31. Oktober 2018

Miss L. stellt Magnete her

Wir haben mehrere magnetische Pinnwände daheim. An Zetteln und Notizen mangelt es uns nie – dafür aber an hübschen Magneten.

Miss L. stellt Magnete her

Du weisst, dass ich es liebe, Dinge einem neuen Zweck zuzuführen. Heute gibt es bei Miss L. kleine Betonmagneten. Die Gussformen dafür habe ich in der Backwarenabteilung gefunden: Pralinés mal anders, könnte man sagen.

Du brauchst


- Kreativbeton
- kleine Silikonformen, die normalerweise zur Herstellung von Pralinés verwendet werden
- Magnetrohlinge mit Durchmesser 1,5 cm (bitte keine Kleineren benutzen, sonst reicht die Kraft nicht, um später alles zu halten)
- Acrylfarbe
- normale und feine Haarpinsel
- eventuell Goldpuder oder andere Dekorationselemente

Beton in Silikonform füllen

Und so wirds gemacht


Ich habe auf diesem Kanal schon einige Male mit Beton gearbeitet. Erinnerst du dich an die dekorativen Häuser oder die Briefbeschwerer? Das waren jeweils grosse Objekte. Die Vorgehensweise mit Beton ist eigentlich immer gleich. Mische Kreativbeton entsprechend der jeweils auf der Verpackung hinterlegten Anleitung an. Für ca. zehn Praliné-Formen genügen 200 g Betonpulver.

Beton in Silikonmulden füllen

Fülle die Masse in die Silikonmulden. Klopfe die Formen anschliessend einige Mal beherzt auf dem Untergrund auf, um eingeschlossene Luftblasen an die Oberfläche zu bringen. Das erfordert etwas Fingerspitzengefühl, da der Beton schnell über den Rand schwappt. (Wie man unschwer sehen kann, hatte ich es irgendwie eilig ...) Bevor der Beton aushärten darf, müssen noch die Magnete eingesetzt werden. Prüfe zuvor, welche Seite Metall anzieht bzw. welche es abstösst. Die magnetische Seite muss selbstverständlich nach aussen zeigen. Lege die Scheiben in die mit Beton gefüllten Mulden und drücke sie leicht nach unten. Im Idealfall schliessen Magnet und Beton bündig ab. Sollte etwas Betonwasser auf die Magnete gelangen, dann tupfe die Tropfen vorsichtig ab.

Magnete als Praliné-Imitat

Lasse alles gut trocknen. An feuchten Herbsttagen dauert das länger als an warmen Frühlingstagen. Wenn die Masse hart ist, darfst du die Teile vorsichtig aus der Silikonform drücken. Du wirst sehen, dass zwar alles schön fest ist, sich die Oberflächen, die im Inneren der Form waren, aber noch klamm anfühlen. Also noch ein Runde trocknen lassen, bitte. Im Idealfall bleibt der Magnet fest im Beton verankert. Manchmal kann es aber passieren, dass das Metallstück herausfällt. Kein Problem, du kannst den Magneten mit einem Tupfer Kraftkleber erneut in der Betonmulde festkleben.

Magnete als Praliné-Imitat

Wenn alles gut getrocknet ist, gehts ans Verzieren. Ich habe zwei Varianten ausprobiert. Meine Praliné-Imitate bestehen im Prinzip aus brauner Acrylfarbe und einigen Tupfer Goldfarbe. Ich vermute, dass man damit echten Schokoladenliebhabern entweder eine grosse Freude machen – oder einen lustigen Streich spielen kann.

Magnete aus Beton

Das zweite Beispiel bot sich bei den Umrissen des Gusses förmlich an: Augen. Diese lustigen Magnete gefallen meinen Kindern besonders gut. Nachdem der Lack mehrere Stunden trocknen durfte, sind die kleinen Dinger einsatzbereit.

Noch ein Tipp: Wenn du später nicht nur ein Blatt Papier, sondern gleich mehrere Schichten an der Magnetwand fixieren möchtest, dann reduziere die Höhe der Pralinés bzw. Augen. Je geringer das Eigengewicht, desto höher die Tragkraft.

Viel Spass mit den Pralinés-Magneten wünscht Miss L.


Bettina Leinenbach im Videoporträt

Video: Elena Bernasconi

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