29. Juli 2017

Miss L. macht Perlenketten

Und was für welche. So schaffst du das auch!

Lesezeit 2 Minuten

Ich gebe es zu, es ist eine Gratwanderung. Wer mit Holzperlen arbeitet, produziert schnell mal Kindergartenkunstwerke. Das muss aber nicht sein. Diese Woche zeige ich dir, wie du mit einfachen Mitteln (und relativ wenig Talent) wunderbar moderne Statement-Ketten herstellen kannst, die eher nach Koffermarkt als Bastelecke aussehen.

Das brauchst du:

  • alte T-Shirts oder sonstige Stoffreste aus dehnbarem Jersey
  • eine gute Schere oder einen Rollschneider
  • Holzperlen, -würfel, -spulen, -kegel und so weiter (im Idealfall sind alle Stücke bereits vorgebohrt, ein Lochdurchmesser von mindestens 4 Millimetern ist wichtig)
  • eine runde Feile, maximal 4 mm dick, um die Bohrlöcher zu glätten
  • Acrylbastelfarben (nach Möglichkeit schweissecht, falls du die Ketten später auf der Haut tragen möchtest)
  • Pinsel
  • eine Sticknadel mit einem weiten Öhr

Nimm dir als Erstes die Holzperlen vor. Bei industriell vorgebohrten Teilen sind die Ein- und Austrittsöffnungen oft leicht ausgefranst. Schleife die Bohrkanäle mit der Feile leicht ab.

Wir nehmen für unser Projekt keine normale Schnur, sondern einen Streifen Jerseystoff. (Ja, genau, daher die alten T-Shirts.) Du musst einfach 2 cm breite und ungefähr 80 cm lange Streifen zuschneiden. Meiner Meinung nach ist es gar nicht so wichtig, ob man parallel oder quer zum Maschenlauf schneidet. Gerade wenn du Streifenstoffe verwenden möchtest, kann ein vertikaler Schnitt besonders schöne Ringeleffekte ergeben. Am besten klappt der Zuschnitt übrigens mit dem Rollschneider, eine scharfe Schere tut es aber auch. Je glatter die Schnittkanten werden, desto schöner sehen die Jerseyspaghetti später aus. Du merkst es bereits, oder? Die Jerseystreifen rollen sich nach innen. Um diesen Effekt (der gewünscht ist) noch zu verstärken, musst du die Streifen nun mehrmals in die Länge ziehen.

Nun musst du entscheiden, welche Perlen und Farben du wie kombinieren möchtest. Leg die Stoffschnur vor dich und reihe die Elemente quasi «auf dem Trockenen auf». Verfahre genauso mit den Farbfläschchen. Mit etwas Gespür findest du schnell heraus, was passt. Es kann reizvoll sein, unterschiedliche Holzteile nebeneinander zu platzieren. Von gross zu klein, von eckig zu rund oder auch alles in einer Grösse – erlaubt ist, was gefällt. Die wenigen Elemente, die später in der Kettenmitte sein werden, sollten aber tendenziell die grössten sein. Da unsere Statement-Ketten nicht komplett aufgefädelt werden, sollten die Holzteile farblich auch mit dem Stoffstreifen abgestimmt sein.

Das Anmalen der Holzperlen ist schnell erledigt. Du erhältst besonders ebenmässige Perlen, wenn du sie beispielsweise auf eine Stricknadel aufspiesst. So befestigt, kann die Farbe auch ohne Druckpunkte trocknen.

Fädele den Stoffstreifen in die Sticknadel und beginne mit dem Aufreihen. Ich mag es besonders gerne, wenn nach jeder Perle ein einfacher Knoten kommt. Das ist nicht nur originell, der Trick verhindert auch, dass die Kette später zu steif wird. Achte ausserdem darauf, dass die Holzelemente gleichmässig auf beiden Seiten der Kette verteilt sind. Am Schluss musst du nur noch entscheiden, wie lange das Schmuckstück werden soll. Mache einen doppelten Knoten, um die Kette fertigzustellen.

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