29. Dezember 2017

Miss L. baut Städte

Manche Dinge erfüllen nur einen einzigen Zweck: Sie sind schön. So wie diese herzigen Betonhäuschen hier.

die fertigen Häuschen
Lesezeit 2 Minuten

Hast du Lust, ins Immobiliengeschäft einzusteigen? Wolltest du schon immer eine Stadt nach deinem Geschmack errichten? Dann habe ich gute Nachrichten: Das geht ganz einfach und schnell. Hier entlang!

das brauchts

Du brauchst

- Bastelbeton
- Häuschen-Gussformen (meine Vorlage ist von Rayher, in verschiedenen Grössen erhältlich)
- Speiseöl (z. B. Rapsöl)
- Pinsel
- Fototransfermedium
- Laserausdrucke mit Designs deiner Wahl

los gehts

Und so wirds gemacht

Betonieren ist ein bisschen wie Kuchen backen. Bevor es losgeht, musst du die Form einfetten. In einem früheren Tutorial hatte ich noch Vaseline als Mittel der Wahl angegeben. Mittlerweile weiss ich aber, dass es mit normalem Speiseöl noch viel besser geht.

Betonmasse präparieren

Mische nun die Betonmasse entsprechend den Vorgaben auf dem Eimer an. Wenn du das Gefühl hast, dass die Masse zu krümelig ist, dann darfst du noch etwas mehr Wasser unterrühren. So verlängert sich zwar die Trocknungszeit, aber der Beton wird geschmeidiger.

Betonmasse in Förmchen

Giesse die Masse in die Formen. Es ist normal, dass sich dabei an den Rändern etwas Öl absetzt. Solltest du etwas zu viel Beton eingefüllt haben, dann korrigiere mit einem Löffel, bis alles schön bündig abschliesst. Man unterschätzt übrigens das benötigte Volumen. Die von mir benutzten, kleinen Vorlagen fassen über 800 Gramm Beton. Im Zweifelsfall also ruhig etwas mehr anrühren, okay?

Es ist normal, dass sich in der Masse Luftblasen bilden. Wenn du dir eine möglichst ebene Häuserfassade wünschst, musst du die befüllten Formen einige Male – mit Fingerspitzengefühl, aber durchaus beherzt – auf den Tisch aufstossen.

Die Hausförmchen

Für viele Bastelbetonmischungen wird die benötigte Trocknungszeit mit zirka zwei Stunden angegeben. Ich empfehle dir aber, die Häuschen über Nacht in der Form zu lassen. So kann die Masse besser und ebenmässiger aushärten. Dank des Öls kommen die Betongebilde relativ einfach aus der Form. Im Prinzip könnte man nun schon aufhören, die Häuschen sind auch in der Rohform hübsch.

es kommt noch die Fassade

Ich habe mich entschieden, noch weiter an den Fassaden zu arbeiten. Erinnerst du dich an dieses Tutorial hier? Damals hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben mit einem Fototransfermedium (Modge Podge oder auch Photo Patch genannt) gearbeitet. Diese Technik kommt nun wieder zur Anwendung. Alles, was du benötigst, sind Laserkopiererausdrucke, einen Pinsel und etwas Patch.

Bestreichen

Bestreiche die Häuschen grosszügig mit der weissen Flüssigkeit. Verfahre ebenso mit der bedruckten Seite des Papiers. Auflegen, fertig. Während sich der Patch mit den Tonerpartikeln verbindet, entsteht ein spiegelverkehrtes Abbild der Originalvorlage. Solltest du beispielsweise Fotos (anstelle von geometrischen Mustern) übertragen, musst du diese vor dem Ausdruck spiegeln. Lies dir unbedingt die Anleitung des von dir benutzten Transfermediums durch: Es gibt Produkte, die schon nach ein bis zwei Stunden weiterverarbeitet werden können; andere müssen erneut über Nacht ruhen.

vor dem Ablöseprozess

Befeuchte das Papier mit einem Schwamm und beginne vorsichtig mit dem Ablöseprozess. Bei einem meiner Häuschen hat sich die Vorlage nicht durchgängig mit dem Beton verbunden, weswegen das Muster nur halb übertragen worden ist. Klarer Fall von «zu wenig Patch benutzt». Obwohl, ich finde, mit etwas Abstand betrachtet, ist diese kleine Imperfektion sogar noch richtig hübsch.

Viel Spass beim Betonieren!
Miss L.

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