23. März 2018

Mehr Platz auf dem Smartphone

Im Frühling reinigt man am besten nicht bloss Fenster – oder Displays: Die Tipps für ein frisch aufgeräumtes Handy.

das Smartphone aufzuräumen lohnt sich
Nicht nur Tisch und Wohnung, auch das Smartphone aufzuräumen lohnt sich ...
Lesezeit 3 Minuten

Irgendwann ist es so weit. Das Smartphone zeigt an: Der Speicher ist voll. Wer jetzt beherzt Verzichtbares vom Gerät löscht und Dateien auslagert, hat im Nu wieder freien Speicher. Denn nicht nur Fotos und Videos belegen Platz. Apps wie Instagram oder Whatsapp verschlingen bei intensiver Nutzung mehrere Gigabyte, Streaming-Apps wie Spotify oder Deezer verführen zum Speichern Hunderter von Songs, um sie auch offline zu hören. Daneben legt das Smartphone unbemerkt überall Zwischenspeicher an, die es nach Gebrauch nicht immer löscht.

Speicherfresser erkennen und behandeln regelt das iPhone unter Einstellungen/Allgemein/iPhone-Speicher bzw. Android unter Einstellungen/Speicher. Grosse, nur selten genutzte Apps (auch gekaufte) sollten hier gelöscht und können bei Bedarf kostenlos wieder aus dem Store nachgeladen werden. Seit iOS 11 hilft das iPhone dabei: Selten genutzte Apps lassen sich manuell oder automatisch in iCloud auslagern, deren Daten und das Icon verbleiben auf dem iPhone und laden die App bei Bedarf wieder herunter.

Fotomediathek, Apps auslagern und nicht mehr komplette Chatdaten 1:1 speichern
Die Screenshots zur Aufräum-Aktion: iCloud-Fotomediathek, Apps auslagern und Chatdaten 1:1 speichern.

Unter Android lassen sich manche Apps auf eine in das Gerät eingelegte MicroSD-Karte verschieben, das spart Hauptspeicher. Über die Einstellungen in der App lässt sich meist auch regeln, dass die Daten ebenso auf der Speicherkarte abgelegt werden. Am bequemsten: Ab Android 6 lässt sich der Hauptspeicher einfach mit einer grossen und schnellen MicroSD-Karte erweitern.

Manchmal ist aber auch schlicht die Programmierung der App schuld: Social-Media-Apps wie Instagram blähen sich schnell riesig auf, obwohl eigentlich alle Daten im Internet gespeichert sind. Hier hilft es oft nur, die App zu löschen und wieder neu zu installieren. Whatsapp speichert voreingestellt jedes eintreffende Bild und Video im Handyspeicher, erst im Chats-Menü lässt sich das abschalten.

Die Königsdisziplin: Auslagern

Viel Speicher bringt das Auslagern von Dateien. Bis auf die wenigen Fotos und Dokumente, die man ständig dabei haben möchte, lässt sich alles andere auf einen anderen Datenträger verschieben - man gewinnt dadurch gleichzeitig eine Sicherheitskopie, wenn das Smartphone gestohlen wird, kaputt- oder verloren geht.

Vom iPhone lassen sich Fotos und Videos per USB-Kabel und iTunes auf einen Mac oder PC überspielen, um sie nachher vom iPhone zu löschen. Android-Geräte verbindet man per USB mit dem PC und verschiebt die Fotos mit dem Windows-Explorer vom Smartphone auf die Festplatte. Ohne zusätzlichen Computer lassen sich die Aufnahmen auf einem USB-Stick speichern, der an den Lightning- bzw. Micro-USB-Anschluss des Smartphones passt oder kabellos auf einer WLAN-Festplatte oder einem NAS-Netzwerkspeicher.

Cloud-Anbieter sind eine Alternative, um Dateien auszulagern und trotzdem per Internet stets von jedem Gerät aus darauf Zugriff zu haben. Gut für iPhone und Android eignen sich beispielsweise Google Fotos (mit unbegrenzt kostenlosem Speicherplatz) oder Dropbox (nur 2 GB gratis). Die Übertragung der Bilder funktioniert über die App des Cloud-Anbieters, anschliessend kann man Bilder selektiv vom Handy löschen.

Die iCloud-Fotomediathek von Apple spart auf dem iPhone hingegen nur Speicherplatz, wenn unter Einstellungen/Fotos die Option Speicher optimieren aktiv ist. Wird der Speicher knapp, ersetzt das iPhone dann schrittweise selten angeschaute Fotos durch schlanke Vorschaubilder. Ein Antippen der Bilder lädt das Original wieder aus der Cloud.

Wer seine Aufnahmen den Cloud-Anbietern nicht anvertrauen will, kann mit einer Internetfestplatte (NAS) zu Hause seine eigene Cloud installieren. Die Apps grosser NAS-Anbieter wie Synology oder Qnap bieten ebenso Möglichkeiten, Aufnahmen auf dem NAS zu speichern und dann vom Smartphone zu löschen.

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