15. August 2018

Mehr Stabilität dank Rebalancing

Der Erfolg der Anlagestrategie hängt wesentlich von der Aufteilung des Portfolios ab. Tipps und Hinweise von Thomas Pentsy, Markt- und Produktanalyst bei der Migros Bank.

Waage aus Steinen
Bild: Getty Images

Der langfristige Anlageerfolg hängt zu gut 90 Prozent von der optimalen Vermögensaufteilung ab – also davon, wie du dein Portfolio in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Obligationen, liquide Mittel und alternative Anlagen gliederst. Wie aber kommt man zu einer optimalen Aufteilung des Portfolios?

Der erste Schritt: das persönliche Risikoprofil. Hier geht es um die Ziele und den Zeithorizont der Anlage, um Renditevorstellungen und Risikotoleranz. Dieses Risikoprofil erstellt dein Kundenbetreuer, wenn du dich für einen Strategiefonds, einen Fondssparplan, eine persönliche Anlageberatung oder ein Vermögensverwaltungsmandat entscheidest.

Im zweiten Schritt wählst du die zum Risikoprofil passende Anlagestrategie – jede sieht eine andere Vermögensaufteilung vor. Die Gewichtungen unterscheiden sich hauptsächlich im jeweiligen Aktienanteil, der bei der Migros Bank von null bis 85 Prozent reichen kann.

Da sich die verschiedenen Anlageklassen unterschiedlich entwickeln, ist es ratsam, die Gewichtungen mit einem sogenannten Rebalancing von Zeit zu Zeit wieder auf ihre Richtwerte zurückzuführen. Sind etwa die Aktienkurse in der Zwischenzeit kräftig gestiegen, verringert man durch Verkäufe den Aktienanteil gegenüber den Anlageklassen, deren Werte stabiler verlaufen oder gefallen sind. Umgekehrt wird bei den Anlageklassen nachgekauft, deren Portfolioanteil unter den Zielwert gesunken ist.

Wer übernimmt das Rebalancing? Hast du dich für einen Strategiefonds, einen Fondssparplan oder ein Vermögensverwaltungsmandat entschieden, macht das die Migros Bank selbständig. Nimmst du hingegen die persönliche Anlageberatung in Anspruch, wirst du zwar durch einen Kundenbetreuer unterstützt, bleibst aber in deinen Entscheiden frei. Die Beratung fällt ganz weg bei Kunden, die eine reine Depotlösung wählen – also bei denen, die ihre Anlagegeschäfte lieber selbständig tätigen.

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