19. Februar 2018

Logistik im Bonsai-Format

Wir zeigen dir das erste Migros-Verteilzentrum aus dem Jahr 1931. Verglichen mit heute wirkt der Betrieb wie eine Puppenstube.

Migros-Verteilzentrum aus dem Jahr 1931
Klein, aber durchdacht: In einer ehemaligen Seidenfärberei eröffnete die Migros 1931 ihren ersten Verteilbetrieb. (Quelle: MGB-Archiv)
Lesezeit 1 Minute

In der Schweizer Logistik spielt die Migros eine Hauptrolle. Schliesslich bewegt die Detailhändlerin riesige Warenmengen. Weil sie dabei vor allem auf umweltfreundliche Schienentransporte setzt, ist sie seit Jahren die wichtigste Kundin von SBB Cargo.

Ausserdem unterhält das Unternehmen ein ganzes Netzwerk aus Logistikzentren. Am grössten ist der Migros-Verteilbetrieb Neuendorf (MVN) im Kanton Solothurn. In der weitläufigen Anlage sind über 1000 Menschen beschäftigt, und die Gebäude haben ein Gesamtvolumen von etwa 5000 Einfamilienhäusern. Waren im Wert von etwa 520 Millionen Franken sind hier eingelagert.

Wie bescheiden und geradezu spielzeughaft wirken im Vergleich dazu die Anfänge der Migros-Logistik: 1931 liess Firmengründer Gottlieb Duttweiler in einer ehemaligen Seidenfärberei an der Zürcher Limmatstrasse den ersten Verteilbetrieb eröffnen.
Er war klein, aber perfekt durchdacht: So verfügte er zum Beispiel über Abfüllanlagen für verschiedene Reissorten, eine eigene Kaffeerösterei und eine Produktionsanlage für Joghurt. Und schon damals sicherten Geleise den direkten Anschluss ans Bahnnetz.

Benutzer-Kommentare