05. Juli 2018

Mein Schweine-Referat

Juri Fischer ist als Mediamatik-Lernender bei den Migros-Medien von Berufes wegen kommunikativ. Kommunikations-Workshops gehören da zur Ausbildung, auch wenn sie bisher kaum förderlich waren. Das änderte sich kürzlich, als es darum ging, sich eine Minute lang in die Augen zu schauen.

Juri Fischer mit Kamera
Bild, Text, Video und Sprache: Die Kommunikationsformen von Juri Fischer sind vielfältig. Sie richtig einzusetzen, lernt er unter anderem in Kommunikations-Workshops.
Lesezeit 2 Minuten

In der Sekundarschule und auch zum Start meiner Lehre besuchte ich einige Kommunikations-Workshops. Es war jedoch immer nur ein Zuhören und danach wieder ein Vergessen. Wie ich das Gehörte in meinem Alltag anwenden könnte, blieb mir stets schleierhaft. Doch als wir vorletzte Woche in der Schule eine Projektwoche über Kommunikation hatten, merkte ich, dass dieses Thema eigentlich sehr spannend ist und ich davon vieles mitnehmen kann.

Wir wurden von zwei professionellen Coaches unterrichtet, die solche Workshops auch für Firmen anbieten. Es war sehr unterhaltend, als sie zum Beispiel erzählten, wie besonders Führungspersonen oft wenig Ahnung davon haben, wie sie professionell mit ihren Mitarbeitern kommunizieren sollen.

Ich dachte zuerst, dass es einfach wieder ein Zuhören wird, doch bereits nach dem ersten Tag fand ich es extrem spannend und lernte mehr als in den beiden Workshops zuvor. Was mir aber fast am meisten gefiel, war, dass wir nicht nur berufliche Kommunikationsaspekte diskutierten, sondern auch Themen behandelten, die wir beispielsweise in Gesprächen mit Kollegen gut gebrauchen können.

Mein persönlicher Höhepunkt war, als wir, in zwei Gruppen aufgeteilt, alle eine Postkarte mit einem Bild bekamen und eine Minute lang darüber reden mussten.
Ich bekam ein Bild mit einem Schwein. Kein einfaches Sujet für ein Kurzreferat, finde ich. Ebenfalls als lustiges Experiment entpuppte sich die Situation, in der ich eine Minute lang vor acht Mitschülern stand, niemand etwas sagte und mir alle in die Augen schauen mussten. Es ist ein spezielles Gefühl, wenn einem viele Personen während einer Minute direkt in die Augen schauen – es war eine wirklich tolle Erfahrung.

Zum Abschluss gabs von jedem Schüler eine kurze Präsentation über ein selbst gewähltes Thema – ohne Powerpoint. Es war allerdings keine normale Präsentation, da besonders darauf geachtet wurde, wie man sich präsentierte. Zum Beispiel wie gestikuliert oder gesprochen wurde.

Alle Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten bei der Migros gibts auf new-talents.ch.

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