24. März 2018

Miss L. hängt Ostereier auf

Heute interpretiere ich den klassischen Osterstrauss mithilfe der Serviettentechnik neu.

Miss L. hängt Ostereier auf
Lesezeit 3 Minuten

Na? Hattest du schon Zeit, die Osterdeko hervorzuholen? Was? Die ausgeblasenen Eier, die vergangenes Jahr so schön im Frühlingswind gebaumelt haben, sind nicht mehr brauchbar? Dann schlage ich Ersatz vor, der garantiert haltbarer ist.

Das brauchst du

Du brauchst

- Plastik-Ostereier zum Aufhängen. Am schönsten sind Exemplare, die mehr oder weniger in der originalen Eiergrösse daherkommen. Ich habe übrigens abgeflachte Modelle verbastelt, da ich das einen Tick raffinierter fand.
- mehrere farblich passende Servietten
- Serviettenkleber (Art Potch)
- Seidenbänder in verschiedenen Farben
- dekorative Perlen als Abschluss
- Pinsel
- Osterzweige und Vase

die Plastikostereier

Und so wirds gemacht

In diesem Tutorial greife ich auf die sogenannte Serviettentechnik zurück. Vereinfacht gesagt, überträgt man dabei ein Motiv, das Bestandteil eines Serviettendesigns war, auf eine Unterlage. Die Vorgehensweise ähnelt der beim Fototransfer oder der bei der Decoupage-Technik. In diesem Fall kommt aber ein Leim zum Einsatz, der nur sehr dünne Papierschichten fixieren kann.

die Servietten

Servietten sind dafür wie gemacht. Allerdings musst du die Papiertücher erst noch in ihre einzelnen Lagen zerlegen. Trenne in einem ersten Schritt die bedruckte Seite von der unbedruckten ab. Das geht nicht ohne Weiteres, da alle Servietten im Randbereich durch Druck miteinander verbunden wurden. Schneide deswegen über den Bereich mit den kleinen Hügeln hinweg in die Serviette hinein. Im Innern liegen die Schichten locker aufeinander.

Servietten auftrennen

Nimm dir nun die bedruckte Lage vor. Du siehst es nicht auf den ersten Blick, aber dieser Serviettenteil ist ebenfalls doppellagig. Löse die zweite unbedruckte Schicht ab. Übrig bleibt ein hauchdünnes, bedrucktes Stück. Das brauchen wir.

Motivausschnitte ausschneiden

Im Prinzip musst du nun vorsichtig mit einer Schere Stücke ausschneiden, die a) schöne Motive enthalten und b) exakt der Oberfläche des zu beklebenden Gegenstandes entsprechen. Mit anderen Worten: Ich habe Ovale ausgeschnippelt. Vergiss nicht, dass die Eieroberfläche gekrümmt ist. Du brauchst also einen etwas grösseren Bereich.

Wie gross müssen sie sein, um danach das Ei du bedecken?

Schüttele den Serviettenkleber gut, bevor du ihn öffnest. Nun kommt der Schritt, der viel Fingerspitzengefühl erfordert. Lege das Motiv mit der bedruckten Seite nach oben auf das Ei und streiche den Leim mit wenig Druck auf das Motiv. Ich empfehle dir, in der Mitte zu beginnen, und dich vorsichtig zu den äusseren Bereichen vorzuarbeiten.

der Leim, der die dünnen Serviettenausschnitte aus Ei haftet

Du wirst schnell merken, dass das Papier wirklich hauchdünn ist. Es kann einreissen, es kann unschöne Wellen schlagen, es kann am Rand zu sehr überstehen. Mein Tipp wäre deswegen, einen misslungenen Versuch sofort abzubrechen. Die Serviette lässt sich in den ersten Minuten komplett vom Ei lösen. Beim dritten oder vierten Mal gelingt es garantiert schon besser.

die bunten Eier, noch nicht in definitiver Form

Ich habe während meiner Experimente noch eine interessante Beobachtung gemacht. Servietten mit farbstarken Motiven sind stabiler als pastellige Varianten. Das lässt sich garantiert mit der beim Druck verwendeten Farbe beziehungsweise mit der Anzahl der Druckschichten erklären. Mit anderen Worten: Die Eier mit den bunten Vogelmotiven sind exakter ausgefallen als die gepunkteten Varianten.

Doppelknoten, der dann mit Nagel ins Eiinnere gedrückt wird

Die Plastikeier aus dem Bastelgeschäft haben oftmals ein vorgebohrtes Loch am oberen Ende. Da sie zudem sehr leicht sind, brauchst du keine besondere Verleimung, keine komplizierte Knotentechnik. Es ist viel simpler: Mache einen Doppelknoten in ein dünnes Seidenband und lege den Knoten über die Bohrstelle. Mithilfe eines Nagels oder einer Scherenspitze kannst du den Knopf ins Eierinnere drücken. Ich habe ausserdem noch Zierperlen eingefädelt, um die Eier noch einen Tick wertiger erscheinen zu lassen. Das ist aber kein Muss, sondern eher eine Spielerei.

Viel Spass beim Ostereieraufhängen!
Miss L.


Bettina Leinenbach im Videoporträt

Video: Elena Bernasconi

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