Smartphone. Auch klassische Bewegungsmelder lassen sich flexibel im Haus platzieren und setzen eine Meldung ab, wenn vor ihnen etwas vorbeihuscht. Bekannte Haustiere werden dabei einfach ausgeblendet.

Visuelle Informationen dazu liefert aber erst eine Kamera. Sie benötigt eine Steckdose, denn die Mitteilung nach einer ungewöhnlichen Begegnung sendet sie über den WLAN-Router ins Internet. Was passiert ist, zeigt dann die dazugehörende App auf dem Smartphone, als Livebild oder im Kurzclip.

Ist die Kaffeemaschine ausgeschaltet?

Auch die smarte Variante der Türklingel besitzt Bewegungsmelder und Kamera. So erfährt der Nutzer über sein Smartphone jederzeit, was zu Hause vor der Tür gerade los ist. Und gibt zum Beispiel dem Postboten aus der Ferne Anweisungen, wo er das Paket hinlegen soll.

Smarte Zwischensteckdosen erkennen am Stromverbrauch, ob angeschlossene Geräte wie Lampe, Kaffeemaschine oder Klimaanlage ein- oder ausgeschaltet sind – und können das bei Bedarf korrigieren. Manche smarte Steckdosen informieren über den Stand des aktuellen Stromverbrauchs. Smarte LED-Lampen lassen sich auch ohne Steckdose aus der Ferne steuern und so ein wenig Anwesenheit vorgaukeln.

Wem unterwegs die allgemeinen Infos der Wetter-App nicht ausreichen, stellt zu Hause seine eigene Wetterstation auf. Deren Sensoren für drinnen und draussen liefern wirklich lokale Werte zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck ans Smartphone; Zusatzmodule messen auch Niederschlagsmenge und Windgeschwindigkeit.

Smarte Feuermelder sollen dagegen unnatürlich heisse Temperaturen, Rauch und das hochgiftige Kohlenmonoxid erkennen und einen Alarm ans Smartphone absetzen. Das kann Leben retten. Weniger dramatisch hingegen der smarte Wassersensor neben der Waschmaschine, der nur Alarm schlägt, wenn der Waschraum durch einen lecken Schlauch unter Wasser steht.

Der Computer startet den Rasensprenger

Ob der Rasen und das Blumenbeet ein wenig Feuchtigkeit brauchen, misst ein Bodensensor im Garten und leitet das Ergebnis ans Smartphone weiter. Aus der Ferne kann dann der Rasensprenger aktiviert werden – wenn dies nicht zuvor schon der Bewässerungscomputer vor Ort getan hat.

Allerdings: Um Nachrichten von zu Hause auf das Smartphone zu senden, benötigen alle Sensoren ohne WLAN eine Anbindung ans Internet, eine Bridge, die mit dem Router verbunden ist. Leider verwenden nicht alle Sensoren den gleichen Funkstandard. Um nicht mit mehreren Bridges und Apps auf dem Smartphone hantieren zu müssen, kauft man entweder alle Sensoren vom gleichen Hersteller, zum Beispiel Elgato, TP-Link, Devolo, Bosch oder Gigaset, oder man achtet darauf, dass die Sensoren kompatibel sind mit einem Smart-Home-System wie Homekit von Apple oder Google Home. Dann lassen sie sich auch sinnvoll kombinieren: Registriert beispielsweise der Temperatursensor im Sommer einen Anstieg der Raumtemperatur zu Hause auf 30 Grad, schaltet die smarte Steckdose automatisch das Klimagerät ein.

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