17. März 2018

Miss L. färbt Übertöpfe und Vasen

Mein zweiter Versuch mit den wunderbaren Marmorfarben gelingt schon besser. Doch es bleibt noch viel zu lernen.

Miss L. likes Marmor

Erinnerst du dich an meine Experimente von vergangener Woche? Ich wollte mich mit dem Trendthema Marmorieren vertraut machen und musste feststellen, dass das gar nicht so einfach ist.
Heute also Runde zwei. Ich finde, ich mache durchaus Fortschritte, obwohl der Ausschuss immer noch hoch ist.

Das brauchst du

Du brauchst

- viele kleine Gefässe (Pflanzenübertöpfe, Vasen, Espressotassen etc.)
- Marmorierfarbe aus dem Bastelgeschäft
- Holzstäbchen oder –spiesse
- Basteldraht oder lange Nägel, um Muster in die unterschiedlichen Farben ziehen zu können
- Handschuhe
- ein grosses, flaches Gefäss, das dreckig werden darf
- alte Zeitungen

Die Gefässe

Und so wirds gemacht

Das Gesagte von neulich gilt: Marmorfarben kommen dann besonders schön zur Geltung, wenn der Untergrund, auf den die Muster übertragen werden, weiss oder schwarz ist. Ich habe mir deswegen etliche kleine, weisse Übertöpfe und Vasen besorgt. Die Variante in Rosa hätte ich gar nicht erst einkaufen müssen, da – wie ich lernen musste - selbst ein so zarter Grundton bereits das Ergebnis beeinflusst. Stelle unbedingt sicher, dass deine Gefässe trocken und vor allem staubfrei sind, bevor du loslegst. Befülle ein grosses Gefäss, das schmutzig werden darf, etwa zehn Zentimeter hoch mit Wasser.

Das grosse, zuerst mit etwas Wasser gefüllte Gefäss

Träufle wenige Tropfen der Farbe deiner Wahl auf die Wasseroberfläche. Wie schon erklärt, bilden die Marmorierfarben einen hauchdünnen Film, fast wie Benzin. Gib einen weiteren Farbton hinzu und beobachte, wie sich scharfe Ränder ausbilden. Ich habe dieses Mal meine Färbewanne fotografiert, bevor ich die Farben ineinandergezogen habe.

drei eingeträufelte Farben

Hier eine Mustervariante im Detail. Bei diesem Beispiel habe ich drei Farben eingeträufelt: Erst Rot, dann in die Mitte des roten Feldes Pink und zuletzt, wiederum in die Mitte, Blau. Mithilfe eines Holzstäbchens habe ich das Blau nach aussen gezogen. Da das Wasser immer in Bewegung ist, fliessen die Bereiche ineinander.

... und gemischt

Wenn du einen etwas stärkeren Marmoriereffekt wünschst, darfst du nun noch mithilfe eines dünnen Drahtstücks oder eines langen Nagels eine Art Spirale in die Farbe zeichnen. Übertreibe es aber nicht! Sämtliche Farben verbinden sich innerhalb von höchstens zwanzig Sekunden miteinander und verklumpen unwiderruflich.

marmorierte Becher

Was im Kleinen noch ganz gut funktioniert, erfordert im Grossen, das heisst in der Färbewanne, Geschick. Hier meine Tipps:

- Stelle alle Gefässe bereit, lege Zeitungen aus und ziehe Handschuhe an, bevor du die Farbe auf die Wasseroberfläche gibst
- Marmoriere die Schlieren ohne Verzug; das Zeitfenster, in dem sich Muster realisieren lassen, ist klein
- Schiebe den Farbfilm vorsichtig zur Seite, um eine freie Wasserfläche zu erhalten, über die du das erste Gefäss eintauchst.
- Positioniere das Gefäss unter Wasser direkt unter den Schlieren und ziehe es langsam und vorsichtig nach oben
- Streiche allfällige Farbüberstände beim Herausheben an einem Holzstäbchen ab und stelle das Gefäss zum Trocknen auf die Zeitung

die Vasen

Oftmals ist das Färbebad bereits nach dem ersten Tauchvorgang unbrauchbar, da die Farben verklumpt sind. Du kannst nun entweder frisches Wasser einfüllen oder die Rückstände mit einem Stück Küchenpapier abfischen.

... mit Blumen

Die fertige Oberfläche muss übrigens nicht nachbehandelt werden. Die Farben haften prima auf den Vasen und Töpfchen – und natürlich auch an den Fingern. Aber du hast meinen Rat mit den Handschuhen ja befolgt, oder?

Gefässe mit Kakteen

Viel Spass beim Marmorieren wünscht
Miss L.


Bettina Leinenbach im Videoporträt

Video: Elena Bernasconi

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