Content: Home

Mitten ins Herz

Im «Dating»-Dossier widmet sich das Migros-Magazin vom 15. Mai den grossen Gefühlen und forscht nach, wo sie heute entstehen. Alle Paarporträts, Interviews, Infos und Hintergründe auf einen Blick.

Früher gab es nur die Kontaktanzeigen in den Zeitungen. Heute gestaltet sich die aktive Suche nach der grossen Liebe vielfältiger: Kuppelshows, Onlinedating, Partnervermittlung. In diesem Dossier berichten wir über glückliche Paare, Singles auf der Suche und einen Mann, der von Onlinedating nichts hält – eine Ausgabe mit viel Herz!

ALLE DATING-ARTIKEL

Online-Dating mit Erfolg: Acht Paare und ihr Liebesglück
«Unser Dating-Glück»: LeserInnen erzählen ihre Geschichte

«Matchmakerin» der Liebe: Die Psychologin über Partnersuche

Das Geschäft mit der Liebe: Der Datingmarkt boomt

Liebe nach Algorithmus: Sind digitale Profile zuverlässiger?

Partnersuche im Wandel der Zeit: Die Kontaktanzeigen

Liebe in Zahlen und Fakten: Die Infografik

Eine wirklich-digitale Liebesgeschichte: Kolumne von Bänz Friedli

Désirée Osborne und Daniel Louis: Top im Online-Singlemarkt

Spätzünder in der Liebe: Buchautor Wolfram Huke war 31

Gegensätzliche Paare: Wenn es zwischen unterschiedlichen Menschen funkt


EDITORIAL

Digital angebandelt

Not macht erfinderisch! Noch bis vor Kurzem haben sich Frischverliebte oft eine Geschichte dazu ausgedacht, wie sie sich kennengelernt haben. Die Wahrheit – «im Internet» – durfte schliesslich weder der Freundeskreis noch jemand aus dem Büro erfahren, also einigte sich das Paar wahlweise auf Kino, Turnverein, Ferien oder den Klassiker: im Ausgang.

Reto Vogt (32)

Obwohl es Onlinedating schon seit der Geburtsstunde des Internets, und damit Jahre vor Parship oder Tinder, gibt, haftete der digitalen Partnersuche lange etwas Anrüchiges an. Dabei sind die Vorteile gegenüber der analogen Herangehensweise frappant: Es braucht nicht besonders viel Mut, jemanden anzusprechen (höchstens viel Geld, die Branche setzt jährlich über 40 Millionen Franken um).
Anbandeln lässt sich bequem in der Halbzeitpause eines Fussballspiels, und das bei mehreren potenziellen Partnern/-innen gleichzeitig.

Nicht nur ich habe davon profitiert – die Tinder-Zwillinge von meiner Frau Claudia und mir werden im Herbst zwei Jahre alt – über eine Million Schweizerinnen und Schweizer nutzen regelmässig Onlinedatingplattformen. Das Vorurteil, Onlinedating sei oberflächlich, ist nicht haltbar – Gespräche in einer Bar morgens um zwei sind nicht tiefgründiger –, höchstens das der fehlenden Romantik sticht: Ausgeklügelte Computeralgorithmen versuchen Menschen zusammenzubringen, die statistisch am besten zusammenpassen.

Doch ein Geheimrezept für eine lang anhaltende Beziehung ist auch das nicht: Die Scheidungsraten steigen stetig. Womöglich spielt es gar keine Rolle, wie und wo sich zwei Menschen kennenlernen. Wichtig ist, dass man sich liebt, respektiert und zueinander steht – egal ob nachher noch Tinder pusht oder einen fremde Augen anlachen.

Den grossen Themen Liebe und Onlinedating hat das Migros-Magazin im Wonnemonat Mai ein ganzes Dossier gewidmet. Wir sind gespannt auf Ihre Reaktionen!

Reto Vogt, Ressortleiter Online


 

Erschienen in MM-Ausgabe 20
15. Mai 2017

Illustration
  Mag ich   Kommentare  0

 Drucken  E-Mail

Umfrage

Wo haben Sie Ihre(n) Partner(in) kennengelernt?


Kommentar verfassen


0 Kommentare

  • Sie haben diesen Kommentar bereits gemeldet