25. August 2017

Miss L. macht Lederquasten

Im Moment baumeln an fast jeder Handtasche kleine, dekorative Lederquasten. Du kannst dir dieses Accessoire entweder kaufen (unverhältnismässig teuer), oder du stellst deine Quasten ab sofort selbst her. Da das weder aufwändig noch hoch kompliziert ist, empfehle ich Letzteres.

Die fertigen Lederquasten ohne Tasche
Lesezeit 2 Minuten

Das brauchst du

- Lederreste
- Spezialleim für Leder, gut funktioniert auch Textilkleber
- Wäscheklammern
- Metallringe
- grosses Lineal oder Geodreieck
- (nicht zwingend, aber sehr hilfreich:) Rollschneider und Schneidematte

Was es dazu braucht ...

Und so wirds gemacht

Schneide zuerst Lederrechtecke mit den Massen 10 cm x 15 cm und dazu passende Streifen 2 cm x 10 cm (= Quastenschlaufe) zu. Das geht am besten mit dem Rollschneider (Achtung, sehr scharf!), eine Küchenschere schafft das aber auch.

Schlaufe mit Leim andrücken

Entscheide, welche Seiten der Rechtecke später sichtbar sein sollen. Da es sich bei Leder um ein Naturprodukt handelt, gibt es immer mehr oder weniger strukturierte Oberflächen oder kleinere Makel. Leime die beiden Enden der zukünftigen Schlaufe auf einer Strecke von ungefähr 1,5 cm zusammen. Du brauchst dafür übrigens nur einen kleinen Klecks Klebstoff. Klammere den Schlaufenrand mit einer Wäscheklammer zusammen, dann hält der Leim besser.

Wäscheklammern

Jetzt geht es dem grossen Rechteck ans Leder. Zeichne auf der für dich weniger schönen Seite entlang der langen Kante eine Linie im Abstand von 2 cm ein. Ich habe es mit Bleistift und Kreidestift versucht, am besten hält aber eindeutig Kugelschreiber.

Lederstück vorm Schneiden anzeichnen

Lege (falls vorhanden) die Schneidematte unter und rolle mit dem Schneider (falls vorhanden) im Abstand von je 0,5 cm im rechten Winkel zur Kugelschreiberlinie über das Leder. Du stellst gewissermassen Tagliatelle her, die im oberen Bereich (über der Linie) zusammenhängen.
Tipp: Natürlich kannst du den richtigen Abstand auch anzeichnen, man wird diese Striche aber später sehen. Besser, du legst das durchsichtige Lineal resp. Dreieck so an, dass keine Hilfslinien nötig sind.

Mit Rollschneider gehts am besten

Wenn du anstelle eines Rollschneiders eine Schere benutzt, brauchst du keine stabile Unterlage, aber viel Kraft in der Hand. Das Leder ist zäh. Ich habe übrigens auf Veloursleder zurückgegriffen. Das sieht zwar später besonders schön aus, es ist aber ganz normal, dass es bei der Verarbeitung fusselt. Sobald die Quaste hängt, gibt sich das aber wieder.

Die Tagliatelle

Der vorletzte Schritt besteht darin, die Fläche oberhalb der Hilfslinie mit Leim zu bestreichen. Du hast es fast geschafft.
Lege die Schlaufe ein und klappe die ersten beiden Zentimeter über dieselbe. Leicht andrücken und einen Moment warten!

Streifen vor dem Leimen schneiden

Nun rollst du die Quaste einfach auf. Achte darauf, dass die Lederschichten von der Schlaufenseite aus betrachtet bündig zum Liegen kommen. Wenn am Ende der Schnecke Kleber austritt, hast du eindeutig zu viel verwendet. Fehlt noch etwas Leim, ist jetzt der Moment, um nachzuarbeiten.

Einzelne fertige Quaste

Wenn du möchtest, kannst du einen Metallring durch die Quaste ziehen und deine Tassels (Englisch: Quasten) gleich an eine Tasche oder einen Schlüsselbund hängen.

fertige Quasten (Tassels) an der Tasche

Viel Spass beim Nachmachen! Wenn du jetzt noch mehr Lust auf das Werkeln mit dem Naturprodukt Leder bekommen hast, findest du weitere Anregungen auf dem eigens von mir dafür eingerichteten Pinterest-Bord

Die verschiedenfarbigen Lederquasten

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