22. Dezember 2014

Fitness-DVDs im Test

Eine Figur wie eine Balletttänzerin, ein Sixpack oder ein Po wie Kim Kardashian gefällig? Fitness-DVDs versprechen viel. Drei Redaktorinnen des Migros-Magazins habens ausprobiert. Lesen Sie unsere Erfahrungsberichte und Trainingskritiken sowie das Experten-Interview.

Die drei Testerinnen aus der Redaktion
Die drei Testerinnen aus der Redaktion: Andrea Freiermuth, Monica Müller und Yvette Hettinger.

Monica Müller (40)

Redaktorin Monica Müller
Redaktorin Monica Müller (40) beim Dehnen


Beim Joggen im Wald lasse ich Dampf ab, beim Yoga im Studio entspanne ich mich. Fürs Fitnesscenter fehlt die Zeit, warum also nicht die Stube zum Studio umfunktionieren? Schon vor Jahren habe ich die Flucht ergriffen vor brüllenden Aerobics-Instruktorinnen. In den eigenen vier Wänden funktioniert dieser Bumbumdrill für mich schon gar nicht. Da lümmle ich mich lieber aufs Sofa und verbuche das als Stand-up-Comedy. Zu Kräftigungsübungen hingegen lasse ich mich zu Hause schon viel eher hinreissen, vor allem wenn sie abwechslungsreich sind, nicht länger dauern als 30, 45 Minuten und schnell Wirkung zeigen. Über Sätze wie «Das wichtigste im Leben sind gute Bauchmuskeln» kann ich dabei grosszügig hinwegsehen. Die Kontrolle, die sonst dem Trainer zukommt, übernimmt mein 4-jähriger Sohn («Mami, die Frau im Fernsehen hält das Bein höher.»). Ob ich so lange dranbleibe, bis auch ich das so hinkriege, ist schwer abzuschätzen, aber allemal ein Versuch wert. Idealerweise, wenn der Mini-Personal-Trainer schon schläft.

Andrea Freiermuth (42)

Redaktorin Andrea Freiermuth
Redaktorin Andrea Freiermuth (42) beim Boxen


Sport vor dem Fernseher ist nichts für mich. Ich brauche zwei Dinge, um mich für körperliche Ertüchtigung zu motivieren: Natur und Gesellschaft. Zum Biken mit Kollegen muss ich mich beispielsweise nie überwinden. Besonders Spass macht es mir, wenn ich eine neue Gegend entdecken kann. Darum setze ich mich auch schon mal in den Zug, um in den Jura oder die Alpen zu fahren. Inzwischen habe ich auch im Winter den passenden Sport für mich gefunden: Skitouren und Langlaufen. Bevor ich wusste, was mir Spass macht, war ich übrigens ein richtiger Sportmuffel. Darum bin ich überzeugt: Wenn man mal herausgefunden hat, was einem entspricht, gehts praktisch von selber. Ich bin so überzeugt von meiner Theorie, dass ich sogar ein Buch zum Thema geschrieben habe: «Fitness beginnt im Kopf. Motivationstipps für Bewegungsmuffel und Sporteinsteiger», Beobachter-Edition 2012, erhältlich bei Ex Libris für 32 Franken.
Yvette Hettinger (49)

Redaktorin Yvette Hettinger
Redaktorin Yvette Hettinger (49) beim Yoga


Yoga über Mittag hat mich jahrelang gestresst statt entspannt. Ins Studio hetzen und zwischen Käsefüssen und Schnarchern um mein Plätzchen kämpfen – muss nicht sein. Gymnastik mag ich, aber nur, wenn die Umgebung und der Sound stimmen. Und Salsa ist meine Leidenschaft, das könnte ich jeden Tag irgendwie irgendwo tun – dachte ich. Dann stellte ich fest: Ein Heimprogramm wie «Mein Latin Dance Workout» hat mit Salsatanzen etwa so viel zu tun wie Boxen mit Pilates. Gymnastik vor dem Flachbildschirm ist auch höchstens ein schneller Ersatz für eine Lektion, in der mich die Gruppendynamik mitreisst. Yogaanweisungen ab Konserve hingegen, das hat mich überzeugt. Vorausgesetzt, die Instruktionen sind klar und die Optik inspirierend. Wenn ich die Übungen auch noch mit meiner eigenen Musik unterlegen kann, ist das weit entspannender als der Besuch im Studio.

DIE BEWERTUNGEN
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