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Dringend erwünschter Hausarzt-Nachwuchs

Hausärzte wie Paul Affentranger, Hans Bühlmann und René Häusermann könnten längst den Ruhestand geniessen. Doch weil es schwierig ist, junge Nachfolger für Hausarztpraxen zu finden, praktizieren sie weiter.

Unterschiedlicher könnten ihre Praxen nicht sein und auch ihre Patienten nicht. Bei Paul Affentranger in Flühli, in der hintersten Ecke des Kantons Luzern, wird gerade umgebaut – für die kommende Generation, die dann hoffentlich antritt und ins Entlebuch zieht. Affentranger nennen hier alle «Päuli». Fast jeder hatte schon einmal mit ihm zu tun, er ist der einzige Arzt im Dorf.

René Häusermann praktiziert seit vier Jahrzehnten in der Stadt Zürich, seit 20 Jahren an der Langstrasse im Kreis 4, wo der Alkoholpegel auch tagsüber höher ist als anderswo. Seine Klientel: Quartierbewohner, Tänzerinnen, Prostituierte, Drogenabhängige, Migranten. Hier, so der erste Eindruck, dürfte mal wieder renoviert werden.

Affentranger wird im kommenden Jahr 70, Häusermann ist bereits 79. Beide sind im Rentenalter. Beide können nicht gehen. Oder: Sie wollen nicht. Denn einfach die Tür schliessen und die Patienten ihrem Schicksal überlassen – das ist nicht der Stil, den ein Hausarzt alter Schule pflegt.
«Dinosaurier» des Gesundheitswesens werden sie auch genannt: Ärzte, die sich auf Allgemeinmedizin spezialisiert und Einzelpraxen eröffnet haben, die selten geschlossen sind. Wer Hilfe braucht, bekommt sie. Hausbesuche sind selbstverständlich, auch am Wochenende. Sie sind Garanten für eine kostengünstige Medizin.

Allerdings ist jeder zehnte Hausarzt in der Schweiz älter als 65. Und je abgelegener eine Praxis, desto schwieriger ist es, jemanden zu finden, der Patientenstamm und Betrieb übernimmt. Doch auch zentrumsnahe Praxen haben Mühe, sobald sie wie die von «Dr. Langstrasse» etwas aus dem Rahmen fallen.

Dass es bei den Allgemeinpraktikern an Nachwuchs mangelt, ist längst bekannt. Schon im Jahr 2000 war klar, dass in weniger als zwei Jahrzehnten die Hälfte der damals frei praktizierenden Ärztinnen und Ärzte das Rentenalter erreicht haben wird. Heute sind die Ärzte mit Einzelpraxen im Schnitt 55 Jahre alt. Würden nicht viele über das Rentenalter hinaus arbeiten, wäre die Not noch grösser.

Der Arzt ist auch Seelsorger

Paul Affentranger setzt sich auf einen Stuhl im Medikamentenzimmer, das während des Umbaus auch sein Büro ist. Akten liegen auf einem Tablar. «Da liegt die Schreibarbeit, die ich irgendwann auch noch erledigen muss», sagt er. An seinem Tonfall merkt man, dass er anderes lieber tut. Es ist kurz vor Mittag. «Päuli» hat heute schon rund zwanzigmal die Tür hinter sich geschlossen und den Patienten, die Patientin gebeten, Platz zu nehmen. Sprechstunde. Zuhören, ein Blick in die Akten oder auf die Laborwerte, einordnen, beraten. Untersuchen, manchmal trösten.

Der Hausarzt ist eine Instanz, die weit über das Medizinische hinausgeht. Seit Flühli keinen Pfarrer mehr hat, ist er auch derjenige, der vermehrt am Sterbebett betet. Affentranger war der erste Arzt, den es im Dorf gab. Und er ist fest entschlossen, nicht der letzte gewesen zu sein. 1978 meldete er sich auf ein Inserat, in dem stand: «Dorf sucht Arzt». Früher mussten die Menschen ins benachbarte Schüpfheim unten im Tal. Der erste Notfall kam 1978 noch während des Umbaus: Zwei Kinder hatten Vogelbeeren gegessen.

Seither sieht Affentranger bis zu 80 Patienten am Tag. Seit Jahrzehnten kommt um 7 Uhr der erste. Und oft ist der Hausarzt bis Mitternacht auf den Beinen. Im Dunkeln, durch Schnee und Regen fährt er zu abgelegenen Höfen. Im Winter behandelt er verunfallte Wintersportler, näht Wunden und gipst Knochenbrüche. Er macht gynäkologische Untersuchungen und behandelt Kinder.

«Das Spektrum der Tätigkeit ist hier grösser als anderswo», sagt Affentranger. Seit ein paar Jahren tritt er allerdings ein wenig zurück. Seine Frau sagt, er mache nun manchmal sogar einen Mittagsschlaf. Und schon seit Jahren sucht «Päuli» eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Einfach ist das nicht. Immer weniger Allgemeinmediziner wünschen sich das Leben ihrer Vorgängergeneration, von denen einige nicht selten 100 Stunden in der Woche arbeiten.
Sie wollen geregelte Arbeitszeiten und weniger Verantwortung. Eine gute Pensionskasse, bezahlte Weiterbildungen und Zeit für die Kinder. Vor allem Frauen, über die Hälfte der Medizinabsolventen ist inzwischen weiblich, wünschen sich Teilzeitstellen.

Um einen einzigen «Dinosaurier» zu ersetzen, braucht es künftig mindestens zwei Ärzte. Bundesrätin Simonetta Sommaruga sagte bereits 2006: «Die Einzelpraxis ist tot, es lebe die Gemeinschaftspraxis.» Auch Paul Affentrangers Praxis ist auf dem Weg dorthin. Der Arzt, immer schon ein wenig unkonventionell, hat nicht aufgegeben, bis die Gemeinde eine Lösung gefunden hat.

Affentranger hat viele junge Ärztinnen und Ärzte ausgebildet. Immer wieder hatte er die Hoffnung, dass sich wenigstens eine oder einer von ihnen vom «Bergdoktorvirus» anstecken lässt und die Praxis übernimmt. «Doch die Jungen», sagt Affentranger, «trauten es sich oft nicht zu.» Oder es lockten andere Angebote. Bei einer Ärztin wollte der Mann nicht.
Um ihn etwas zu entlasten, arbeitet seit Januar Hans Bühlmann (66) zwei Tage pro Woche bei Affentranger. Auch er ist Pensionär; letztes Jahr übergab er seine Hausarztpraxis in Malters LU seinem Sohn.

Seit Jahren auf Nachfolgersuche

Es ist Dienstagnachmittag, in René Häusermanns Praxis an der Zürcher Langstrasse ist es für einmal still. Er kümmert sich um die Schreibarbeit, macht Abklärungen, gönnt sich auch mal eine Pause. Sonst gibt es im Wartezimmer oft keinen Platz mehr für all diejenigen, die zu ihm wollen. Schon morgens um 8 Uhr kommen Patienten ohne Voranmeldung. Vorher anzurufen, ist meist zwecklos: Das Telefon ist fast immer besetzt.

Seit zehn Jahren denkt Häusermann ans Aufhören. So lange schon sucht er einen Nachfolger. Er hat in Ärztezeitungen inseriert, auch in ausländischen. Seine Praxis ist Multikulti, doch am meisten spricht er Portugiesisch. Es hat sich in der portugiesischen Diaspora herumgesprochen, dass da einer perfekt ihre Sprache spricht.

Bis Häusermann 16 war, lebte er mit seiner Familie im portugiesischen Porto. Sein Vater arbeitete in der Textilwirtschaft. In die Schweiz zurückzukehren, in ein Land, das er so gut wie nicht kannte, war für den Teenager eine Katastrophe. Die Familie zog ins Säuliamt. Fürs Medizinstudium entschieden hatte er sich, weil er sich für Biologie interessierte – und vermutlich auch, weil er schon damals wusste, dass er es mit Menschen gut kann.

René Häusermann möchte seit zehn Jahren aufhören – doch er findet keinen Nachfolger für seine Praxis an der Zürcher Langstrasse.

René Häusermann findet keinen Nachfolger für seine Praxis an der Zürcher Langstrasse.

Es sei schon zur Zeit seines Studiums so gewesen, dass diejenigen, die viel Geld verdienen wollten, sich auf andere Disziplinen spezialisierten, sagt Häusermann. Allgemeinmediziner, das waren die Idealisten, die sich nicht davon abschrecken liessen, dass die Professoren etwas despektierlich auf die Grundversorger herabschauten.

Heute entscheiden sich nur noch rund 30 Prozent der Medizinabsolventen für die Allgemeine und Innere Medizin. Um den Bestand an Hausärzten aufrechtzuerhalten, müssten es mindestens 40 Prozent sein.
Häusermann praktizierte zu einer Zeit in der Stadt Zürich, in der die Drogenszene auf dem Platzspitz Schlagzeilen in ganz Europa machte. Als einer der ersten Ärzte arbeitete er mit Drogenabhängigen.

Er sei als Hausarzt auch Sozialarbeiter, manchmal Psychologe, sagt er. «Es gibt Leiden, die kann man nicht einfach mit moderner Medizin behandeln.» Häusermann interessiert sich für das «Gesamtsystem Mensch». Deshalb fragt er in den Sprechstunden immer auch nach, wie es den Patientinnen und Patienten zu Hause und bei der Arbeit gehe. Erst nachdem er sich einen Gesamtüberblick verschafft hat, stellt er eine Diagnose.

Immer mehr Schreibarbeit

Was René Häusermann und auch Paul Affentranger ärgert: Die Versicherungen vertrauen ihrem Urteil und dem ihrer Kollegen immer weniger, decken die Hausärzte dafür mit Bürokratie ein – hier einen weiteren Bericht, dort noch weiterführende Begründungen. Inzwischen zeigen Untersuchungen, dass ein Fünftel der Arbeitszeit eines Hausarztes aus Schreibarbeit besteht.

Mit dieser war der portugiesische Arzt, der Anfang Jahr in René Häusermanns Praxis an der Langstrasse angefangen hatte, überfordert. Schweizer haben sich noch kaum auf die vielen Inserate gemeldet, die Häusermann geschaltet hat.
Inzwischen ist der Doktor wieder allein mit seiner Praxisassistentin. Der Plan? Noch ein paar Jahre weitermachen. Und weitersuchen.

Auch wenn sich seine eigene Praxis nicht dazu eignet: Häusermann hält Gruppenpraxen für eine gute Lösung. Mit einer Einschränkung: «Es ist wichtig, dass diese eine gewisse Konstanz gewährleisten.» Denn gerade die langjährige Beziehung und das Vertrauensverhältnis zwischen Hausarzt und Patient sind es, was für Häusermann eine gute Grundversorgung ausmacht. «Die Medizin hat sich in den letzten Jahrzehnten atomisiert. Es gibt immer mehr Spezialgebiete und Subspezialgebiete», sagt er. «Vieles, was früher unmöglich war, ist heute möglich. Doch ist alles, was möglich ist, auch immer sinnvoll?»

Häusermann und Affentranger sind überzeugt, dass es die Generalisten braucht, die den Überblick über die vielen Therapiemöglichkeiten behalten. Die Medizin ist vermehrt mit Patienten mit chronischen Erkrankungen konfrontiert. Diese brauchen Begleitpersonen, die sie beraten. Und sogar einmal von etwas abraten. Das sehen auch Gesundheitsökonomen so. Längst haben sie eine «Überversorgung» von medizinischen Dienstleistungen festgestellt. Dazu zählen etwa Behandlungen, die auf die Lebensqualität eines Patienten keinen Einfluss haben, aber das Gesundheitssystem unnötig belasten.

Auch wenn die «Dinosaurier» langsam aussterben, die Hausarztmedizin hat eine wichtige Funktion im Gesundheitssystem. Das ist auch die Meinung des Stimmvolks, das 2014 den Gegenvorschlag des Bundes zur Initiative «Ja zur Hausarztmedizin» annahm. Seither treffen Bund und Kantone Massnahmen, um die Allgemeinmedizin zu stärken. Denn obwohl der Hausarztmangel seit Langem absehbar war, wurde wenig dagegen unternommen, eher das Gegenteil: 1998 wurde der Numerus clausus eingeführt, die Zulassungsbeschränkung fürs Medizinstudium. Die Folge: Die Schweiz bildet längst nicht mehr genügend Nachwuchs, um die Lücken zu schliessen.

So ist es gekommen, dass inzwischen ein Drittel der Spitalärzte aus dem Ausland stammt. Bei den Hausärzten ist es zurzeit jeder Zehnte. Der Bund will nun die Zahl der Absolventen um ein Drittel erhöhen.
Ab kommenden Sommer bietet selbst die ETH Zürich neu einen Bachelorstudiengang in Humanmedizin an.

Dorfbewohner sind Praxis-Mitbesitzer

In Flühli hat das Dorf 2016 wieder einen Arzt gesucht. Und gefunden. Im Frühsommer wird eine junge Ärztin in Affentrangers bald fertig umgebaute Gemeinschaftspraxis einsteigen. Das Spezielle: Die Praxis gehört einer Genossenschaft, der auch Patienten angehören.
Es gibt keinen Investor wie bei anderen Gemeinschaftspraxen, niemanden, der Gewinn erzielen muss. Die Patienten besitzen sozusagen ihre eigene Praxis. Ein solches Modell gibt es bisher erst in Ebnat-Kappel SG. Die praktizierenden Ärzte mieten die Praxis von der Genossenschaft. So ist gewährleistet, dass die Praxis bleibt, wenn der Arzt geht.

Paul Affentranger wird noch eine Zeit lang mit der jungen Ärztin zusammenarbeiten. Und er hofft, dass bald eine weitere Fachperson nach Flühli kommt. Wie er vor knapp 40 Jahren. Bereut hat er es nie.

Anzahl Allgemeinärzte nach Altersgruppen. (Quelle: BfS / Ärztevereinigung FMH)

TEURE NOTFALLMEDIZIN

Hausärzte helfen, Kosten zu sparen

Wer wenn immer möglich zuerst zum Allgemeinmediziner geht, hilft Kosten sparen. 80 Prozent der Fälle können Hausärzte selbständig erledigen. Bei 20 Prozent braucht es genauere Abklärungen. Doch für viele Patienten ist der medizinische Grundversorger nicht mehr die erste Anlaufstation: Zwischen 2007 und 2014 haben die ambulanten Notfälle in den Notaufnahmen der Spitäler um 43 Prozent zugenommen.
Weil die Patienten keinen Hausarzt mehr haben oder weil sie beim Hausarzt keinen Termin bekommen haben, heisst es beim Schweizer Ärzteverband (FMH).
Rund die Hälfte der Fälle in den Notaufnahmen sind Bagatellen, die das Gesundheitssystem viel kosten. Eine Behandlung im Notfall ist bis zu dreimal so teuer wie ein Hausarztbesuch.

Von wem die Kosten im Gesundheitswesen bezahlt werden und wie sie nach Geschlechter- und Altersgruppen anfallen.

Von wem die Kosten im Gesundheitswesen bezahlt werden und wie sie nach Geschlechter- und Altersgruppen anfallen. (Quelle: BfS / Ärztevereinigung FMH)

 

Erschienen in MM-Ausgabe 6
6. Februar 2017

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Experte Matthias Maurer

«Medizin ist ein Luxusgut»

Weshalb sind die Gesundheitskosten in den letzten Jahren dermassen angestiegen?
Dafür gibt es drei Treiber. Der technologische Fortschritt gehört dazu. Wir können Krankheiten früher erkennen und dank neuer Medikamente besser behandeln. Früher war eine Krebsdiagnose oft tödlich, heute kann Krebs behandelt oder gar geheilt werden. Dies kostet aber. Die Demografie ist ein weiterer Kostentreiber: Wir leben länger, also ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir krank werden, auch grösser. Zudem leiden ältere Menschen öfter an chronischen Krankheiten, deren Behandlung ebenfalls teurer ist.

Und der dritte Grund?
Hauptgrund, wieso unsere Gesundheitskosten in den letzten Jahren so stark angestiegen sind, ist das gestiegene Volkseinkommen. Wir können es uns leisten, viel Geld für Gesundheit auszugeben, und wir tun dies auch. Medizin ist ein Luxusgut. Alles, was angeboten wird, wird in hohem Masse nachgefragt. Wären wir Schweizerinnen und Schweizer nicht so reich, würden wir für Medizin weniger ausgeben, weil wir unser Geld für Nahrung und andere Grundbedürfnisse bräuchten.

Wie werden sich die Kosten in Zukunft entwickeln?
Bleibt unser Gesundheitssystem so, wie es ist, werden die Ausgaben weiter steigen. Denn die Alterung der Bevölkerung schreitet fort, die Technik entwickelt sich immer weiter, und der Schweiz geht es wirtschaftlich nach wie vor gut.

Wie könnte verhindert werden, dass die Kosten weiter steigen?
Die Kosten sind ja nichts anderes als der Preis mal die Menge. Man kann also die Preise senken, was der Bundesrat unter anderem mit der Senkung der Medikamentenpreise bereits in Angriff genommen hat. Auf der Mengenseite gäbe es beispielsweise Zulassungsstopps für Ärzte: Solche hat der Bund eine Zeit lang sowohl für Spezialisten als auch für Allgemeinmediziner verhängt. Was die Einschränkung der Menge, also des medizinischen Angebots, betrifft, gäbe es noch Spielraum.

Wo?
In anderen Ländern wird definiert, was überhaupt von den Versicherungen bezahlt wird. Bei uns wird mit wenigen Ausnahmen fast alles bezahlt. Das schlägt sich in den hohen Prämien nieder. Und hohe Prämien verleiten die Menschen wiederum dazu, viel zu konsumieren, weil man ja etwas haben will für sein Geld.

Weniger wäre besser?
Wir Gesundheitsökonomen gehen klar davon aus, dass in der Schweiz Gesundheitsdienstleistungen «überkonsumiert» werden, dass mehr Leistungen in Anspruch genommen werden, als wirklich nötig sind. Mehr Information und Sensibilisierung könnten helfen, dass Menschen hierzulande weniger und bewusster Medizin konsumieren und sich auch einmal bewusst gegen eine Behandlung entscheiden, die teuer, aber vielleicht nicht sehr wirksam ist. Man könnte sich auch überlegen, ob generell die Selbstbeteiligung höher sein müsste, damit weniger Leistungen in Anspruch genommen werden.

Welches ist die Rolle der Allgemeinmediziner?
Hausärzte, HMO-Praxen und andere Gesundheitsnetzwerke kennen die Patienten und deren Krankengeschichten. Sie überwachen langjährige Krankheiten und könnten noch mehr einbezogen werden, wenn es zu entscheiden gilt, ob eine Behandlung oder eine Operation notwendig ist.

Matthias Maurer (47) ist stellvertretender Leiter des Winterthurer Instituts für Gesundheitsökonomie.

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8 Kommentare

Marie Gasser-Zemp [Gast]

Geschrieben am
26. Februar 2017

Super Artikel , war oft froh um diesen Arzt. Paul hat viel für unsere Familie getan . Ich wünsche Dir alles Gute und nochmals vielen Dank Maria

Jan Müller [Gast]

Geschrieben am
6. Februar 2017

1. Grosse Hochachtung vor den Hausärzten in Ihrem Artikel.
2. Leider gibt es auch noch eine andere Sorte, bei denen der schnelle Verdienst im Vordergrund steht. Da geht man mit einer Erkältung rein, nach kurzem Abhören und einem Blick in den Rachen gehen Sie nach 3 Minuten raus und das mit einem Säckchen mit 5 Medikamenten, von den die meisten sinnlos sind (Nasenspray, Lutschtabletten, Kapseln für den Husten usw.). Dafür rechnet er dann auch noch 15 Minuten nach Tarif ab.
3. Kritisch zu sehen ist aber vor allem die Meinung des Experten Matthias Maurer im Nebenartikel. Er analysiert oberflächlich und stark verkürzt, lässt viele Überlegungen weg, und kommt zum Schluss - surprise, surprise - die Patienten sind Schuld und sollten mehr dazu zahlen, also höhere Selbstbeteiligung. Das wünschen sich die Versicherungen. Experte Maurer spricht wie die Versicherungen. Das ist zwar nicht objektiv und schon gar nicht wissenschaftlich fundiert, aber man versteht ihn, den stellvertretenden Leiter des Institutes für Gesundheitsökonomie, wenn man erfährt, dass dieses Institut die Geschäftsstelle der SIM (= Swiss Insurance Medicine) betreibt.

Bernadette Ansinger [Gast]

Geschrieben am
6. Februar 2017

Hiermit möchte ich diesen -eigentlich- pensionierten Ärzten dieses Artikels und allen noch praktizierenden Hausärzten -ein riesiges Lob aussprechen!
Sie alle sind für mich die wahren Helden, Sie sind die Alleskönner, die Zuhörer, die persönlichen..
Für das, was sie leisten, sind diese Menschen total unterbezahlt! Kurz gesagt:
Diese Ärzte, diese Menschen mit dieser "alten" Grundhaltung- sind eigentlich unbezahlbar!

 

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