05. Dezember 2017

Mein ganz normaler Schultag

Im Blog «Migros-Lernende» schreiben vier Jugendliche jede Woche über ihr Leben während der Ausbildung und die Facetten der Berufswelt. Wie ein Tag in der Berufsschule aussieht, erzählt Nicolas Fehlmann, Lernender im ersten Lehrjahr bei Melectronics, in seinem neuesten Blogbeitrag.

Nicolas Fehlmanns Schule Pionierpark
Mein Schulhaus Pionierpark: Praktisch liegt es sehr zentral, so ist der Weg zum Zmittag kurz (Bild: Keystone/Gaetann Bally).
Lesezeit 2 Minuten

Neben meiner Arbeit bei Melectronics darf die Berufsschule natürlich nicht fehlen. Im Detailhandel sind die Schulklassen durchmischt. Das heisst, meine Klassenkameraden und Klassenkameradinnen kommen aus ganz unterschiedlichen Branchen, zusammen sitzen wir jeden Donnerstag für neun Stunden in der Berufsschule Winterthur.

Der Morgen startet jeweils mit zwei Stunden Sport – meistens mit Fitness oder mit Ballspielen in der Turnhalle. Zwischendurch gehen wir aber auch an die frische Luft für eine Partie Eishockey, oder wir fahren mit dem Mountainbike durch die Gegend. Ich finde es gut, dass wir gleich am Morgen Sportunterricht haben. Wir werden richtig wach und trainieren gleichzeitig unseren Körper.

Nicht ohne Laptop

Nach dem Sportunterricht folgt eine etwas längere Pause, damit wir das Schulhaus wechseln können. Vom Schulhaus Mühletal geht es einmal quer durch Winterthur zum Schulhaus Pionierpark. Dort wartet nach der Pause zuerst Gesellschafts- oder Deutschunterricht. Zuletzt behandelten wir das Personenrecht, und in Deutsch beschäftigten wir uns mit der Rechtschreibung.

Da wir im digitalen Zeitalter leben, mussten wir uns für den Schulunterricht einen Laptop zulegen. Das hat Vor- und Nachteile. Ein Vorteil ist zum Beispiel, dass wir die oft schweren Schulbücher nicht mehr rumschleppen müssen. Ein Nachteil ist, dass unsere digitalen Lehrmittel noch nicht ausgereift sind und sogar Fehler enthalten.

Verschiedene Niveaus im Englischunterricht

Von 12.20 bis 13.15 Uhr ist Mittagspause. Eine knappe Stunde also, in der wir meistens in der Winterthurer Innenstadt am Bahnhof schnell etwas essen gehen. Danach wartet Wirtschaft auf uns. Ich finde es ein spannendes Fach, weil wir einen Einblick in die Wirtschaft der Schweiz erhalten, und aufgezeigt wird, wie das Wirtschaftssystem hierzulande funktioniert. Zum Abschluss des Schultages wechseln wir nochmals das Zimmer und setzen uns in den Englischunterricht. Speziell dabei ist, dass man in eine neue Klasse kommt, weil der Englischunterricht in drei Schwierigkeitsstufen gegliedert ist. Um 17 Uhr ist Feierabend, nach einem langen Tag in der Schule.

Branchenkunde immer montags

Aber wo erhält man das Wissen über die Produkte, die man tagtäglich im Geschäft verkauft? Im Detailhandel gibt es dafür einen zusätzlichen Schulhalbtag. Bei mir ist das der Montagmorgen von 8.00 bis 11.30 Uhr. Das dazugehörige Fach nennt man «Allgemeine Branchenkunde» oder kurz ABK. Hier lerne ich sehr viel über die Produkte, die wir bei Melectronics verkaufen, zum Beispiel über Fernseher. Dieses Fach besuche ich nun ein Semester lang und treffe dabei auf alle Schüler von derselben Detailhandelsbranche.

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