17. Oktober 2018

Miss L. gestaltet einen Herbstkranz

Manchmal muss man die Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Wusstest du beispielsweise, dass Kiefernzapfen wie Blüten aussehen können?

Der fertige Herbstkranz
Lesezeit 3 Minuten

Ich zeige dir diese Woche, wie du mit wenig Aufwand einen attraktiven Türkranz (oder Tischkranz) herstellen kannst. Das Schönste daran: Das geht total einfach.

Das brauchts

Du brauchst

- einen Strohring; ich wählte ein Exemplar mit Durchmesser 40 cm, es geht auch kleiner
- viele, viele Kiefernzapfen in unterschiedlichen Grössen (z.B. erhältlich im Depot), wobei die Exemplare maximal hühnereigross sein sollten
- Gartenschere
- matte Spraylacke in unterschiedlichen Farben, gern auch in Metallic-Optik
- Heissleimpistole und etliche (!) Nachfüllstifte
- ein farblich passendes Dekoband
- gegebenenfalls ockerfarbener Acryllack für die Blütenmitte
- Pinsel

Und so wirds gemacht

Schau dir bitte deine grösseren Kiefernzapfen genauer an. Der Zapfenboden, also die Stelle, an der das Gebilde aus dem Zweig wächst, erinnert stark an Dahlien oder Zinien. Diese Seite interessiert uns besonders. Schneide mit Hilfe der Gartenschere die Spitzen der Zapfen ab. Das sieht ungefähr so aus:

Zapfenspitzen mit Zange

Bei den kleineren Zapfen interessiert uns hingegen die Spitze; dort bitte nichts abzwicken. Lege nun alle grossen Blüten in einen Karton. Die schöne Seite zeigt jeweils nach oben.

im Karton, schöne Seite oben

Du darfst die Gebilde nun an der frischen Luft mit unterschiedlichen Lacken einfärben. Tipp: Es ist nicht erstrebenswert, alle Pflanzenteile perfekt einzunebeln. Wenn das Holz noch durchscheint, wirkt alles viel natürlicher.

Verfahre ebenso mit den kleineren Zapfen. Dort darfst du allerdings die Spitzen besprühen. Denke einfach an weit geöffnete Dahlien, die tellerförmig aussehen, und Blumen, die noch nicht ganz erblüht sind (eben: kleinere Zapfen).

den Kranz besprühen

Besprühe in einem letzten Schritt auch den Strohkranz mit einer deiner Farben, vorzugsweise mit dem Ton, der am neutralsten ist. Lass alles gut trocknen.

verteilte Zäpfchen auf dem Kranz

Bewaffne dich mit der Heissleimpistole und lege auch gleich schon weitere Munition parat. Für so einen Kranz benötigst du ein paar Klebestifte. Beim Besatz des Rings gibt es eigentlich kein Richtig oder Falsch. Es gibt aber zumindest eine smarte und eine weniger smarte Art vorzugehen. Ich rate eher davon ab, wie wild Zapfen aufzukleben. Viel schöner wird es, wenn du dich an ein System hältst. Hier also mein Vorschlag. Klebe nacheinander immer abwechselnd einen grossen Zapfen (Dahlie) auf die obere Seite des Strohkranzes. Aber bitte nicht wie beim Militär in Reih und Glied, sondern immer ein wenig versetzt. Rot, Pink, Aubergine – und wieder Rot. Sobald das Rund geschlossen ist, ergänzt du die Lücken rechts und links von der ersten Reihe mit Dahlien in den Farben, die dort von der Logik her fehlen.

fertig bestückt

Ab jetzt ist Freestyle erlaubt und sogar erwünscht. Bestücke die noch verbleibenden Lücken ganz nach Gefühl mit weiteren Blüten. Schmale Öffnungen sind perfekt für aufblühende Zapfen; in den Randbereichen solltest du ebenfalls auf die kleineren Elemente setzen. Manchmal ist es hilfreich, die neuen Zapfen ein wenig unter den alten zu verkannten, damit der Strohring kaum durchscheint. Jetzt noch die schöne Schleife, und fertig ist der Kranz. Ging doch super einfach und sieht klasse aus, oder? Und das Beste: Der Heissleim haftet sehr gut, der Kranz hält garantiert mehrere Jahre. Wer es übrigens noch ein bisschen bunter oder realistischer möchte, der darf einzelne Blütenmitten vorsichtig mit Ockergelb betupfen. Ich habe auf diesen Schritt in meinem Beispiel verzichtet, aber die Option besteht.

fertiger Herbstkranz

Viel Spass mit den Kiefernzapfen wünscht
Miss L.


Bettina Leinenbach im Videoporträt

Video: Elena Bernasconi

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