11. August 2018

Miss L. verschönert Kieselsteine

Gartenzwerge sind out. Die trendbewusste Gartenbesitzerin setzt auf dekorative Steine. Hier die verblüffend einfache Anleitung.

Miss L. verschönert Kieselsteine

Ich lebe im Zürcher Oberland. Dort gibt es sanfte Hügelketten, türkisfarbene Seen und unendlich viele Kieselsteine. Das ist eine Hinterlassenschaft der letzten Eiszeit, als sich Gletscher gen Tal schoben und wie ein gigantisches Mahlwerk funktionierten. Man kann die rund geschliffenen Steine ignorieren. Oder man verwandelt sie in Hingucker. Rate, für welche Variante ich mich entschieden habe!

das brauchts

Du brauchst

- glatt geschliffene Kiesel in allen Grössen, Farben und Formen; bedenke, dass der Grundton später durchscheinen wird
- Servietten in unterschiedlichen Designs
- Serviettenkleber (zum Beispiel «Art Potch» oder anderes Fabrikat)
- Pinsel
- Waschschüssel und Bürste

ausgewählte Servietten

Und so wirds gemacht

Suche die schönsten Kieselsteine aus. Wenn du so wie ich in einem Endmoränengebiet lebst, solltest du auch neben Bachläufen schauen. Ich achte jeweils darauf, dass die Oberfläche der Steine besonders glatt und eben ist.

sauber schrubben

Damit die Kunstwerke später auch Wind und Wetter standhalten, ist es wichtig, die Steine gut zu reinigen. Also ab damit in eine Waschschüssel und schrubben, schrubben, schrubben.

Servietten-Lagen trennen

Während deine Steine trocknen, kannst du bereits die Servietten vorbereiten. Die Wegwerfartikel bestehen nicht nur aus einer oder zwei, sondern aus drei dünnen Papierschichten. Für uns ist nur die oberste bedruckte Lage interessant. Schneide den geprägten Rand der Serviette ab. Nun kannst du die Ebenen trennen. Bei manchen Papierservietten hat es den Anschein, als seien nur zwei Schichten vorhanden. Nicht aufgeben! Es gibt die besagte dritte Schicht. Manchmal hilft es, die Serviette noch ein wenig einzureissen, um die Lagen erkennen zu können.

Die Lage auflegen

Lege die Steine auf die bedruckte Serviettenschicht. Du kannst so besser abschätzen, wie gross die jeweiligen Papierstücke werden müssen. Es ist grundsätzlich möglich, die Steine gewissermassen komplett wie ein Paket einzupacken. Schöner wird es allerdings, wenn du vor allem die ebenen Flächen beklebst. Sobald es einen Papierüberschuss gibt, entstehen automatisch Falten.

Schüttle den Servietten-Kleber gut durch, damit sich der enthaltene Lack mit dem Leim vermischt. Lege das Papierstück mit der schönen Seite nach oben auf den Stein und tupfe etwas von der Flüssigkeit in die Mitte. Ab jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt. Tauche den Pinsel immer wieder in den Kleber und verstreiche jeweils von innen nach aussen. Ich arbeite mich gern kreisförmig in Richtung Rand vor. Dosiere dabei den Pinseldruck. Das Papier ist wirklich hauchdünn und reisst schnell ein. Wenn es feucht ist, geschieht dies noch schneller. Wenn du alle Bereiche eingepinselt hast, solltest du zum Abschluss noch ein Mal mit etwas mehr Druck über den Rand des Papiers streichen.

die fertigen Steine

Je nach Witterung trocknet die Papierschicht binnen weniger Minuten und verbindet sich fest mit der Steinoberfläche. Spätestens jetzt wird erkennbar, dass der Grundton des Steins leicht durchscheint. Je heller der Stein, desto deutlicher fällt das Serviettenmotiv aus. Umgekehrt gilt: Wenn der Kiesel dunkel ist, wirkt die Papierschicht transparenter.

hübsch geworden

Der Deko-Kiesel strotzt der Witterung und überlebt sogar einen Schweizer Winter. Dass man dieses Projekt auch mit Kindern durchführen kann, versteht sich von selbst. Die hier gezeigten Steine sind in Kooperation mit den Kindern des Hauses Leinenbach entstanden.

hübsches Muster

Viel Spass beim Dekorieren der Kiesel!
Miss L.


Bettina Leinenbach im Videoporträt

Video: Elena Bernasconi

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