23. Juni 2018

Miss L. bastelt bunte Laternen aus Glas

Sommerzeit ist Sitzplatzzeit. Wenn jedoch die Sonne untergeht, muss eine alternative Lichtquelle her. Wie wäre es zum Beispiel mit diesen hübschen, kleinen Windlichtern?

Die fertigen Sommerlaternchen

Bevor ich voll in das Tutorial einsteige, eine Randnotiz: Wieso habe ich noch nie vorher mit Spraylack gearbeitet? Ich vermute, weil ich zu viel Respekt hatte.

Bei Farben aus der Dose kamen mir spontan schlechte Graffitis in den Sinn oder Farb-Rotznasen. Wie gut, dass ich nun diese DIY-Kolumne hier schreibe. Sonst hätte ich Spraylack auch die nächsten Jahre gemieden.
Heute also ein anfängertaugliches Projekt, bei dem (fast) nichts schiefgehen kann: dekorative Windlichter, eingefärbt mit Spraylack und verziert mit Knopfbordüren.

das brauchts

Du brauchst

- Gläser in der Grösse deiner Wahl
- Spraylacke
- Malerkrepp
- viele bunte Knöpfe; die Bohrungen sollten nicht zu klein sein
- pro Glas circa 2 m Papiergarn mit Metallkern

abkleben

Und so wirds gemacht

Da sich die gesprayten Farbpartikel gern in alle Himmelsrichtungen verteilen, solltest du die Oberkante der Gläser mit Krepp abkleben. Meine Gläser sind rund, deswegen habe ich mit vielen kleinen Stücken gearbeitet.

abgedeckt

Die Spraylacke sind alle mehr oder weniger ähnlich. Was sie alle gemeinsam haben: Die Dosen verteilen einen ultrafeinen Farbnebel, der exzellent haftet. Vergiss also nicht, den Untergrund, auf dem du arbeitest, abzudecken. (Ach, ja, die weissen Jeans würde ich vorher auch eher gegen eine alte, dunkle Arbeitshose tauschen.)

Beim Sprayen ist weniger mehr. Schüttle die Dose, halte die Düse in das Glas und sprühe für maximal eine Sekunde. Das Innere des Windlichts funktioniert wie eine Diffusionskammer, alle Farbpartikel wirbeln durch den Hohlraum und lassen sich auf der Fläche nieder. Es gibt keinen Grund, eine Stelle erneut zu behandeln oder die Düse gezielt auf einen Ort zu richten. Das führt nur zu einem massiven Farbüberschuss – und zu Rotznasen. Ich habe das erste Glas überbehandelt und erst beim zweiten und dritten die richtige Dosierung gefunden. (Nicht zuletzt deshalb rate ich dir, lieber ein Glas mehr anzuschaffen.)

die Knopfgirlande

Während die Gläser trocknen, kannst du die Knopfgirlande vorbereiten. Ich habe als Vielnäherin immer Knöpfe übrig. Wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich einen bunt gemischten Beutel im Bastelladen. Die von mir verwendete Schnur ist Papiergarn mit Metallkern. Das heisst: Das Band ist aussen weich, lässt sich aber gut formen.

Du benötigst pro Glas ungefähr 2 m Papiergarn. Fädle die Knöpfe nun auf. Achte darauf, das Garn jeweils durch zwei Löcher zu führen, damit die Girlande so aussieht, als hätte jemand Knöpfe angenäht. Ich habe an einem Schnurende eine Strecke von 20 cm knopffrei belassen. Dann werden die kleinen runden Elemente mit mehr oder weniger Abstand (ganz nach Geschmack) aufgereiht.

auffädeln

Entferne das Malerkrepp und messe aus, wie viele Knöpfe du für eine Umdrehung benötigst. Du darfst nun den langen Überstand am Glasgriff festknoten und mit dem Wickeln beginnen. Die letzte Runde ist für die eigentlichen Knöpfe vorbehalten. Der Rest von 20 cm wird ebenfalls mit dem Glas verknotet.

aufwickeln

Schon fertig! Nun musst du nur noch passende Kerzen besorgen und auf einen lauschigen Sommerabend warten.

fertig!
Die fertigen Windlichter
Nahaufnahme

Viel Spass beim Sprayen!
Miss L.


Bettina Leinenbach im Videoporträt

Video: Elena Bernasconi

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